Hauptnavigation

Freitag, 10.02.2012

Suche im Redaktionsangebot von Quarks & Co
  • Tipps zur vergrößerten Ansicht.
  • Kontakt zur Redaktion.
  • Alle WDR Sendungen von A bis Z.
  • Inhaltsverzeichnis WDR.de.
  • Hilfe.
  • Multimedia.

Navigation


Zurück: Januar 2012 Sendeplan für Februar 2012 Weiter: März 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
01 02 03 04 05
06 07 08 09 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29

Sie befinden sich hier: > WDR.de > WDR Fernsehen > Wissen > Quarks & Co > Sendung vom 06. August 2002 > Die modernen Alchemisten? - Nanotechnologen und ihre Visionen


Die modernen Alchemisten? - Nanotechnologen und ihre Visionen

  • SendeterminDienstag, 06. August 2002, 21.00 - 21.45 Uhr .

Abends kommt der Nanotechnologe nach Hause, schiebt eine undefinierbare Grundmasse in seinen Nanomanipulator und heraus kommt nach 5 Minuten ein saftiges Steak. Solche Visionen sind natürlich Science-Fiction pur, aber auch seriösere Zukunfts- prophezeihungen führender Nanotechniker haben es in sich.

Schöne neue Welt?

Foto: Computerlabors indem ein Mann an einem PC sitzt.
Die prinzipielle Machbarkeit einer neuen Technologie heizt die Fantasie der Wissenschaftler an.

Einige Nanotechniker glauben, dass man mit der Nanotechnologie in 50 oder 1.000 Jahren fast jedes Material, jeden Gegenstand von Grund auf selbst herstellen kann: indem man es Atom für Atom maßgeschneidert zusammenbaut. Ohne Abfälle. Ohne Umweltverschmutzung. Billig.

Medizinspezialisten wie der Amerikaner Robert Freitas  träumen schon heute von einer Nanomedizin der Zukunft. Da ist von kleinen Robotern die Rede, die durch die Blutbahn kreisen, Viren töten, Zellen reparieren und andere nützliche Arbeiten im Körper erledigen. Künstliche, selbstbewegliche rote Blutkörperchen, aufgeladen mit wertvollem Sauerstoff, retten Infarktpatienten. Andere Miniroboter können sogar Genschäden beheben.

Andere Wissenschaftler glauben, dass man mit Hilfe der Nanotechnologie neue Materialen entwickeln kann, "50-mal fester als Stahl und dabei viel leichter" lauten da die Prognosen.

Computer werden um ein vielfaches kleiner, leichter und dabei viel leistungsfähiger sein. Menschenähnliche Roboter nehmen uns viel Arbeit ab. In Sachen Intelligenz werden sie uns überlegen sein.

Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre ...

Foto: Entwicklungslabor indem ein Mann mit Schutzkleidung vor einem
Gerät sitzt.
Bei Verfahrenstechniken, mit denen man die Utopien realisieren kann, stehen die Nanotechnologen noch ganz am Anfang.

Solche Visionen kann man relativ einfach veröffentlichen, den Beweis, ob und wann sie Wirklichkeit werden könnten, muss der Autor ja nicht unbedingt antreten.

Auffällig ist, dass die Kluft zwischen den heutigen Möglichkeiten der Nanotechnologie und diesen Visionen riesengroß ist. Von Robotern, die so klein sind, dass sie im Nanobereich arbeiten können, sind die Techniker noch "meilenweit" entfernt. Gegenwärtig werden gerade Roboter entwickelt, deren kleinste Bauteile einige Mikron groß sind, also nicht mal halb so dünn wie ein Haar, aber immer noch tausend mal zu groß für den Nanobereich.

Bisher ist es auch nicht gelungen, Atome mechanisch dreidimensional (also ähnlich wie Legosteine) kontrolliert zusammenzubauen. Und wie sollen die Millionen von kleinen Nanorobotern, die nötig wären, um Gegenstände aus Atomen zusammenzubauen, gesteuert und mit Energie versorgt werden? Viele ungelöste Fragen ...

Oder ist doch was dran?

Foto: Ein Mann vor seinem Computerarbeitsplatze
Vieles, was man im Nanobereich herstellen könnte, berechnen und simulieren Wissenschaftler heute bereits am Computer.

Was ermutigt dann die Nanotechniker zu ihren Visionen?

Vieles, was man im Nanobereich herstellen könnte, können die Wissenschaftler heute schon auf dem Computer simulieren und berechnen. So scheinen prinzipiell Nanogetriebe machbar zu sein, sie wären mit den Gesetzen der Physik vereinbar. Aber wie man sie real bauen könnte, das weiß derzeit niemand.

Und diese prinzipielle Machbarkeit einer völlig neuen Technologie ist es, die natürlich die Fantasie der Wissenschaftler anheizt. Doch Verfahrenstechniken zu finden, mit denen man diese Utopien auch nur ansatzweise realisieren kann, da stehen die Nanotechnologen noch ganz am Anfang.

:

Mike Schäfer

Stand: 06.08.2002


Alle Beiträge



Mehr zum Thema


Vorschauvideo

Alkohol - die älteste Droge der Welt


Die Top10 Videos
im Januar

Schriftzug "Top10" vor blauem Hintergrund

Schauen Sie sich hier die beliebtesten Quarks & Co-Videos aus dem Januar an. [mehr]


Die Quarks-Symphonie


Die Top10 Videos der Zuschauerfragen

Schriftzug "Zuschauerfragen" vor blauem Hintergrund

Hier sehen Sie die beliebtesten Zuschauerfragen und ihre Auflösungen. [mehr]


Unsere Fan-Seite


Wissen macht Spaß


Service

Skript, Newsletter, Mitschnitt & Co. [mehr]


Sendetermine


  • Seite empfehlen.

Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.