Hauptnavigation

Freitag, 10.02.2012

Suche im Redaktionsangebot von Quarks & Co
  • Tipps zur vergrößerten Ansicht.
  • Kontakt zur Redaktion.
  • Alle WDR Sendungen von A bis Z.
  • Inhaltsverzeichnis WDR.de.
  • Hilfe.
  • Multimedia.

Navigation


Zurück: Januar 2012 Sendeplan für Februar 2012 Weiter: März 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
01 02 03 04 05
06 07 08 09 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29

Sie befinden sich hier: > WDR.de > WDR Fernsehen > Wissen > Quarks & Co > Sendung vom 25. März 2003 > Klonen - Theoretisch ganz einfach


Klonen - Theoretisch ganz einfach

  • SendeterminDienstag, 25. März 2003, 21.00 - 21.45 Uhr .

Foto: Das Schaf Dolly, geklonte Säugetier
Dolly war eine Sensation!

Das Schaf Dolly war das erste geklonte Säugetier. Es kam am 5. Juli 1996 in Schottland im Roslin-Institute zur Welt. Dolly war die perfekte Kopie ihrer "Mutter" - eines 6 Jahre alten Schafes.

Der Geburt von Dolly war eine aufwendige Prozedur vorangegangen. Die Forscher entnahmen einem Schaf eine Eizelle und entfernten deren Zellkern mit der gesamten Erbinformation. Dollys "Mutter" wurde eine Euterzelle entnommen und deren Zellkern in die leere Hülle der entkernten Einzelle eingesetzt. Hier sollte sich der fremde Kern wieder zurückentwickeln: vom Kern einer ausdifferenzierten, "erwachsenen" Euterzelle zu einem embryonalen Kern. Um das zu erreichen, wenden die Forscher verschiedene Tricks an: Mit Hilfe von elektrischen Impulsen sollen Zellkern und -hülle miteinander verschmelzen. Wenn das funktioniert, beginnt sich die Einzelle zu teilen und es entwickelt sich ein Klon-Embryo. Bei Dolly hat das geklappt: Der Embryo wurde einem Leihmutterschaf eingepflanzt, die ein paar Monate später ein gesundes Lamm zur Welt brachte: Dolly - eine genetisch exakte Kopie eines erwachsenen Schafes.

Klonen – in der Praxis schwierig

Bis Dolly das Licht der Welt erblickte, wurde diese Prozedur 277 Mal durchgeführt: 277 Zellkerne wurden in 277 Spender-Eizellen eingesetzt und über 10 Jahre lang in insgesamt 13 Leihmütter eingepflanzt. Nur eine dieser Schwangerschaften verlief erfolgreich.

Die Kopie ist nie so gut wie das Original

Foto: Geklontes Schaf Dolly
Dolly war zu dick.

Dolly war zu dick und musste Diät halten. Sie bekam mit 5,5 Jahren Arthritis und sie alterte zu schnell. Im Februar 2003 musste sie wegen einer Lungenentzündung eingeschläfert werden. Sie wurde nur 6,5 Jahre alt, obwohl Schafe normalerweise mehr als doppelt so alt werden.

Krank durch Klonen

Foto: Sterbendes Kalb
Die Schäden bei Klontieren sind ganz unterschiedlich: Dieses Kälbchen stirbt an Anämie.

Hinter jedem Klontier, das auf die Welt kommt, stecken im Durchschnitt 100 Embryonen, die es nicht geschafft haben. Die Hälfte stirbt noch kurz vor oder nach der Geburt. Die Schäden sind vielfältig: Oft sind die Organe nicht funktionsfähig oder die Tiere leiden an Immundefekten oder Blutarmut. Besonders häufig kommen die Tiere übergroß zur Welt - die Forscher nennen das das "Large Offspring Syndrome" LOS. Diese Entwicklungsstörung entsteht durch gestörte Regulation der Zellen, dadurch wird der Körper zu groß und die Gliedmassen verkümmern. Doch selbst wer die ersten Lebensmonate übersteht, hat keine Aussicht auf ein langes gesundes Leben: Klontiere sterben früher als ihre natürlich gezeugten Artgenossen, leiden häufiger an Krebs oder Leberschäden.

Inzwischen wurden Schafe, Mäuse, Kühe, Schweine, Ziegen, Kaninchen und eine Katze geklont. Und angeblich wurde im Dezember 2002 der erste geklonte Mensch "Eve" geboren. Angesichts der Erfahrungen mit Klontieren ein grauenvolle Vorstellung.

Chronik des Klonens

1996

Dolly wird in Schottland geboren.

Eizellverbrauch: 277
Leihmütter: 13

1997

Die ersten Mäuse werden in Hawaii von Ryuzu Yanagimachi geklont.

Eizellverbrauch: 800
Leihmütter: 54

1998

Charlie und George, die ersten geklonten Rinder, werden in Amerika geboren

Eizellverbrauch: 248
Leihmütter: 5

2000

In Schottland werden die ersten geklonten Ferkel geboren

Eizellverbrauch: 586
Leihmütter: 10
Einem Muttertier pflanzt man sogar knapp 100 Embryonen auf einmal ein.

2001

"CC" Carbon Copy, die erste geklonte Katze, kommt in Texas zu Welt

Eizellverbrauch: 275
Leihmütter: 8

2002

Angeblich wird der erste geklonte Mensch "Eve" geboren. Brigitte Boisselier und die Firma "Clonaid" geben die Geburt bekannt, liefern aber keinerlei Beweise für diese Behauptung. Über den Eizellverbrauch und die Anzahl der Leihmütter geben sie nichts bekannt.

Autor:

Corinna Sachs

Stand: 25.03.2003


Alle Beiträge


Quarks Gen-Quiz

Foto: Ranga Yogeshwar

Sie kennen sich aus mit Enzymen, Ribosomen und DNA? Auch "Dolly" ist für Sie kein Fremdwort? [mehr]


Mehr zum Thema


Vorschauvideo

Alkohol - die älteste Droge der Welt


Die Top10 Videos
im Januar

Schriftzug "Top10" vor blauem Hintergrund

Schauen Sie sich hier die beliebtesten Quarks & Co-Videos aus dem Januar an. [mehr]


Die Quarks-Symphonie


Die Top10 Videos der Zuschauerfragen

Schriftzug "Zuschauerfragen" vor blauem Hintergrund

Hier sehen Sie die beliebtesten Zuschauerfragen und ihre Auflösungen. [mehr]


Unsere Fan-Seite


Wissen macht Spaß


Service

Skript, Newsletter, Mitschnitt & Co. [mehr]


Sendetermine


  • Seite empfehlen.

Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.