Wunderwerk Ei
Dienstag, 22. April 2003, 21.00 - 21.45 Uhr
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Am Anfang ist das Ei ...
... das gilt für das Huhn, den Fisch, das Krokodil und
für den Menschen. Genauer gesagt: Am Anfang ist die
Eizelle. Wird sie von einem Spermium
befruchtet, entwickelt sich aus ihr ein neues Lebewesen. Aus einer
Hühner-Eizelle wächst so innerhalb von drei Wochen ein
Küken heran. Nur 24 Stunden lang verweilt die Eizelle im
warmen Bauch der Henne. Dann wird sie an die Luft gesetzt, jedoch
geschützt und versorgt von einer perfekten Hülle.
Versorgung mit Nährstoffen
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Wenn die Dotterkugel reif ist, wandert sie in den Trichter des
Eileiters.
Die Entstehung des Wunderwerks Ei beginnt im Eierstock der
Henne. Im Laufe von zwei Wochen reifen dort einige der insgesamt
4.000 winzigen Eizellen durch Einlagerung von Nährstoffen zu
Dotterkugeln heran. Jede Dotterkugel ist von einem dünnen
Säckchen aus Membranen, dem Follikel, umgeben. Ist die Kugel
groß genug, platzt der Follikel um sie herum auf und der
Dotter wandert in den Ei-Trichter des
Eileiters. Hier wird das Ei von einem Spermium befruchtet. Das
befruchtete Ei entwickelt sich zu einer Keimscheibe, aus der
später der Embryo heranwächst.
Stichwörter
- 1 Eizelle
-
Die Eizelle ist die unbewegliche Geschlechtszelle von Tieren und
Pflanzen. Eizellen werden bei mehrzelligen Tieren in speziellen
Organen, den Eierstöcken gebildet und sind je nach Tierart
verschieden groß: bei Saugwürmern nur 0,012 mm, beim Strauß über 10 cm im Durchmesser.
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- 2 Dotter
-
Der Dotter ist die größte Zelle im Tierreich. Sie setzt sich aus
weißen und gelben Dotteranteilen zusammen, die zwiebelschalenartig
geschichtet sind. Der Dotter enthält fast das gesamte Fett des
Eies, den überwiegenden Anteil der Vitamine und auch viele
Spurenelemente, wie Eisen, Zink, Mangan und Kupfer. Das Eigelb
besteht zur Hälfte aus Wasser, zu einem Drittel aus Fett und zu 17
% aus Proteinen. Die gelbe
Kugel im Zentrum des Eies hat einen Durchmesser von drei bis vier
Zentimetern und wird von der Dottermembran eingeschlossen. Das
Dotterbett in der Mitte des Eigelbs ist deutlich flüssiger als der
Rest und erstarrt selbst in gekochten und gefrorenen Eiern nicht.
Das Dotterbett ist der Träger der Keimscheibe. Hier beginnt die
Entwicklung des Kükens, wenn das Ei befruchtet ist.
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- 3 Eiklar
-
Das Eiweiß des Hühnereies gilt als das hochwertigste Protein
überhaupt. Es wird auch oft "Eiklar" genannt, da es weniger
Proteine (Eiweiße) enthält als der Dotter. Das Eiweiß besteht zu
88% aus Wasser und zu knapp 11% aus Proteinen. Insgesamt hüllen
vier unterschiedlich feste Schichten "Eiklar" den Dotter ein. Über
die Hälfte des "Eiklars" entfällt auf die mittlere, dickflüssige
Schicht. Zum Eigelb hin wird das Eiklar etwas dünnflüssiger. Direkt
um den Dotter ist es wieder recht zähflüssig. Diese innerste
Schicht des Eiweißes ist es auch, die beim Braten von Spiegeleiern
nur schlecht fest wird.
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- 4 Eiweiß
-
Das Eiweiß des Hühnereies gilt als das hochwertigste Protein
überhaupt. Es wird auch oft "Eiklar" genannt, da es weniger
Proteine (Eiweiße) enthält als der Dotter. Das Eiweiß besteht zu
88% aus Wasser und zu knapp 11% aus Proteinen. Insgesamt hüllen
vier unterschiedlich feste Schichten "Eiklar" den Dotter ein. Über
die Hälfte des "Eiklars" entfällt auf die mittlere, dickflüssige
Schicht. Zum Eigelb hin wird das Eiklar etwas dünnflüssiger. Direkt
um den Dotter ist es wieder recht zähflüssig. Diese innerste
Schicht des Eiweißes ist es auch, die beim Braten von Spiegeleiern
nur schlecht fest wird.
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- 5 Hagelschnüre
-
Die Hagelschnüre sind eine Art Ankerkette für das Eigelb. Bei
frischen Eiern halten sie den Dotter in der Mitte. Wird das Ei
älter, werden die Hagelschnüre schwächer damit sich die Position
des Dotters verschieben kann. Dank der Hagelschnüre können sich
Dotter und Embryo im Ei frei drehen, wenn das Ei beim Brüten von
einem Elternteil gewendet wird.
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- 6 Kalkschale
-
Die Schale eines Hühnereies besteht hauptsächlich aus Kalk
(Calciumcarbonat). Sie ist 0,2 bis 0,4 Millimeter dick und
unglaublich hart. Dadurch kann sie das innere des Eier während des
Brütens wirksam vor mechanischen Einwirkungen schützen. Die Schale
ist jedoch keine geschlossene Hülle. Sie ist durchsetzt von vielen
Tausend Poren.
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- 7 Schalenhaut
-
Die Schalenhäute grenzen das Eiweiß von der Schale ab. Mit einem
einfach Experiment kann man die innere Schalenhaut sichtbar machen.
Legen Sie ein Ei für zwei Nächte in Haushaltsessig und spülen Sie
es anschließend vorsichtig mit Wasser ab. Der Essig hat die
Kalkschale des Eis abgelöst und das Eiweiß wird nun nur noch durch
die innere Schalenhaut in Form gehalten. Wenn Sie das Ei gegen das
Licht halten, schimmern Dotter und mit etwas Glück auch die
Hagelschnüre durch.
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- 8 Luftkammer
-
Nach der Eiablage bildet sich am stumpfen Ende des Eies eine
Kammer, die dem Embryo als Luftvorrat dient. Sie entsteht, weil das
Innere des Eies nach dem Legen beim Abkühlen schrumpft und Luft
zwischen die Eihäute dringt. Die Luftkammer bildet sich am stumpfen
Ende des Eies, weil die Schale dort am dünnsten ist. Zusätzlich
verdunstet mit zunehmendem Alter des Eies Flüssigkeit aus dem Ei,
weshalb die Luftkammer bei älteren Eiern größer als bei jüngeren.
Aus diesem Grund schwimmen ältere Eier in einer Salzlösung, frische
Eier nicht.
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- 9 Poren
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7.000 bis 17.000 Poren finden sich in der Schale eines Hühnereis.
Man kann die Poren übrigens im Licht einer Lampe mit bloßem Auge
sehen. Am flachen Ende des Eies finden sich besonders viele Poren
über die das Ei Gase mit der Umgebung austauscht. In das Ei strömt
der Sauerstoff der Luft, aus dem Ei entweichen Kohlendioxid und
Wasserdampf.
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- 10 Cuticula
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Das "Ei-Oberhäutchen" schützt das Ei vor Bakterien und
Schimmelpilzsporen. Würde die Cuticula fehlen, dann könnten diese
Krankheitserreger durch die vielen kleinen Poren der Schale in das
Innere des Eis gelangen. Die Cuticula ist der eingetrocknete Rest
einer Schleimschicht, mit der das Ei vor dem Legen überzogen wird.
Weil das Ei erst nach dem Legen vollständig trocknet fühlen sich
frische Eier glatt an.
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