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Quarks & Co
Sendung vom 10. Februar 2004
Katertipps
Warum wir den Kater Kater nennen, ist nicht endgültig
geklärt. Nahe liegt der "Katzenjammer", weil der
Kopf dabei so weh tut. Auch auf biologischer Ebene steckt die
Katerforschung noch in den Kinderschuhen.
Die Symptome dagegen sind klar: Kopfschmerzen, Übelkeit,
Schwindel und allgemeines Unwohlsein. Aber warum wir uns so
fühlen, darüber gibt es bisher nur Vermutungen. Einige
Forscher machen das Zellgift Acetaldehyd dafür verantwortlich,
das beim Alkoholabbau entsteht. Andere erklären den
Kopfschmerz durch den Flüssigkeitsverlust, weil dadurch das
Gehirn schrumpfe. Wenn noch nicht einmal feststeht, wie dieser
Kater zustande kommt, ist es natürlich schwer, wirksame
Gegenmaßnahmen zu finden. Trotzdem hat jeder sein eigenes
Geheimrezept. Wir haben einige davon zusammengestellt und
hinterfragt.
Der Rollmops enthält viele Mineralstoffe, und die sind bei einem Kater wichtig. Der Appetit auf Salziges nach einer ausgiebigen Party beweist: Wer viel Alkohol getrunken hat, leidet unter Mineralstoffmangel. Die Erklärung: Alkohol hemmt das Hormon Vasopressin, das normalerweise Wasser im Körper zurückhält. Wer Alkohol trinkt, geht deshalb häufiger auf die Toilette. Dabei werden Mineralstoffe frühzeitig ausgeschwemmt. Um die dem Körper wieder zuzuführen, muss man aber nicht unbedingt einen Rollmops essen – Hauptsache, das Katerfrühstück ist nährstoffreich.
Morgens mit dem anfangen, mit dem man abends aufgehört hat? Der Drink danach weitet kurzzeitig die Blutgefäße und das ist angenehm. Danach wird aber alles noch schlimmer – es kommt ja noch mehr Alkohol dazu, den der Körper wieder abbauen muss. Also Finger weg vom Drink danach!
Das berühmte Kopfschmerzmittel vor der Party zu nehmen bringt nichts, weil der darin enthaltene Wirkstoff Acetylsalizylsäure nicht im Voraus wirkt. Ein besserer Trick: Acetylsalizylsäure nach der Party, also vorm Schlafengehen einnehmen – das erhöht die Chance, ohne Kopfweh aufzuwachen. Allerdings sollte man dann nicht so lange schlafen. Nach vier Stunden lässt die Wirkung von Aspirin mehr und mehr nach.
Wer vor der Party viel Fettes isst, bei dem verzögert sich die Aufnahme des Alkohols. Zusammen mit dem schwer verdaulichen Nahrungsbrei bleibt auch der Alkohol länger im Magen. Am Ende gelangt aber trotzdem der gesamte Alkohol ins Blut – ein wirksamer Katertipp ist das also nicht.
Klarer Alkohol wie zum Beispiel Wodka, Gin oder Getreideschnaps verursacht nicht so schnell einen Kater wie der dunklere Whiskey oder Weinbrand. Heller Alkohol enthält in der Regel weniger Begleitstoffe als dunkler. Und genau die Begleitstoffe sind es, die den Kater fördern können.
Ilka aus der Mark
Stand: 10.02.2004
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