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Quarks & Co
Sendung vom 30. März 2004
Operationsschmerzen vorbeugen
Chirurgen wissen schon vorher, dass sie ihrem Patienten
Schmerzen zufügen werden. Deshalb setzen immer mehr Mediziner
auf eine präventive – vorbeugende –
Schmerztherapie. Beispiel: die neue Fast-Track (Überholspur)
Operationsmethode.
Quarks & Co zeigt am Beispiel der Zwillinge Manfred und
Erhard: Schmerzen nach einer Operation müssen nicht sein.
Manfred (rechts) und Erhard - beiden steht in der Berliner Charité eine Operation am Dickdarm bevor. Kein kleiner Eingriff. Manfred lässt sich nach der bewährten Operationsmethode behandeln, Erhard wählt die Fast-Track-Operation.
Für Manfred geht es in OP 1, Erhard wird in OP 2 geschoben. Beide werden unter Vollnarkose operiert, doch Erhard bekommt mit einer hauchdünnen Kanüle eine zusätzliche Betäubung in der Nähe des Rückenmarks. So kann erst gar kein Schmerz entstehen.
Ein paar Stunden nach dem Eingriff: Während sein Zwillingsbruder unter leichten Schmerzen möglichst regungslos im Bett liegt, ist Erhard schon wieder munter. Wie schon während der Operation fließt über diese Pumpe Schmerzmittel in sein Rückenmark. Die Dosis kann er selbst bestimmen. Er kann sich bewegen, darf sogar schon etwas essen und soll viel trinken.
Am nächsten Tag bekommt Erhard eine richtige Mahlzeit. Damit er so schnell wie möglich wieder fit wird, soll er viel laufen. Dabei ist er dank der Pumpe weiterhin schmerzfrei. Manfred ist weit abgeschlagen: Obwohl er immer noch ruhig im Bett liegt, braucht er jetzt sogar mehr Schmerzmittel als sein agiler Bruder.
Tag 2 nach der Operation: Manfred darf zum ersten Mal etwas trinken. Doch die Schmerzen verzögern bei ihm den Heilungsprozess. Sein Bruder braucht dagegen die Schmerzmittelpumpe schon nicht mehr.
Stand: 30.03.2004