Quarks & Co stellt diesmal den
"Lebenskünstler Baum" vor. Wie ernähren sich
Bäume? Welche Überlebensstrategien haben sie? Wie
schützen sich Bäume gegen Feinde, Wind und Wetter? Wo
steht Deutschlands älteste Eiche, und wie alt ist sie
tatsächlich? Was macht ein "Baumdoktor"? Was lebt
auf, in, an und von einem Baum? [mehr]
Dienstag, 27. April 2004, 21.00 - 21.45 Uhr WDR Fernsehen.
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Auch wenn man von weitem nur ein Meer von Blättern sieht, in
einer alten Eiche leben bis zu eintausend Tierarten. Einige davon
können Sie hier wiederfinden. Sie haben die verschiedensten
Gründe, die Nähe des Baumes zu suchen. Und nicht
über jeden Besucher kann sich die Eiche freuen! [mehr]
Bäume sind nicht so hilflos und still, wie sie aussehen. Sie
können sich gegen blattfressende Insekten wehren und sich in
ihrer eigenen "Sprache" gegenseitig vor Fressfeinden
warnen. Das haben Forscher der Universität Göttingen und
des Max-Planck-Institutes für chemische Ökologie in Jena
am Beispiel der Schwarzerle und des Erlenblattkäfers
untersucht. [mehr]
Das Leben einer Eiche
Ein kleines Gedankenspiel: Deutschland hat über 80 Millionen
Einwohner. Davon haben etwa 60 Millionen die Terrortage der 70er
Jahre erlebt. An die Gründung der Bundesrepublik Deutschland
können sich theoretisch nur noch etwa 15 Millionen erinnern.
Aber es gibt keinen Augenzeugen mehr, der noch von Carl Benz'
erster Autofahrt berichten könnte, geschweige denn von
Napoleon oder gar von Christopher Kolumbus' Entdeckung.
Trotzdem gibt es ein Wesen, das davon berichten könnte: eine
600 Jahre alte Eiche – wenn sie doch nur sprechen könnte
... Aber wovon würde sie erzählen? [mehr]
Werden Eichen 1000 Jahre alt?
Bei unseren Recherchen stellten wir fest, dass es in Deutschland
mindestens 60 so genannte "1000-jährige Eichen"
gibt. Mit dabei sind ebenso berühmte wie beliebte
Ausflugsziele wie die bizarre Femeiche von Raesfeld in Westfalen,
die Ivenacker Eichen in Mecklenburg-Vorpommern oder die
Begräbniseiche von Nöbdenitz in Thüringen. [mehr]
Zwischen März und April erwacht die Eiche aus ihrer
Winterruhe. In jedem Jahr hat sie dann das gleiche Problem: Wie
kann sie das erste frische Wasser vom Boden bis in die Krone
transportieren? [mehr]
Wenn der Baumdoktor kommt...
Eine alte Eiche: Sie ist über 500 Jahre alt und ein
Naturdenkmal. Sie wächst in einem Ausflugsgebiet im
niederrheinischen Straelen. Im Laufe der Jahre hat sich in der
Eiche eine riesige Baumhöhle gebildet. Heute trägt nur
noch eine fünf Zentimeter dicke Außenhülle die
ganze Last des Baumes. [mehr]
Weihnachten im Jahr 1999. In Europa wütet ein verheerender
Sturm: Lothar. Mit Windgeschwindigkeiten von über 200
Kilometern in der Stunde entwurzelt er mehr als 200 Millionen
Bäume und richtet Schäden in Höhe von etwa 10
Milliarden Euro an. Als der Sturm vorüber ist, kann man in
vielen Wäldern – besonders im Schwarzwald – ein
erstaunliches Phänomen beobachten: An den Waldrändern
sind viele Bäume stehen geblieben. 30 bis 40 Meter vom Rand
entfernt hat der Sturm dagegen besonders viele Bäume
umgeworfen. [mehr]
Im Botanischen Institut der Universität Hohenheim lagern
über 40.000 Holzproben. Jede einzelne von ihnen ist
Bestandteil eines ganz besonderen Kalenders: des Süddeutschen
Jahrringkalenders. Er reicht mehr als 14.000 Jahre in die
Vergangenheit und ist die Grundlage für eine der
zuverlässigsten Datierungsmethoden innerhalb der
Archäologie, der Dendrochronologie. [mehr]