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Quarks & Co
Sendung vom 23. Mai 2006
Der Quarks-Test: Das doppelte Lottchen
Eineiige Zwillinge sehen sich meistens so ähnlich, dass sie
häufig verwechselt werden, vor allem als Kinder. Es soll sogar
vorkommen, dass manche im Schulunterricht die Chance einfach mal
kurz nutzen, die Rollen zu tauschen und ihr Umfeld hereinzulegen
– oder bei einer Klassenarbeit besser abzuschneiden. Im Roman
"Das doppelte Lottchen" von Erich Kästner tauschen
Zwillinge, die bei ihren getrennt lebenden Eltern aufwachsen, sogar
ihre gesamten Lebensumstände: Luise fährt als Lotte zur
Mutter, Lotte als Luise zum Vater.
Quarks & Co wollte wissen, ob so ein Rollentausch wirklich
funktioniert, und zwar bei erwachsenen Zwillingen. Die beiden
eineiigen Zwillinge Miriam und Christiane waren begeistert von der
Idee, für einen Tag das Leben der anderen zu führen.
Quarks & Co hat sie mit der Kamera begleitet und beobachtet,
wen die beiden täuschen können.
Sehen Sie den gesamten Beitrag hier als RealVideo
Frühstücken im Stammcafé, ein Rezept oder eine Jeans abholen - kein Problem: Der Tausch der Personen bleibt unbemerkt. Auch beim Türken um die Ecke kann die falsche Schwester anschreiben lassen. Menschen, die die Zwillinge nicht sehr gut kennen, werden offenbar vom äußeren Erscheinungsbild getäuscht.
Bei Freunden wird die Sache schon komplizierter. Kurzzeitig lassen sich einige von der Doppelgängerin täuschen. Wenn dann allerdings das Original dazu kommt, dauert es nicht lange, bis der Schwindel auffliegt. Bei Partnern oder guten Freunden, die zumindest einen von beiden sehr gut kennen, funktioniert die Täuschung dagegen nur für wenige Sekunden. Den meisten fällt der Schwindel schon aus der Entfernung auf. Selbst wenn die Zwillinge noch versuchen, den Tausch zu leugnen, lassen sich die guten Freunde nicht umstimmen. Dafür sind selbst eineiige Zwilling zu verschieden. So einfach ist ein Identitätswechsel also doch nicht - zum Glück.
Ulrich Grünewald
Stand: 02.10.2006
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