Hauptnavigation

Freitag, 10.02.2012

Suche im Redaktionsangebot von Quarks & Co
  • Tipps zur vergrößerten Ansicht.
  • Kontakt zur Redaktion.
  • Alle WDR Sendungen von A bis Z.
  • Inhaltsverzeichnis WDR.de.
  • Hilfe.
  • Multimedia.

Navigation


Zurück: Januar 2012 Sendeplan für Februar 2012 Weiter: März 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
01 02 03 04 05
06 07 08 09 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29

Sie befinden sich hier: > WDR.de > WDR Fernsehen > Wissen > Quarks & Co > Sendung vom 30. Januar 2007 > Münster: Eine Stadt kämpft gegen den Klimawandel


Münster: Eine Stadt kämpft gegen den Klimawandel

Radfahren, Solarstrom, Energiesparhäuser

  • SendeterminDienstag, 30. Januar 2007, 21.00 - 21.45 Uhr .
  • WiederholungsterminSamstag, 03. Februar 2007, 10.15 - 11.00 Uhr (Wdh.).

Energie sparen: Kleinvieh macht auch Mist

Foto: Fahrradfahrer, blaue Stunde
In Münster fährt man Rad – und das bedeutet weniger CO2–Ausstoß in der Stadt

Die eine, große und alles entscheidende Lösung gibt es nicht – um den Ausstoß von CO2 zu senken, sind viele Maßnamen nötig. Das haben hat die Stadtregierung in Münster im Jahr 1995 erkannt, und so laufen im Jahr 2007 mittlerweile 80 Aktionen in den Bereichen Energie, Verkehr, Siedlungsplanung, Abfall, Landwirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit. Schon seit den 90er Jahren ist der Verkehr ein Schwerpunkt – schließlich fällt hier besonders viel CO2 an. Ergebnis: Die Münsteraner erledigen 40 Prozent ihrer täglichen Wege mit dem Rad, 2003, 2004 und 2005 wurde Münster als "Fahrradfreundlichste Stadt" Deutschlands ausgezeichnet. Ein anderer der kleinen Schritte: Die Mitarbeiter der Stadt werden regelmäßig darin geschult, sich im Büroalltag energiesparend zu verhalten. "Wenn ich allein jede Mittagspause den Bildschirm ausschalte, spare ich im Jahr Strom für 4, 50 Euro – nicht sehr viel. Aber wenn alle zweieinhalbtausend Stadtmitarbeiter das machen, sparen wir Strom für 12.000 Euro – und das ist eine stolze Summe", erklärt Birgit Wildt, Mitarbeiterin im Umweltamt.

Die Bürger verdienen mit

Foto: Solarzellen vor Kraftwerk
Möglichst viele Solaranlagen und ein Kraftwerk, das nach dem Prinzip "Kraft- Wärme – Kopplung" arbeitet – auch bei der Energieerzeugung spart Münster Strom

Regenerative Energien spielen in Münster eine große Rolle: rund fünf Prozent des in der Stadt benötigten Strom produzieren Sonne und Wind. Die Stadt fördert regenerative Energien. Heute produzieren Sonne und Wind fünf Prozent des in der Stadt benötigten Stroms. Damit es noch mehr wird, stellt die Stadt Bürgern öffentliche Flächen für Solaranlagen zur Verfügung; beispielsweise auf dem Dach der Halle Münsterland. Nicht jede Solaranlage gehört dabei der Stadt selbst. Auf dem Dach der Halle Münsterland steht beispielsweise eine "Bürgersolaranlage", bezahlt von Bürgern der Stadt, die mit dem dort produzierten Strom mittlerweile Geld verdienen. Die Stadt stellt in diesem Fall lediglich die Fläche, also das Dach, zur Verfügung. Neben der Förderung der regenerativen Energien führt auch die bessere Ausnutzung von konventionellen Kraftstoffen zu einer deutlichen CO2-Reduzierung. Deshalb hat Münster sein altes Kraftwerk saniert: Statt Kohle wird dort jetzt Gas verbrannt. Die dabei entstehende Wärme wird ins Fernwärmenetz eingespeist. Durch diese sogenannte Kraft-Wärme–Kopplung werden knapp 90 Prozent der im Erdgas gebundenen Energie genutzt – normalerweise sind es nur etwa 60 Prozent. Durch diese Umstellung konnte Münster seinen CO2 Ausstoß um 10 Prozent senken.

Heizenergie sparen, Haus für Haus

Foto: Wärmedämmung wird an Wand angebracht
Eine gute Wärmedämmung ist das A und O für ein Niedrigenergiehaus

Die Deutschen verbrauchen für das Heizen die meiste Energie – mehr noch als für Verkehr und Industrie. Entsprechend wichtig sind Programme zur Senkung von Heizkosten: Münster unterstützt Besitzer von Altbauten bei der Sanierung durch gezielte Beratung, damit sind 50 – 60 Prozent weniger Heizkosten möglich. Häusle-Bauer zwingt man sogar zu ihrem Glück: Die Stadt verkauft Grundstücke nur noch an solche Bauherrn, die sich dazu verpflichten, ein Niedrigenergiehaus zu bauen. "Zuerst haben manche Bürger gemurrt, aber heute empfinden sie es als Sicherheit", sagt Birgit Wildt vom Umweltamt. "Um ein Niedrigenergiehaus zu heizen, brauchen Sie 65 Kilowattstunden Strom pro Jahr und Quadratmeter. Bei einem Altbau sind es dagegen 200." So entstanden in den letzten Jahren in Münster 6.500 Niedrigenergiehäuser - und Münster hat neben vielen anderen Auszeichnungen im November 2006 einen besonderen Ehrentitel erhalten: Die Stadt erhielt den von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) verliehenen Titel "Bundeshauptstadt Klimaschutz 2006".

:

Christina Krätzig

Stand: 23.01.2007


Alle Beiträge


Der CO2-Rechner

Grafik: Der CO2-Rechner

Hier gibt es Ihre persönliche Klimabilanz und viele Tipps, wie Sie Treibhausgase einsparen können. [mehr]


Quarks-Klima-Quiz

Quarks-Klima-Quiz

Treibt es Ihnen den Schweiß auf die Stirn oder lassen Sie unsere Fragen kalt - Machen Sie den Klima-Test. [mehr]


Mehr zum Thema


Verwandte Themen


Vorschauvideo

Alkohol - die älteste Droge der Welt


Die Top10 Videos
im Januar

Schriftzug "Top10" vor blauem Hintergrund

Schauen Sie sich hier die beliebtesten Quarks & Co-Videos aus dem Januar an. [mehr]


Die Quarks-Symphonie


Die Top10 Videos der Zuschauerfragen

Schriftzug "Zuschauerfragen" vor blauem Hintergrund

Hier sehen Sie die beliebtesten Zuschauerfragen und ihre Auflösungen. [mehr]


Unsere Fan-Seite


Wissen macht Spaß


Service

Skript, Newsletter, Mitschnitt & Co. [mehr]


Sendetermine


  • Seite empfehlen.

Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.