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Gelée royale, Propolis & Co

  • SendeterminDienstag, 29. Mai 2007, 21.00 - 21.45 Uhr .

Honig und Bienenwachs, aber auch Gelée royale, Propolis, Bienengift für medizinische Zwecke und sogenanntes Bienenbrot sind Produkte, die der Mensch den fleißigen Bienen abnimmt. Am rätselhaftesten ist sicher der spezielle Futtersaft, den die Larven bekommen - das Gelée royale. Es entsteht in den Schlund- und Kieferdrüsen der Ammenbienen. Die überwiegende Zahl der Larven bekommt das Gelée royale nur einige Tage lang, dann gibt es für sie nur noch Nektar, Pollen und Honig. Solche mit Mischkost aufgezogenen Larven werden zu normalen Arbeitsbienen oder Drohnen. Doch einige wenige erhalten das Spezialfutter, bis sie ausgewachsen sind. Und nur diese Larven entwickeln sich zu Königinnen. Das Gelée royale, unter Fachleuten auch Weiselfuttersaft genannt, enthält Zucker sowie viel Eiweiß und Aminosäuren. Diese Proteine sorgen dafür, dass eine Larve zu einer Königin wird. Auch die erwachsene Königin bekommt lebenslang das Kraftfutter, weil sie sonst keine Eier legt. Gelée royale ist als Naturheilmittel und Zutat in Kosmetika beliebt, allerdings ist es schwierig zu gewinnen und daher teuer.

Propolis ist ein Kittharz, mit dem die Bienen ihre Waben abdichten und das eine desinfizierende Wirkung hat. Ob diese Bienenprodukte auch Menschen so gut bekommen, ist umstritten. Denn obwohl Propolis und Gelée royale sowie von den Bienen angereicherte Pollen (sogenanntes Bienenbrot) gerne als gesund und förderlich für das Immunsystem beworben werden, sind solche Wirkungen für Menschen streng genommen nicht belegt. In der Volksheilkunde erfreuen sie sich allerdings eines außerordentlich guten Rufes und in der Kosmetik sind sie ebenfalls beliebt.
Laut Bundesamt für Risikobewertung tragen die Bienensäfte jedoch ein erhebliches Allergiepotenzial, es gab schon Todesfälle nach Einnahme von Gelée royale. Propolis und Gelée royale gelten deshalb nicht als Lebensmittel, sondern als Arzneimittel mit Nebenwirkungen und unterliegen in Deutschland dem Arzneimittelgesetz. Auch als Zusatzstoffe in Kosmetika können sie zu allergischen Reaktionen führen.


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