Hauptnavigation

Sonntag, 27.05.2012

Suche im Redaktionsangebot von Quarks & Co
  • Tipps zur vergrößerten Ansicht.
  • Kontakt zur Redaktion.
  • Alle WDR Sendungen von A bis Z.
  • Inhaltsverzeichnis WDR.de.
  • Hilfe.
  • Multimedia.

Navigation


Zurück: April 2012 Sendeplan für Mai 2012 Weiter: Juni 2012
Mo Di Mi Do Fr Sa So
01 02 03 04 05 06
07 08 09 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31

Sie befinden sich hier: > WDR.de > WDR Fernsehen > Wissen > Quarks & Co > Sendung vom 29. Mai 2007 > Nostalgischer Charme


Nostalgischer Charme

Imker in Deutschland haben Nachwuchsprobleme

  • SendeterminDienstag, 29. Mai 2007, 21.00 - 21.45 Uhr.
Foto: Imker
Peter Kassner: Die Bienen sind sein Hobby

Peter Kassner aus Bergisch Gladbach ist mit seinen 59 Jahren ein typischer deutscher Imker. In seinem Garten hat er acht Bienenstöcke. Seine Leidenschaft für die Imkerei begann vor 25 Jahren, am Anfang eher unfreiwillig, wie der Hobbyimker erzählt: Sein Vater hatte Bienen, und als der erkrankte, musste Peter Kassner ihm beim Imkern helfen. Nach einiger Zeit investierte der Sohn soviel Zeit in die Bienenstöcke bis er sie schließlich ganz übernahm. Seit dem ist er "süchtiger" Imker. Über 80.000 Imker gibt es in Deutschland. Nur etwa 2.000 davon leben hauptsächlich von der Imkerei, und nur rund 3.000 bestreiten einen wesentlichen Anteil ihres Einkommens über die Produktion von Honig. Für den überwiegenden Rest ist die Bienenzucht reines Hobby.

Imkern ist nichts für Unzuverlässige

Foto: schneidet Waben aus
In den Waben der Drohnen kann die Varroamilbe lauern

Im Frühling gibt es für den Imker einiges zu tun an seinen Bienenstöcken. Alle paar Tage kontrolliert Peter Kassner, ob es Anzeichen für das Heranwachsen einer neuen Königin gibt. Übersieht er die Brutwabe und eine neue Königin schlüpft, verlässt die alte Königin mit dem Großteil ihres Gefolges den Stock - die Honigbienen schwärmen aus. Für den Imker würde das den Verlust eines Volkes bedeuten. Auch die Brut zu vieler männlicher Bienen, der Drohnen will Kassner verhindern, denn die bringen keinen Honig. Deshalb schneidet er Waben mit Drohnen regelmäßig aus dem Stock heraus. Das Wachs schmilzt er ein und verwendet es zum Beispiel für Kerzen. Das Entfernen der Drohnenwaben hat einen günstigen Nebeneffekt: Es erschwert einem gefürchteten Bienenparasiten, der Varroamilbe, den Befall. Denn diese Schädlinge nisten besonders gerne in den Waben der Drohnen.

Furcht vor Schädlingen

Peter Kassner weiß, was es heißt, wenn die Varroamilbe ein Bienenvolk befällt. Schließlich hat er im Winter 2006 / 2007 selbst acht Völker durch den Parasiten verloren. Doch es gibt noch andere Schädlinge, vor denen er seine Tiere schützen muss, Mäuse zum Beispiel. Gelangen sie im Winter in den Bienenstock, gefährden sie das Überwintern der Tiere. Imkern ist kein billiges Vergnügen. Allein die Kosten für die Grundausstattung werden vom Deutschen Imkerbund mit ca. 1350,- Euro angegeben. Dazu kommen die laufenden Ausgaben und die Gefahr, dass ein Volk ersetzt werden muss. Jedes Jungvolk kostet 80 bis 100 Euro. In einem schlechten Jahr, in dem ein Hobbyimker mehrere Völker nachkaufen muss, kommen da leicht ein paar hundert Euro zusammen. Und das kommt häufig vor, etwa 10 Prozent Verlust sind normal. Wird ein Bienenvolk gut gehalten, so rechnet man pro Volk mit Kosten von 50 bis 80 Euro im Jahr.

Nur noch halb so viele Völker

Foto: Honig fließt in Wabe
Wenn der Honig fließt, hat sich die Arbeit gelohnt

Kosten und Verlustrisiken schrecken neben der regelmäßigen Arbeit viele ab, deshalb gibt es seit Jahren schon Probleme mit dem Nachwuchs. Die Imkervereine bemühen sich darum, die Bienenzucht attraktiver zu machen. Sie stellen Interessierten Bienenvölker zur Probe zur Verfügung und betreuen die Anfänger. Doch die Anzahl der Hobbyimker geht zurück: Seit den 1950er Jahren hat sich die Zahl der Imker in Deutschland halbiert. Ebenso die Zahl der Honigbienenvölker, sie ging von 2 Millionen auf 800.000 zurück.

Peter Kassner wird seinem Hobby jedoch treu bleiben, und für ihn rechnet sich die Imkerei sogar. Denn er produziert sechs bis sieben Zentner Honig pro Jahr. Über den Verkauf finanziert er seine Bienen. Meist verkauft er an Stammkunden. Zwar sei sein Honig teurer als Billigimporte, so Peter Kassner, doch bei ihm wisse man, dass der Honig eben echt sei und nicht gestreckt oder durch Pestizide verunreinigt.

 

:

Hilmar Liebsch

Stand: 15.07.2007


Alle Beiträge


Der Quarks-Bienenstock

Grafik: Fruchtbare Volkswirtschaft

Biene, Drohne, Königin: Wer macht was? Das Spiel aus der faszinierenden Welt der Bienen: Schaffen Sie es, den Honigtopf zu füllen? [mehr]


Quarks-
Bienen-Quiz

Grafik: Quarks-Bienen-Quiz

Wenn Sie Honig aus den Quarks & Co-Beiträgen gesogen haben sind Sie bei unserem Quiz richtig. [mehr]


Mehr zum Thema


Verwandte Themen


Vorschauvideo

Edelschimmel und Scheibletten - die Wissenschaft vom Käse


Die Top10 Videos
im April

Schriftzug "Top10" vor blauem Hintergrund

Schauen Sie sich hier die beliebtesten Quarks & Co-Videos aus dem April an. [mehr]


Neu: Quarks & Co eBook

Titel Dossier

Entdeckungen im
Kölner Dom

Das Dossier gibt es jetzt als interaktives eBook für das iPad im ibookstore.


Die Quarks-Symphonie


Die Top10 Videos der Zuschauerfragen

Schriftzug "Zuschauerfragen" vor blauem Hintergrund

Hier sehen Sie die beliebtesten Zuschauerfragen und ihre Auflösungen. [mehr]


Unsere Fan-Seite


Wissen macht Spaß


Service

Skript, Newsletter, Mitschnitt & Co. [mehr]


Sendetermine


  • Seite empfehlen.

Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.