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Quarks & Co
Sendung vom 27. November 2007
Verrückte Ideen für das Klima
Weltweit tüfteln Forscher an Plänen, mit denen das Klima zu retten wäre. Dabei kommen ziemlich seltsame Vorschläge heraus – die fünf skurrilsten haben wir hier zusammengestellt.
Rülpsende Nutztiere sind für 15 Prozent der weltweiten Methanemission verantwortlich – und Methan ist zwanzigmal schädlicher als CO2! Wilfried Dochner von der Universität Stuttgart hat eine Kautablette entwickelt, welche die Entstehung von Methan im Magen der Wiederkäuer verhindern soll. Das verhindert Rülpser – und hält die Umwelt methanfrei.
Wissenschaftler von der Uni Sidney wollen mit Nitrat und Eisen die Ozeane düngen. So soll ein künstlicher Algenteppich entstehen, der das CO2 dauerhaft aus der Luft zieht– so das Kalkül der Wissenschaftler. Was die Chemie im Wasser jedoch noch alles anrichtet und ob’s die Fische überleben: Das weiß keiner.
Vulkanausbrüche kühlen erwiesenermaßen die Atmosphäre ab. Paul Crutzen, Nobelpreisträger vom Mainzer Max-Planck-Institut, will diesen Effekt imitieren: mit einer künstlichen Schwefelschicht in der Atmosphäre. Wie nach einem Vulkanausbruch. Das könnte funktionieren. Doch der Schwefel wird früher oder später auch wieder herab auf die Erde rieseln – und hier unten ist er giftig.
Bäume sind gut fürs Klima. Künstliche Bäume sind noch besser. Sie sollen der Atmosphäre wie Staubsauger das CO2 entziehen, so der Vorschlag des deutschen Wissenschaftlers Paul Lackner aus den USA. Das Problem: die extrem hohen Kosten und die berechtigten Zweifel daran, ob diese Idee schon ausgereift ist.
Erdacht am National Laboratory in Kalifornien: Man schieße eine Rakete ins All und parke dort Billionen kleiner Spiegel. Die legen sich wie ein Klimaschild um die Erde. Das Sonnenlicht wird reflektiert, die Atmosphäre kühlt sich ab. Prima Klima? Leider nein – ein winziger Rechenfehler, und auf der Erde bricht ungewollt die nächste Eiszeit aus.
Birgit Thater
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