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Quarks & Co
Sendung vom 19. Februar 2008
Was ist los mit dem Zappelphilipp?
Sie sind hyperaktiv, lassen sich leicht ablenken und flippen einfach so aus: Kinder mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung – kurz ADHS genannt. Über kaum eine andere psychische Störung wird so erbittert und kontrovers diskutiert. Quarks & Co betrachtet ADHS aus verschiedenen Perspektiven: Eltern, Kinder, Ärzte, Forscher, Psychologen und Pharmaindustrie.
Knapp fünf Prozent aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland leben mit der Diagnose ADHS. Die Eltern müssen nicht nur mit den Eigenarten ihrer Kinder zurechtkommen, sondern auch mit den Vorurteilen von Außenstehenden. Sätze wie „die brauchen mehr Bewegung“ und „da fehlen klare Regeln und Grenzen in der Erziehung“ sind an der Tagesordnung. Aus der Nähe betrachtet sieht die Sache nicht mehr so einfach aus. Oft stehen Eltern vor einer schwerwiegenden Entscheidung: Sollen sie ihrem Kind Psychopharmaka geben oder nicht?
Die meisten Wissenschaftler sind sich einig: Sie halten eine Stoffwechsel-Störung im Gehirn für den Auslöser der ADHS und vermuten eine genetische Ursache. Kritiker sprechen dagegen von Hysterie: Schließlich gibt es kein klares körperliches Merkmal, das einzigartig für ADHS ist. Quarks & Co erklärt, wie schwierig, aufwändig und zeitintensiv die Diagnose von ADHS ist.
ADHS-Kinder haben es schwer: Sie wollen jeden Tag aufs Neue nett und freundlich sein. Sie wollen nicht negativ auffallen. Sie wollen lernen, Freunde haben und sich an Regeln halten. Aber all das will ihnen nicht gelingen, so sehr sie sich auch bemühen. Wie sieht ein ADHS-Kind seine „Fehlfunktion“? Wie verkraftet es das Kind, immer anzuecken? Und wie geht es damit um, täglich Methylphenidat zu schlucken? Quarks & Co begleitet ein ADHS-Kind.
Redaktion: Wolfgang Lemme
Michael Houben, Wobbeke Klare, Jakob Kneser, Anne Preger, Mike Schäfer
Stand: 12.02.2008
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