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Quarks & Co
Sendung vom 10. Juni 2008
Der Quarks & Co Impf-Check
Seit August bis Oktober 2007 haben wir zum Quarks Impf-Check im Internet aufgerufen. Über 5.000 Quarks-Zuschauer haben mitgemacht – was dabei herausgekommen ist, erfahren Sie hier.
Neun von zehn Befragten haben einen Impfpass.
In Deutschland erhält jeder Mensch bei seiner Geburt einen Internationalen Impfausweis, auch als Impfpass, Impfbuch oder ganz offiziell "Internationale Bescheinigungen über Impfungen und Impfbuch" bekannt. Im Impfpass werden alle erhaltenen Impfungen eingetragen. Das ist vor allem deshalb wichtig, damit nicht falsche oder schon vorhandenen Impfungen durchgeführt werden. In manchen Ländern muss der Ausweis bei der Einreise vorgelegt werden. Falls Sie keinen Impfausweis mehr besitzen, erhalten Sie einen bei Ihrem Gesundheitsamt.
Gegen Masern, Röteln und Mumps sind im Schnitt nur 45 Prozent der Befragten geimpft, etwa 30 Prozent sind sicher nicht geimpft, jeder Vierte weiß gar nicht, ob er gegen diese Krankheiten geimpft ist oder nicht.
Gegen Pocken sind die Hälfte der Befragten geimpft, ein Viertel ist sicher nicht geimpft, fast ein Viertel der Quarks Zuschauer weiß nicht, ob eine Pockenimpfung stattgefunden hat.
Über ihre Impfungen gegen Kinderlähmung und Tetanus wissen die Befragten deutlich besser Bescheid: Immerhin 84 Prozent sind gegen diese Erkrankungen geimpft, etwa 5 Prozent sind nicht geimpft, und nur rund 10 Prozent wissen nicht, wie es um ihren Impfschutz bestellt ist. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass die Schluckimpfung gegen Kinderlähmung vielen in Erinnerung geblieben ist.
Nur 30 Prozent der Befragten sind gegen Keuchhusten geimpft. Fast 40 Prozent sind sicher nicht geimpft und etwa jeder Dritte weiß über seinen Impfschutz nicht bescheid. Etwas anders sieht es bei der Impfung gegen Diphtherie (Krupphusten) aus. Gegen diese Erkrankung sind weit über die Hälfte (61 Prozent) der Befragten geimpft, doch jeder Fünfte weiß aber auch hier nicht, ob ein Impfschutz besteht oder nicht.
...Masern
Falls Sie sich jetzt fragen, ob Erwachsene diese Impfung
noch nachholen sollten: Eine Masernimpfung wird von der
Ständigen Impfkommission nur für Erwachsene empfohlen,
die in bestimmten Berufszweigen arbeiten, etwa im Gesundheitswesen
oder in der Kinderbetreuung.
...Röteln
Gegen Röteln sollte sich - wegen der Gefahr eines
Schadens für das ungeborene Kind - jede Frau mit Kinderwunsch
impfen lassen.
...Mumps
Auch die Mumpsimpfung wird vor allem Erwachsenen empfohlen, die
beruflich viel mit Kindern zu tun haben oder im Gesundheitswesen
tätig sind.
...Pocken
Pocken wurden von der Weltgesundheitsorganisation WHO 1980
als ausgerottet erklärt, eine Auffrischung der Pockenimpfung
ist daher nicht mehr nötig. 1983 wurde in Deutschland die
Impfpflicht gegen Pocken eingestellt.
...Polio
Die Kinderlähmung, kurz Polio genannt, gilt zumindest in
Europa seit 2002 als besiegt, eine Auffrischung der Polio-Impfung
wird nur bei Reisen in Risikogebiete empfohlen, denn in Afrika und
Asien tritt die Kinderlähmung nach wie vor auf. So wurden im
Jahr 2006 Epidemien aus Nigeria und Indien gemeldet.
...Tetanus
Tetanus oder Wundstarrkrampf ist eine Erkrankung, die durch Impfung
nicht ausgerottet werden kann, weil die Bakterien auch
außerhalb des Menschen überleben. Daher sollte man sich
unbedingt gegen Tetanus impfen lassen. Bei dieser Impfung handelt
es sich um einen Totimpfstoff, d.h. um einen kompletten Impfschutz
zu erhalten, muss mehrmals innerhalb kurzer Zeit geimpft werden und
die Impfung danach regelmäßig aufgefrischt werden. Die
Impfung erfolgt im ersten Lebensjahr im Alter von 3 Monaten, meist
wird dreimal im Abstand von vier Wochen geimpft. Eine vierte
Impfung erfolgt im 2. Lebensjahr. Zusätzlich sollten die
Impfungen gegen Tetanus alle 10 Jahre aufgefrischt werden, um den
Impfschutz zu erhalten.
...Keuchhusten
Die Schutzimpfung gegen Keuchhusten wird im Allgemeinen
nur Kindern empfohlen, und zwar zusammen mit der Impfung gegen
Diphtherie und Tetanus im dritten Lebensmonat. Diese Impfung wird
heute in einer 6fach Kombinationsspritze zusammen mit 3 weiteren
Impfstoffen gegen Haemophilus influenzae, Hepatitis B sowie
Kinderlähmung (Polio) empfohlen. Es wird dreimal im Abstand
von vier Wochen geimpft. Eine vierte Impfung erfolgt im 2.
Lebensjahr. Seit Kurzem empfiehlt die Ständige Impfkommission
noch zwei weitere Auffrischimpfungen gegen Keuchhusten: einmal im
Alter zwischen 5 und 6 Jahren und eine weitere zwischen dem 9. Und
17. Lebensjahr. Nach dieser vollständigen Grundimmunisierung
hält der Impfschutz in der Regel etwa 10 Jahre an. Da
Keuchhusten nur für Kleinkinder tödlich ist, wird nach
dem 19. Lebensjahr keine weitere Auffrischimpfung empfohlen.
...Diphtherie
Die Impfung gegen Diphtherie wird heute für
gewöhnlich zusammen mit der Impfung gegen Tetanus,
Keuchhusten, Haemophilus influenzae, Hepatitis B und
Kinderlähmung in einer 6fach Kombinationsspritze gegeben. Bei
dieser Impfung handelt es sich um einen so genannten Totimpfstoff,
d.h. um einen kompletten Impfschutz zu erhalten, muss mehrmals
innerhalb kurzer Zeit geimpft werden und die Impfung danach
regelmäßig aufgefrischt werden. Gegen Diphtherie wird
dreimal im Abstand von vier Wochen geimpft. Eine vierte Impfung
erfolgt im 2. Lebensjahr. Zusätzlich sollten die Impfungen
gegen Tetanus und Diphtherie (Krupphusten) alle 10 Jahre
aufgefrischt werden, um den Impfschutz zu erhalten.
Was die Auffrischungsimpfung angeht, herrscht bei den Quarks & Co-Zuschauern noch Nachholbedarf: fast jeder Vierte (24 Prozent) hat seine letzte Tetanusimpfung vor über 10 Jahren bekommen oder weiß es nicht, hat also keinen ausreichenden Impfschutz mehr.
Einen ausreichenden Impfschutz gegen Diphtherie haben sogar nur 48 Prozent der Befragten. Dabei sind diese Impfungen umsonst: die gesetzliche Krankenversicherung zahlt alle von der STIKO empfohlenen Standardimpfungen, und dazu gehören auch diese Auffrischungsimpfungen.
...Tetanus und Diphtherie
Bei dieser Impfung gegen Tetanus und Diphtherie handelt es sich um
einen so genannten Totimpfstoff, d.h. um einen kompletten
Impfschutz zu erhalten, muss mehrmals innerhalb kurzer Zeit geimpft
werden und die Impfung danach regelmäßig aufgefrischt
werden. Die Impfung wird im dritten Lebensmonat empfohlen. Meist
wird dreimal im Abstand von vier Wochen geimpft. Eine vierte
Impfung erfolgt im 2. Lebensjahr. Zusätzlich sollten die
Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie (Krupphusten) alle 10 Jahre
aufgefrischt werden, um den Impfschutz zu erhalten.
Über 40 Prozent der Befragten im Quarks & Co Impf-Check wissen nicht, ob man die Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln oder Pocken auffrischen muss. Gut 10 Prozent denken sogar, man müsse auffrischen. Das ist jedoch nicht der Fall, wenn die Masernimpfung korrekt durchgeführt wurde. Bei Tetanus wissen immerhin 65 Prozent, dass eine Auffrischung notwendig ist. Hier liegen nur 15 Prozent falsch. 20 Prozent der Zuschauer wissen es nicht.
...Masern, Röteln, Mumps
Die Impfungen gegen Masern, Röteln und Mumps (MMR)
müssen generell nicht aufgefrischt werden, da sie als
Lebendimpfungen einen lebenslangen Impfschutz bieten. Aber es muss
zweimal geimpft werden: Denn etwa 15 Prozent der Kinder reagieren
nicht auf die erste Impfung. Daher wird innerhalb eines Jahres die
MMR-Impfung wiederholt, um einen sichern 100 prozentigen Schutz zu
garantieren. Herrscht in Deutschland für die erste MMR-Impfung
noch eine Impfquote von fast 94 Prozent, nehmen nur etwa 74 Prozent
auch die zweite Impfung wahr – zu wenige, um einen
ausreichenden Impfschutz zu gewährleisten.
...Pocken
Pocken wurden von der Weltgesundheitsorganisation WHO 1980 als
ausgerottet erklärt, eine Auffrischung der Pockenimpfung ist
daher nicht mehr nötig. 1983 wurde in Deutschland die
Impfpflicht gegen Pocken eingestellt.
...Polio
Die Kinderlähmung, kurz Polio genannt, gilt zumindest
in Europa seit 2002 als besiegt, eine Auffrischung der
Polio-Impfung wird nur bei Reisen in Risikogebiete empfohlen, denn
in Afrika und Asien tritt die Kinderlähmung nach wie vor auf.
So wurden im Jahr 2006 Epidemien aus Nigeria und Indien
gemeldet.
...Keuchhusten
Die Schutzimpfung gegen Keuchhusten wird im Allgemeinen
nur Kindern empfohlen, und zwar zusammen mit der Impfung gegen
Diphtherie und Tetanus im dritten Lebensmonat. Diese Impfung wird
heute in einer 6fach Kombinationsspritze zusammen mit 3 weiteren
Impfstoffen gegen Haemophilus influenzae, Hepatitis B sowie
Kinderlähmung (Polio) empfohlen. Es wird dreimal im Abstand
von vier Wochen geimpft. Eine vierte Impfung erfolgt im 2.
Lebensjahr. Seit Kurzem empfiehlt die Ständige Impfkommission
noch zwei weitere Auffrischimpfungen gegen Keuchhusten: einmal im
Alter zwischen 5 und 6 Jahren und eine weitere zwischen dem 9. Und
17. Lebensjahr. Nach dieser vollständigen Grundimmunisierung
hält der Impfschutz in der Regel etwa 10 Jahre an. Da
Keuchhusten nur für Kleinkinder tödlich ist, wird nach
dem 19. Lebensjahr keine weitere Auffrischimpfung empfohlen.
...Diphtherie
Die Impfung gegen Diphtherie wird heute für gewöhnlich
zusammen mit der Impfung gegen Tetanus, Keuchhusten, Haemophilus
influenzae, Hepatitis B und Kinderlähmung in einer 6fach
Kombinationsspritze gegeben. Bei dieser Impfung handelt es sich um
einen so genannten Totimpfstoff, d.h. um einen kompletten
Impfschutz zu erhalten, muss mehrmals innerhalb kurzer Zeit geimpft
werden und die Impfung danach regelmäßig aufgefrischt
werden. Gegen Diphtherie wird dreimal im Abstand von vier Wochen
geimpft. Eine vierte Impfung erfolgt im 2. Lebensjahr.
Zusätzlich sollten die Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie
(Krupphusten) alle 10 Jahre aufgefrischt werden, um den Impfschutz
zu erhalten.
Immerhin 43 Prozent der Befragten haben schon ein- oder mehrmals gegen Grippe impfen lassen.
...Grippe
Eine Grippeimpfung wird eher älteren Menschen ab 60 oder
chronisch Kranken empfohlen. Diese Impfung wird daher meist auch
nur in solchen Ausnahmefällen von den Krankenkassen
übernommen. Da sich das Grippevirus ständig ändert,
wird jedes Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt. Die Impfung muss
daher auch jedes Jahr im Herbst erneut erfolgen, um für die
betreffende Grippesaison den Impfschutz zu gewährleisten.
Gegen die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) haben sich 27 Prozent der Befragten impfen lassen.
...FSME
Die FSME-Impfung wird nur Menschen empfohlen, die in bestimmten
Risikogebieten – hauptsächlich in Bayern,
Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen
– leben oder dort Urlaub machen wollen. Diese Risikogebiete
werden vom Robert-Koch-Institut Jahr für Jahr neu festgelegt.
Auf den Internetseiten des RKI kann die aktuelle Deutschlandkarte
mit den Risikogebieten eingesehen werden. Für einen zeitlich
begrenzten Impfschutz – etwa für Urlauber – muss
der Impfstoff mindestens zweimal gegeben werden, für einen
länger bestehenden Impfschutz dreimal. Auffrischimpfungen
werden alle 3 bis 5 Jahre empfohlen.
Reiseimpfungen gegen Cholera, Hepatitis und Co haben nur etwa 40 Prozent der Befragten bisher in Anspruch genommen. Ob dies daran liegt, dass unsere Quarks-Zuschauer nicht so häufig in ferne Länder gereist sind, darüber können wir nur spekulieren. Denn zu den Reisezielen der Zuschauer haben wir keine Informationen erhoben.
...Reiseimpfung
Über Reiseimpfungen muss man sich individuell beraten
lassen. Denn das Auftreten von Krankheitserregern ist von Land zu
Land sehr unterschiedlich. Die aktuellen Informationen erfahren sie
beim Auswärtigen Amt, der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung oder Ihrem Hausarzt. Einige
Reiseimpfungen werden seit Kurzem von vielen Krankenkassen unter
Berücksichtigung der gesetzlichen Zuzahlungen übernommen.
Nähere Informationen erteilen die Krankenkassen durch ihre
Servicezentren.
Insgesamt fühlen sich immerhin 61 Prozent der Quarks & Co-Zuschauer nicht ausreichend über Impfungen informiert. Ein Zustand, den wir durch die Sendung und die Informationen im Internet und im Begleitheft zur Sendung hoffentlich etwas verbessern konnten.
Über die Hälfte der befragten Quarks-Zuschauer (62 Prozent), die an dem Test teilgenommen haben, ist zwischen 30 und 64 Jahren alt. Rund 60 Prozent der Befragten sind Männer, 40 Prozent Frauen. 35 Prozent der Befragten haben Kinder, von denen immerhin 97 Prozent geimpft sind. Wesentliche Unterschiede zwischen Eltern und Kinderlosen konnten wir bei dieser Umfrage nicht feststellen - weder im Impfstatus noch im Impfwissen.
Katrin Krieft
Stand: 31.10.2007
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