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Sendung vom 02. September 2008
Gefährliche Tornados
Meteorologen zählen Tornados zu den gefährlichsten Naturgewalten auf der Erde. Vor allem, weil sie unberechenbar sind: Wann ein Tornado aus den Wolken schießt, lässt sich immer noch nicht genau vorhersagen. Auch wenn sie im Schnitt nur bis zu 15 Minuten dauern und meist nur einen Durchmesser von einigen Metern besitzen, können sie beträchtliche Schäden anrichten. Denn gerade ihr geringer Durchmesser macht ihre Stärke aus. Wie bei einer Eisläuferin, die in einer Pirouette ihre Arme anzieht, wird der Wirbel umso schneller, je enger der Wind um ein Zentrum zirkuliert.
Im Tornado-Test sehen Sie, was Tornados verschiedener Stärke anrichten können: Sobald Sie rechts auf den Button „Weiter“ drücken, erscheint eine Skala mit den Werten EF0 bis EF5 für die Stärke des Tornados.
Klicken Sie einfach auf die einzelnen Stufen – und Sie werden sehen, was mit dem Haus, dem Baum und dem Auto passiert, wenn der Wirbelwind zuschlägt!
Der erste Meteorologe, der die Stärke von Tornados
systematisch beurteilte, war der Japaner Tetsuya Theodore Fujita.
Da die schnellen Wirbelwinde in keine der gängigen Windskalen
passten, entwickelte er 1971 eine eigene: die
Fujita-Skala. Sie umfasst sechs Stufen (F0
bis F5) und schätzt die Windgeschwindigkeit eines Tornados
anhand der verursachten Schäden ab. Seit Februar 2007 gilt zur
Einstufung von Tornados in den USA die weiterentwickelte
Fujita-Skala, die „enhanced fujita scale“, deren Stufen
mit EF0 bis EF5 bezeichnet werden. Die erweiterte Skala bezieht
verschiedene Gebäudetypen als Schadensindikatoren in die
Beurteilung ein und geht von etwas geringeren Windgeschwindigkeiten
aus als das Original.
Im Schnitt gehen in den USA pro Jahr 70 Todesfälle und über 1500 Verletzte auf das Konto von Tornados - einige traurige Highlights:
Der teuerste Tornado verwüstete Oklahoma-City am 3. Mai 1999. In seinem Gefolge zogen mehr als 70 weitere Tornados über Texas, Oklahoma and Kansas hinweg - 48 Menschen starben, der Sachschaden betrug 1,2 Milliarden US-Dollar.
Der Tornado von Oklahoma-City war gleichzeitig auch der schnellste bislang gemessene Tornado mit einer Windgeschwindigkeit von 510 Stundenkilometern.
Der tödlichste Tornado hinterließ am 26. April 1989 in Bangladesch 1300 Todesopfer und machte 80.000 Menschen obdachlos.
Die längste Tornado-Serie wütete 16 Stunden lang am 3. und 4. April 1974 in 13 US-Staaten. Ein Viertel dieser Wirbelwinde erreichte die Stärken F4 und F5. Insgesamt durchzogen damals 148 Tornados die Region und hinterließen 330 Todesopfer sowie einen Schaden von 600 Millionen US-Dollar.
Christine Harbig
Stand: 02.09.2008
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