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Von Höhenwinden "zerpflückt": Hurrikan "Gustav"

Neue Hurrikans folgen

  • SendeterminDienstag, 02. September 2008, 21.00 - 21.45 Uhr .
  • WiederholungsterminSamstag, 06. September 2008, 10.15 - 11.00 Uhr (Wdh.).

New Orleans hat den Hurrikan "Gustav" ohne katastrophale Schäden überstanden. Auch für die US-amerikanische Golfküste ging das Unwetter diesmal einigermaßen glimpflich aus, entgegen den Vorhersagen der US-Wetterbehörde. Wetter-Experte Thomas Sävert von der Meteomedia Unwetterzentrale in Bochum berichtet exklusiv in Quarks & Co, warum "Gustav" ins Straucheln geriet.

Grafik: Nach Hurrikan "Gustav" folgen schon
"Hanna" und "Ike"
Im Anmarsch: Auf Hurrikan "Gustav" folgen bereits "Hanna" und "Ike"

Mit Böen bis zu Tempo 210 und heftigen Regenfällen war "Gustav" am Montag auf das Festland getroffen. Dabei riss er Bäume und Strommasten um, fegte Dachziegel und Regenrinnen von den Häusern. Sieben Menschen kamen ums Leben, so US-Medien. Mit den Todesfällen in den USA steigt die Zahl der Opfer von "Gustav" auf über 100.

Dass es nicht schlimmer gekommen ist, verwundert viele. Denn ursprünglich rechneten die US-Behörden mit Stärke 4 bis 5, also bereits mit dem zweiten Jahrhundert-Hurrikan innerhalb von nur drei Jahren. Erst im August 2005 hatte Hurrikan Katrina New Orleans verwüstet und rund 1.800 Menschen getötet. Deshalb jetzt auch die Evakuierung, insgesamt 2 Millionen Menschen wurden zwangsgeräumt.

Schwer vorherzusagende Höhenwinde hätten Hurrikan Gustav in großer Höhe quasi gestört und zerpflückt, sagt Wetter-Experte Thomas Sävert von der Unwetterzentrale in Bochum gegenüber Quarks. Und so wurde der Hurrikan daran gehindert, über der Karibik noch mal an Kraft zu gewinnen.

Während "Gustav" also zum tropischen Tief abgeebbt ist, bedrohen bereits neue Hurrikane die US-Küste. Im Osten der Karibik könnte der Tropensturm "Hanna" schon bald zum Hurrikan hochgestuft werden. Nach Berechnungen der Meteorologen steuert er zielstrebig auf die US-Küste zwischen Florida und South Carolina zu. Daneben zieht im Atlantik Tropensturm "Ike" Richtung Karibik. Die Meteorologen schließen nach aktuellen Meldungen nicht aus, dass auch er sich "in ein bis zwei Tagen" zum Hurrikan entwickeln könnte - möglicherweise zu einem sehr schlimmen, so Wetterexperte Thomas Sävert.

Autor:

Thomas Kamp

Stand: 02.09.2008


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