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Tatort Meer

...ausgebeutet und zugemüllt

  • SendeterminDienstag, 25. November 2008, 21.00 - 21.45 Uhr .
  • WiederholungsterminSamstag, 29. November 2008, 10.20 - 11.05 Uhr (Wdh.).
Fotomontage: Ranga und ein im Netz gefangener Fisch

Seevögel verhungern, weil ihr Magen voller Plastik ist. Delfine verenden in achtlos weggeworfenen Netzen. Und Piraten bleiben ungestraft – weil der Politik der Mut fehlt. Welche Tragödien sich tagtäglich in unseren Meeren abspielen, bekommen wir nur selten mit. Unsere Ozeane sind eine Lebenswelt, von der die Wissenschaftler weniger wissen als vom Mond – und die es zu schützen gilt. Quarks & Co widmet sich diesem "Tatort Meer".

Das Meer – die größte Mülldeponie der Welt

Ob radioaktive Abfälle oder täglicher Hausmüll – die Weltmeere haben sich in eine gigantische Mülldeponie verwandelt. Wissenschaftler schätzen, dass jedes Jahr dreimal so viel Abfall ins Meer gelangt wie an Fisch herausgeangelt wird. Im niederländischen Nationalpark „Duinen van Texel“ liegen Flaschen, Becher, Schuhe, Folien, kaputte Fischernetze und sogar mannshohe Bottiche im Sand. Sieben bis acht Kilogramm Abfall spült die Nordsee jeden Tag auf den Inselstrand – pro Kilometer! Quarks & Co sieht sich die größte Mülldeponie der Welt einmal genauer an.

Abtauchen zur U-Bahn

Beliebt bei Tauchern und Fischen: künstliche Riffe

Vor der Küste Nordamerikas: In künstlichen Riffen aus ausgedienten Schiffen bildet sich innerhalb weniger Jahre eine faszinierende Unterwasserwelt. Quarks & Co geht dem auf den Grund und fragt: Bereichern diese Kunst-Riffe tatsächlich die Meere? Oder sind sie allenfalls eine Attraktion für den Tauchtourismus? Und mit welchen Spätfolgen?

Goldgräberstimmung in der Tiefsee

In Angola herrscht Goldgräberstimmung. Immer mehr Ölkonzerne siedeln sich dort an. Der Grund: riesige Erdölfelder weit vor der Küste in über tausend Meter Tiefe. 85 Milliarden Barrel liegen hier, so die ersten Schätzungen – genug, um Deutschland 85 Jahre mit Öl zu versorgen. Quarks & Co zeigt, welches Risiko die Ölförderung aus der Tiefsee birgt.

Tödlicher Lärm unter Wasser

Schnabelwalköpfe in Untersuchungsraum

Seit der Einführung des Mittelfrequenz-Sonars („LFAS“), das hochenergetische Impulse im Frequenzbereich zwischen 1.000 und 10.000 Hertz abgibt, schallt ein solcher Lärm durch die Ozeane, dass Walen letztlich das Gewebe des Innenohrs platzt. Orientierungslos schwimmen die Tiere durch das Meer, einige stranden und sterben. Quarks & Co geht dem tödlichen Lärm unter Wasser und seinen Auswirkungen nach.

Redaktion: Lorenz Beckhardt & Thomas Kamp

Autoren: Heinz Greuling, Ulf Marquardt, Güven Purtul, Eva Schultes, Sigurd Tesche, Thomas Weidenbach, Sarah Zierul

Autor:

Thomas Kamp

Stand: 18.11.2008


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