Igitt – die wunderbare Welt des Schimmels
Schimmel? Igitt! Schimmel finden die meisten Menschen einfach nur
eklig. Er verdirbt Lebensmittel, kann krank machen und sogar
töten. Doch Schaden und Nutzen liegen eng beieinander. Quarks
& Co stellt die wunderbar vielfältige Welt des Schimmels
vor und zeigt seine gefährlichen, aber auch seine schönen
Seiten.
Dienstag, 09. Februar 2010, 21.00 - 21.45 Uhr WDR Fernsehen.
Alle Beiträge
Schimmelpilzgifte als potenzielle Biowaffen
Schimmelpilze sind nicht nur unangenehm und lästig –
manche Arten sondern auch Gifte ab, die tödlich sein
können. Schimmelpilzvergiftungen haben bereits Tausende von
Menschen und Tieren das Leben gekostet. Und sie können sogar
potenziell als Biowaffen eingesetzt werden. [mehr]
Der Lebenszyklus eines Ungeliebten
Eine grüngraue Masse auf dem Joghurt, ein schwarzgrauer Flaum
auf einer Erdbeere oder vereinzelte weiße Flecken auf einem
Käse, der eigentlich gelb sein sollte. Dazu ein
unvergesslicher Geruch. Schimmel hat einen hohen Ekelfaktor und
gefährdet unsere Gesundheit. Doch rückt man ihnen etwas
näher auf den Pelz, zeigen uns Schimmelpilze Einblicke in ihr
faszinierendes Reich. [mehr]
Der Mutterkorn-Pilz und seine Geschichte
Im Mittelalter starben ganze Dorfgemeinschaften unter schrecklichen
Qualen und auch heute ist der gefährliche Mutterkorn-Pilz, der
im Getreide lauert, nicht ausgestorben. Daher sortieren hoch
perfektionierte Sortieranlagen in den Getreidemühlen die
Mutterkorn-Pilze aus. Doch der gefährliche Schimmelpilz hat
noch viele Verwandte, die ihm in punkto Giftigkeit nicht
nachstehen. [mehr]
Schimmel kann für Archäologen lebensgefährlich sein
Bis ins 20. Jahrhundert kam es unter Forschungsreisenden und
Archäologen immer wieder zu seltsamen Todesfällen. Die
wenigsten konnten aufgeklärt werden. Am berühmtesten sind
die Todesfälle der Ausgräber von Kindkönig
Tutanchamun in den 1920er-Jahren. In den Zeitungen war damals vom
Fluch des Pharao die Rede. Vielleicht waren Schimmelpilze für
einige dieser Todesfälle verantwortlich. Archäologen
haben aus diesen Todesfällen gelernt: Sie arbeiten
mittlerweile mit Handschuhen und Mundschutz. [mehr]
Wie ein Schimmelpilz Schwerstkranken gefährlich werden kann
Die rätselhafte Pilzerkrankung tötet in Deutschland jedes
Jahr schätzungsweise 2.500 Menschen. Weltweit mehrere
zehntausend. Die Ärzte wissen zwar, woran die Patienten
sterben: Es ist Aspergillus fumigatus, ein Schimmelpilz, der die
Schwerstkranken innerhalb weniger Wochen dahinrafft. Was die
Ärzte allerdings nicht wissen: Wo sich die Patienten mit dem
Pilz anstecken. [mehr]
Mit dem Schimmelhund auf der Spur der Sporen
Bei Schimmel-Verdacht schlägt die Stunde der Schimmelhunde.
Deren feine Nasen riechen den ungeliebten Mitbewohner schon lange,
bevor wir Menschen ihn sehen können. Ist der Schimmelherd erst
einmal gefunden, hilft Überstreichen allein meist nicht.
Wände und Böden müssen oft völlig saniert
werden. [mehr]
Alexander Fleming und die Entdeckung des Penicillins
Schimmelpilze sind nicht nur schädlich für Menschen, im
Gegenteil: Ein Schimmelpilz hat bereits Millionen von Menschenleben
gerettet. Sein Name: Penicillium notatum. Seine Spezialität:
Er zerstört für den Menschen schädliche Bakterien,
ist für Menschen selber aber nicht gefährlich. Mit diesem
Schimmelpilz begann die Geschichte der Antibiotika – durch
einen Zufall. [mehr]
Ameisen züchten und pflegen in ihrem Nest einen Pilz
Blattschneiderameisen züchten in ihren riesigen Nestern einen
Pilz. Er dient ihnen als Nahrung. Es ist eine uralte Symbiose, denn
auch der Pilz profitiert davon. Der ganze Ameisenstaat ist damit
beschäftigt, ihn zu ernähren, vor Konkurrenten zu
schützen und vor Fressfeinden zu verteidigen. Weder Pilz noch
Ameisen können ohne den anderen existieren. [mehr]