Sie befinden sich hier:
WDR.de
WDR Fernsehen
Wissen
Quarks & Co
Sendung vom 06. April 2010
Wer fliegt denn da?
Greifvögel haben den Menschen schon immer fasziniert. Sie zieren Wappen und Fahnen und sind Sinnbilder für Mut und Stärke. Einige Arten sind bei uns gar nicht mehr selten. Da sie nicht mehr gejagt werden dürfen, sind nämlich immer mehr Greifvögel in die Städte gezogen. Sie lassen Menschen inzwischen sogar relativ nahe an sich heran. Die Chancen, einen solchen Vogel in der Natur zu beobachten, stehen gut. Doch wie erkennt man, welchen Greifvogel man vor sich hat? Wir stellen Ihnen vier bei uns häufig zu beobachtende Arten vor und erklären, wie Sie sie erkennen können.
Er ist der häufigste Greifvogel Europas. Seine Körpergröße liegt bei etwa 55 Zentimetern, die Spannweite bei etwa 130 Zentimetern. Der Mäusebussard jagt Mäuse, aber auch Amphibien und Reptilien. Er hat lange und breite Flügel, eine gedrungene Kopf- und Halspartie und einen recht kurzen Schwanz. Sein Gefieder ist weiß bis dunkelbraun.
Der Turmfalke ist nach dem Mäusebussard der häufigste Greifvogel in Mitteleuropa. Er ist ein kleiner Greifvogel mit 35 Zentimeter Körperlänge und einer Spannweite von 75 Zentimetern. Er brütet gerne in hohen Gebäuden und ernährt sich von Mäusen, aber auch von Eidechsen und Insekten. Die Männchen haben einen hellgrauen Kopf, auch die Schwanzfedern sind hellgrau gefärbt. Die Weibchen sind einheitlich rotbraun gefärbt. Man erkennt ihn an den typischen spitzen Falkenflügeln am Schwanzende.
Bei den Habichten sind die Weibchen größer als die Männchen. Die Weibchen haben Spannweiten von circa 110 Zentimetern und sind etwa 60 Zentimeter groß. Die Männchen sind circa 50 Zentimeter groß. Habichte fressen mittelgroße Vögel, Elstern, Ringeltauben, Rabenkrähen, aber auch Eichhörnchen und Kaninchen. Die Flügel sind relativ kurz und haben gerundete Enden, der Schwanz ist relativ lang. Typisch für den Habichtflug sind die langen Gleitphasen, die den Flügelschlägen folgen.
Ein relativ kleiner Greifvogel - selbst die größeren Weibchen messen nur circa 35 Zentimeter mit einer Spannweite um 60 Zentimeter. Sperber und Habicht sehen sich ähnlich, Hals und Schwanz des Sperbers sind aber kürzer. Sie sind beide Ansitzjäger, das heißt, sie lauern von einem erhöhten Punkt aus auf Beute und stürzen sich darauf. Allerdings sind die Beutetiere des Sperbers kleiner als die des Habichts, weshalb die beiden Greifvogelarten keine Konkurrenten sind. Auch der Sperber hat kurze, breite und abgerundete Flügel.
Eva Schultes
Stand: 17.03.2009
Seite teilen