Krebs – wie können wir ihn besiegen?
Kommt die Krebsmedizin voran? Hoffnung machen so genannte
"zielgerichtete Medikamente": Forscher versuchen,
Tumorzellen an dem Punkt zu packen, der sie von den restlichen
Körperzellen unterscheidet - so wollen sie vermeiden, dass die
Therapie auch gesunde Zellen stark beschädigt. Außerdem:
Wie kann man das Immunsystem für den Kampf gegen den Krebs
einsetzen? Und welchen Nutzen bringt die so genannte
"Psycho-Onkologie?"
Dienstag, 27. April 2010, 21.00 - 21.45 Uhr WDR Fernsehen.
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Krebs – wie können wir ihn besiegen?
Kommt die Krebsmedizin voran? Hoffnung machen so genannte
"zielgerichtete Medikamente": Forscher versuchen,
Tumorzellen an dem Punkt zu packen, der sie von den restlichen
Körperzellen unterscheidet - so wollen sie vermeiden, dass die
Therapie auch gesunde Zellen stark beschädigt. Außerdem:
Wie kann man das Immunsystem für den Kampf gegen den Krebs
einsetzen? Und welchen Nutzen bringt die so genannte
"Psycho-Onkologie?"
Weniger Nebenwirkungen durch punktgenauen Angriff
Die klassische Chemotherapie funktioniert so: Man schädigt
alle Zellen, die sich häufig teilen. Das sind tatsächlich
oft die Krebszellen - aber leider nicht nur sie: Es gibt auch
gesunde Zellen, die sich schnell teilen. Weil sie ebenfalls
beschädigt werden, hat die Chemotherapie oft starke
Nebenwirkungen. Heute verfolgen Wissenschaftler bei der Entwicklung
neuer Krebsmedikamente dieses Ziel: Greife punktgenau an - so dass
nicht der ganze Körper geschädigt wird, sondern nur die
Krebszellen. Einige Wirkstoffe für bestimmte Krebsarten
funktionieren schon nach diesem Prinzip. [mehr]
Krebszellen im Körper: Warum sie töten können
Unter den vielen Milliarden Körperzellen eines Menschen gibt
es zwangsläufig Fehlexemplare. Die meisten gehen als
Ausschussware einfach zugrunde. Anders Krebszellen: Sie haben ein
Arsenal von Tricks auf Lager und randalieren im Körper wie
eine Bande von organisierten Verbrechern – eine tödliche
Gefahr. [mehr]
Eine Zelle verliert die Kontrolle
Eine Krebszelle entsteht nicht über Nacht. Damit aus einer
normalen gesunden Zelle eine Tumorzelle wird, braucht es meistens
zahlreiche Schäden im Steuerungszentrum der Zelle: in ihrem
Erbgut… [mehr]
Gen-Analysen helfen bei der Entwicklung neuer Medikamente
Weltweit arbeiten Wissenschaftler für ein gemeinsames Ziel:
Sie wollen das Erbgut aller Tumore entschlüsseln. Denn das
Erbgut des Tumors verrät ihnen viel über seine
Eigenarten. Und nur wer seinen Feind genau kennt, kann ihn gezielt
bekämpfen… [mehr]
Warum Krebszellen Medikamente und Chemotherapie überleben
können
Chemotherapie und zielgerichtete Medikamente sollen den Krebs
bekämpfen – und häufig schaffen sie es auch. Trotz
Therapie sterben aber immer noch viele Menschen an Krebs. Schuld
daran sind jene Krebszellen, denen es gelingt, den Wirkstoffen zu
entkommen. Sie nutzen dafür raffinierte Strategien…. [mehr]
„Nachhilfe“ für das Abwehrsystem
Eigentlich ist das Immunsystem von Natur aus dafür
zuständig, den Krebs zu bekämpfen: Es vernichtet
routinemäßig kranke oder auffällige Zellen.
Trotzdem schafft es der Tumor, dem Angriff des Immunsystems zu
entgehen. Er trickst die Körperpolizei regelrecht aus. Daraus
haben Forscher eine Idee für eine neue Therapie entwickelt:
Sie wollen das Immunsystem systematisch trainieren, damit es den
Tumor angreift... [mehr]
Was bringt die „Psychoonkologie“?
Dr. Gabriele Röhn ist Krebsforscherin an der Uniklinik
Köln. Aber dann verdreht sich ihre Welt: Sie erkrankt selbst
an Krebs. Ihre rechte Brust muss amputiert werden, und sie bekommt
eine Chemotherapie. Als man ihr zusätzlich eine
„psychoonkologische“ Behandlung empfiehlt, ist die
Naturwissenschaftlerin skeptisch… [mehr]
Die Risiken im Alltag
Vor Krebs ist kein Mensch sicher. Egal, wie gesund und
vernünftig man lebt - jeder kann an Krebs erkranken. Das ist
die schlechte Nachricht. Die gute: Man kann sein persönliches
Risiko senken. Und das ist in den meisten Fällen gar nicht so
schwer. [mehr]