Atommüll – Endlager verzweifelt gesucht
Gerade rollen sie wieder: Die Castor-Transporte mit dem
hochradioaktiven Müll. Und dieser Müll spaltet die
Nation. Denn weltweit gibt es kein einziges Endlager für diese
Abfälle. Und die beschlossene Verlängerung der
AKW-Laufzeiten vergrößert deren Menge noch einmal
erheblich. Aber los werden müssen wir den Müll –
für mindestens eine Million Jahre. Nur wie? Und was genau ist
Atommüll eigentlich? Quarks & Co geht diesen Fragen nach
und verrät außerdem, welche Rolle die Politik beim Thema
Kernenergie spielt.
Dienstag, 09. November 2010, 21.00 - 21.45 Uhr WDR Fernsehen.
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Atommüll – Endlager verzweifelt gesucht
Gerade rollen sie wieder: Die Castor-Transporte mit dem
hochradioaktiven Müll. Und dieser Müll spaltet die
Nation. Denn weltweit gibt es kein einziges Endlager für diese
Abfälle. Und die beschlossene Verlängerung der
AKW-Laufzeiten vergrößert deren Menge noch einmal
erheblich. Aber los werden müssen wir den Müll –
für mindestens eine Millionen Jahre. Nur wie? Und was genau
ist Atommüll eigentlich? Quarks & Co geht diesen Fragen
nach und verrät außerdem, welche Rolle die Politik beim
Thema Kernenergie spielt und warum die Stromkonzerne an ihrem
Müll sogar noch verdienen.
Geparkt und nicht abgeholt – Atommüll in Deutschland
Deutschland ist übersät mit Atommüll und alten
Brennelementen. Da es kein Endlager gibt, verbleibt der
Atommüll in so genannten Zwischenlagern. Ein großer Teil
des hochradioaktiven Abfalls wird auf den Betriebsgeländen der
Atomkraftwerke zwischengelagert. Was auf lange Sicht damit
passieren soll, weiß niemand. [mehr]
Wie ein Brennstab zum radioaktiven Abfall wird
Das Herz eines Kernkraftwerks sind die Brennstäbe. Denn in den
mit Uran gefüllten Rohren laufen Kernspaltungen und
Umwandlungsprozesse ab, die die Energie für die Stromerzeugung
liefern. Danach sind die Brennstäbe so radioaktiv, dass sie
jahrelang abkühlen müssen. Und damit nicht genug:
Für Jahrtausende strahlen sie weiter. [mehr]
Die verzweifelte Suche nach dem Endlager
Es ist der gefährlichste Müll der Geschichte und wir
müssen nicht nur die nächste und übernächste
Generation vor den radioaktiven Abfällen schützen,
sondern die nächsten 40.000. Die Endlagerung ist deshalb eine
zentrale Frage. In 35 Staaten grübeln die Experten, wie man
den strahlenden Abfall über eine Million Jahre sicher
verwahren kann. [mehr]
Der Geschichte der Atommülldeponie Asse II
Beim ehemaligen Salzstock Asse haben Politik und Atomwirtschaft die
Öffentlichkeit jahrelang zum Narren gehalten. Offiziell als
Forschungsprojekt für die sichere Einlagerung von
Atommüll deklariert, war es in Wahrheit eine Müllkippe
für die Atomkonzerne. Heute droht hier eine ökologische
Katastrophe. [mehr]
Der Atommüll in der Asse muss raus – aber wie?
Knapp 126.000 Fässer strahlender Müll lagern im
ehemaligen Salzstock Asse. Sicher sind sie dort unten schon lange
nicht mehr. Jeden Tag könnte das Bergwerk absaufen und
Radioaktivität an die Oberfläche gelangen. In einem
weltweit einzigartigen Projekt soll der Müll nun wieder raus
aus der Asse. Aber der Fahrplan für die Rückholung
existiert bislang nur in der Theorie. [mehr]
Eine Geschichte gemeinsamer Interessen
Das junge Nachkriegsdeutschland war noch nicht souverän, da
beginnen Atomwissenschaftler und die großen
Energieversorgungsunternehmen bereits, die Regierung Adenauer zu
drängen: Sie soll das strikte Verbot jeglicher Atomforschung
der alliierten Siegermächte aufheben. Von Anfang an arbeiten
Politik und alle, die den Zugang zur Atomenergie verschaffen
wollen, Hand in Hand. [mehr]
Was kostet der Strom aus Kernkraftwerken wirklich?
Alte, abgeschriebene Meiler wie Biblis produzieren Strom für
etwa zwei Cent pro Kilowattstunde. Doch das ist nur die Hälfte
der Wahrheit. Im Preis noch nicht inbegriffen sind die zahlreichen
offenen und versteckten staatlichen Förderungen der
Atomindustrie. Die finanziert letztlich der Steuerzahler - seit
sechzig Jahren. [mehr]