Cochlea-Implantat: Wie Natalie hören lernte
Als Natalie Girth geboren wird, ist sie praktisch taub. Zeit ihres
Lebens ist ihr größter Wunsch sich in die Welt der
Hörenden zu integrieren. Deshalb lässt sie sich vor drei
Jahren ein so genanntes Cochlea-Implantat einsetzen. Bei Quarks
& Co spricht die 33-Jährige über ihr Leben zwischen
der Welt der Gehörlosen und der Welt der Hörenden und
erzählt, wie sie als Kind mühsam das Sprechen lernte und
30 Jahre später nicht weniger mühsam das Hören.
Dienstag, 30. November 2010, 21.00 - 21.45 Uhr WDR Fernsehen.
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Cochlea-Implantat: Wie Natalie hören lernte
Als Natalie Girth geboren wird, ist sie praktisch taub. Zeit ihres
Lebens ist ihr größter Wunsch sich in die Welt der
Hörenden zu integrieren. Deshalb lässt sie sich vor drei
Jahren ein so genanntes Cochlea-Implantat einsetzen. Bei Quarks
& Co spricht die 33-Jährige über ihr Leben zwischen
der Welt der Gehörlosen und der Welt der Hörenden und
erzählt, wie sie als Kind mühsam das Sprechen lernte und
30 Jahre später nicht weniger mühsam das Hören.
Wie die gehörlose Natalie sprechen lernte
Wenn Natalie spricht, vergisst man leicht, dass sie gehörlos
ist. Denn sie spricht, als könne sie hören. Wie konnte
Natalie sprechen lernen, ohne die eigene Stimme hören zu
können? Es war ein steiniger Weg, der sie in die Welt der
Sprache führte. [mehr]
Vom Hörbaby zum Sprachverständnis
Kann man als gehörloser Mensch mit einer Hörprothese im
Erwachsenenalter noch hören lernen? Natalie, praktisch taub,
fasst den Entschluss, sich ein Cochlea-Implantat einsetzen zu
lassen. Ihr Hörvermögen gleicht jetzt dem eines
Neugeborenen. Jedes einzelne Geräusch muss sie hören
lernen. [mehr]
Aus dem Leben eines "Hörbabys"
Natalie Girth erzählt, wie mühsam es war, sprechen zu
lernen. Sie berichtet von der Hoffnung, die sie hatte, als ihr ein
Cochlea-Implantat eingepflanzt wurde. Und sie schildert, wie
anstrengend es war, hören zu lernen. Mit 33 Jahren ist die
erfolgreiche Architektin ein "Hörbaby". Doch ihr
mühsamer Weg führt sie hinaus aus dem Reich der Stille. [mehr]
Ein Implantat verspricht den Weg aus der Stille
Ob Sprache, Musik, Lachen oder Lärm: Im menschlichen Ohr
wandern die Schallwellen durch eine faszinierende mechanische
Miniaturwelt, über Amboss und Steigbügel, durch die
Windungen der Hörschnecke bis hin zum Hörnerv. Dann
entsteht im Gehirn das eigentliche Hörbild. Was aber, wenn das
Ohr geschädigt ist? Gehörlosigkeit bedeutet noch immer
soziale Isolation von der Welt der Hörenden. Ein Implantat
für die Gehörschnecke weckt große Hoffnungen. [mehr]
Bei Gehörlosigkeit baut das Gehirn um
Zum Sprechenlernen gehört das Zuhören. Hörende
Kinder speichern jedes neue Wort seinem Lautbild nach in der
Hörrinde im Gehirn und vergleichen das eigene Gebrabbel immer
wieder mit dieser Klangvorlage. Gehörlose Kinder müssen
andere Wege gehen, um das Sprechen zu lernen. Sie speichern
Wortbilder als Gebärde oder Lippenbild neben allen anderen
optischen Erfahrungen in der Sehrinde. Und die wird schnell zu
klein. Das Gehirn reagiert darauf mit Umbaumaßnahmen. [mehr]