Organspende – Das geschenkte Leben
Vor fünf Jahren bekam die Musikerin Katie Zahn (36) von ihrer
Mutter ein Geschenk, das ihr das Leben rettete: eine Niere. Ranga
Yogeshwar spricht mit den beiden über den Kampf gegen die
Erkrankung, über lebensbedrohliche Momente und über das
Gefühl, ein Organ zu spenden und ein fremdes Organ in sich zu
tragen.
Dienstag, 18. Januar 2011, 21.00 - 21.45 Uhr WDR Fernsehen.
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Organspende – Das geschenkte Leben
Vor fünf Jahren bekam die Musikerin Katie Zahn (36) von ihrer
Mutter ein Geschenk, das ihr das Leben rettete: eine Niere. Ranga
Yogeshwar spricht mit den beiden über den Kampf gegen die
Erkrankung, über lebensbedrohliche Momente und über das
Gefühl, ein Organ zu spenden und ein fremdes Organ in sich zu
tragen.
Wie Katie Zahn mit einer neuen Niere wieder fast normal leben kann
Als Katie Zahn Anfang 2001 von ihren Ärzten erfährt, dass
sie ohne Transplantation nicht überleben wird, gibt es nur
eine Hoffnung: Ihre Eltern spenden ihr eine Niere, zunächst
der Vater, dann vier Jahre später die Mutter. Nach der ersten
Transplantation gibt es Komplikationen. Doch heute lebt die
36-jährige Musikerin nach einem langen Leidensweg nahezu
beschwerdefrei. [mehr]
Wie Katie Zahn und ihre Mutter die Nierenspende erlebten
Ihre Eltern haben ihr zweimal das Leben geschenkt. Ohne die
Nierenspende ihres Vaters und ihrer Mutter würde Katie Zahn
vielleicht heute nicht mehr leben. Die 36-jährige
Flötistin und ihre Mutter Rosemary erzählen über
dramatische Stunden, schwierige Entscheidungen und ihre Angst
damals, ob die neue Niere in Katies Körper auch wirklich zu
arbeiten beginnen würde. [mehr]
Mühsam aber lebensrettend: Die künstliche Blutreinigung
Das Behandlungsziel bei einer nicht heilbaren Nierenerkrankung ist
die Transplantation einer Spenderniere. Die Wartezeit ist jedoch
sehr lang. Und nicht jeder Patient ist körperlich in der Lage,
eine neue Niere zu empfangen. Heute ist die Medizintechnik so weit
fortgeschritten, dass Menschen mit einer künstlichen Niere
Jahrzehnte lang leben können – dank der Blutwäsche,
auch Dialyse genannt. [mehr]
Wer bekommt die Spenderniere?
In Deutschland warten 8.000 Patienten auf eine Spenderniere. Nur
mithilfe von Dialyse können sie überleben. Aber das
künstliche Blutreinigungsverfahren ist eine enorme Strapaze
und das über lange Zeit: In Deutschland beträgt die
Wartezeit auf eine Spenderniere inzwischen etwa sieben Jahre.
Entsprechend dringlich ist die Nachfrage. Doch nach welchen
Kriterien werden die raren Organe eigentlich vergeben? [mehr]
Warum liegen wir im internationalen Vergleich so weit hinten?
In Deutschland wird derzeit viel über die gesetzlichen
Bestimmungen zur Organtransplantation diskutiert. Aber das ist
nicht das entscheidende Problem. Das Spendenaufkommen krankt vor
allem an den schlechten Strukturen in den Krankenhäusern. Und
das hat Konsequenzen: Bei uns sterben täglich drei Menschen,
weil sie kein Spenderorgan gefunden haben. [mehr]
Protokoll einer Nierentransplantation
Weil ihre eigenen Nieren von einer Autoimmunerkrankung
zerstört wurden, muss Eugenia Bauer viermal am Tag eine
künstliche Blutreinigung durchführen. Damit sie wieder
ein normales Leben führen kann, will ihr Mann Andy ihr eine
Niere spenden. Doch die Operation ist für beide nicht ohne
Risiko. [mehr]
Eine neue Behandlungsmethode für Transplantierte
Die herkömmliche Unterdrückung des Immunsystems nach
Transplantationen birgt viele Gefahren: von gefährlichen
Infekten bis zur chronischen Abstoßung des Organs. Nicht
selten brauchen Patienten dann erneut ein Spenderorgan. Hoffnung
macht eine andere Methode, bei der das Immunsystem mit dem neuen
Organ vertraut gemacht wird und es schließlich sogar
schützt. [mehr]