Wie gut ist unser Brot?
Nirgendwo gibt es so viele Brotsorten wie in Deutschland, und in
kaum einem anderen Land Europas wird so viel Brot gegessen wie
hierzulande. Doch gleichzeitig sterben die kleinen Bäckereien
aus: Brot ist zur Massenware geworden. Welche Auswirkungen hat das
auf die Qualität? Schmeckt industriell gefertigtes Brot
schlechter? Und welche Zusatzstoffe stecken in unserem Brot? Quarks
& Co wirft einen Blick in die Backstuben und zeigt, dass
Brotbacken eine wahre Kunst ist.
Dienstag, 15. Februar 2011, 21.00 - 21.45 Uhr WDR Fernsehen.
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…und warum die Deutschen so auf Roggenbrot stehen
Die Geschichte der deutschen Brotsorten beginnt in der
Jungsteinzeit. Damals säen Steinzeit-Bauern in Mitteleuropa
zum ersten Mal „Urweizen“. Doch der Weizen wächst
hier nicht so gut wie in den warmen Ländern. Die Bauern suchen
nach einer Alternative – und finden ein Getreide, das auch in
kühlem Klima gute Erträge bringt: Roggen... [mehr]
Warum die traditionelle Herstellung so schwierig ist
Wie gut ist das Mehl? Wie lange muss der Sauerteig stehen? Wie warm
ist das Wasser? Wer Brot backt, muss sehr viele Faktoren perfekt
aufeinander abstimmen. Selbst eine Unachtsamkeit auf dem Weg zum
Backofen kann zum Misslingen des Brotes beitragen. Quarks & Co
verrät, welche Hürden genommen werden müssen. [mehr]
Das ABC der Zusatzstoffe
Für ein Brot braucht der traditionelle Bäcker: Mehl,
Wasser, Salz, Sauerteig und viel Zeit. Aber häufig steckt in
unserem Brot mehr drin – Zusatzstoffe, die dem Bäcker
das Leben leichter machen: Der Teig wird stabiler, Brot und
Brötchen gehen besser auf, sehen größer und besser
aus. Und das mit geringerem Zeitaufwand und manchmal auch
billigeren Zutaten. Das „chemische Doping“ bietet
Produktions-Sicherheit und Zeit-Ersparnis. Und häufig muss der
Kunde von all diesen Hilfsmittelchen noch nicht mal etwas
erfahren... [mehr]
Traditionsbäckerei gegen Großhersteller
Ist das Brot vom kleinen Bäcker nebenan tatsächlich
leckerer als das Billig-Brot aus dem Supermarkt? Quarks & Co
bittet professionelle Brot-Tester und eine Kölner Familie zum
Geschmacks-Test: Sie vergleichen Brote aus dem Supermarkt-Regal mit
Broten, die ein Bäcker traditionell in Handarbeit und ohne
chemische Hilfsmittel hergestellt hat. [mehr]
Weißbrot und Vollkornbrot im Vergleich
Weißmehl hat keinen guten Ruf. Zwar mögen viele Menschen
helles Brot und Brötchen sehr gerne, doch die meisten ahnen:
Besser wäre das dunkle Vollkornbrot in der Auslage daneben.
Quarks & Co zeigt, was im Körper passiert, wenn wir
Weißbrot essen und wenn wir Vollkornbrot essen. [mehr]
Warum Bäcker mehr produzieren, als sie verkaufen können
Jeden Tag werden in Deutschland 10 bis 20 Prozent der produzierten
Brote und Brötchen weggeworfen – frische, einwandfreie
Ware. Die Brote landen in der Müllverbrennungsanlage, oder sie
werden zu Schweinefutter verarbeitet. Dadurch wird nicht nur
wertvolle Nahrung vernichtet, sondern auch viel Energie
verschwendet. Wie kommt es zu dieser Verschwendung? [mehr]
Ein Pilz bedroht die Getreideernten weltweit
Hat der Schwarzrost-Pilz ein Weizenfeld einmal befallen, kann er 80
Prozent der Ernte vernichten. Mit dem Wind verbreitet er sich von
Land zu Land. In den 1950er-Jahren hat der Schwarzrost bereits
einmal große Teile der Weizenernte in den USA zerstört.
Forscher besiegten den Pilz damals, indem sie neue, resistente
Weizensorten züchteten. Doch jetzt ist der Pilz
zurückgekommen – er hat sich verändert, und gegen
diese neue Form des Schwarzrosts ist der Weizen nicht mehr
resistent. Ein internationales Forscher-Team sucht nach
Lösungen. [mehr]