Bist Du reich genug?
Wie Geld unser Leben bestimmt
Manche werden arm geboren – und andere reich. Quarks & Co
fragt: Wie wichtig ist das für unser Leben? Welche Chancen
haben arme und reiche Kinder in Deutschland auf Karriere,
Glück und Gesundheit? Und ab wann ist man überhaupt arm,
ab wann gilt man als reich?
Dienstag, 12. April 2011, 21.00 - 21.45 Uhr WDR Fernsehen.
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Wann ist man arm, wann ist man reich?
Weltweit gilt als arm, wer täglich weniger als 1,25 US-Dollar
zur Verfügung hat, also umgerechnet weniger als 1 Euro.
Für diese Menschen ist die einfachste Grundversorgung nicht
gewährleitstet. Diese Form von Armut gibt es Deutschland zum
Glück nicht mehr. Trotzdem leben hierzulande offiziell rund 13
Millionen Menschen unter der sogenannten
Armutsgefährdungsgrenze. Dagegen gelten nur knapp 5 Millionen
Menschen als reich. Aber ab wann gilt man überhaupt als reich,
und ab wann gilt man als arm? [mehr]
Wie Einkommen und Bildung die Gesundheit beeinflussen
Armut macht krank: Einkommensarme Menschen erleiden häufiger
Herzinfarkte, Schlaganfälle und haben eine geringere
Lebenserwartung. Eine britische Studie zeigt, dass das nicht nur
durch eine ungesündere Lebensweise zu erklären ist. Es
gibt noch weitere Faktoren, von denen man zunächst nichts
ahnte. [mehr]
Der Frust der Mitte und die Gefahr für unsere Gesellschaft
Lange Zeit war in Deutschland die große Mitte der
Bevölkerung an einen gewissen Wohlstand gewöhnt. Doch
seit zehn Jahren öffnet sich die Schere zwischen Armen und
Reichen. So besitzt das reichste Zehntel alleine mehr als 60
Prozent des gesamten Geld- und Sachvermögens, das ärmste
Zehntel hat dagegen gar nichts, es hat sogar Schulden. Aber warum
ist das für die Gesellschaft ein Problem? [mehr]
Die räumliche Trennung von Arm und Reich nimmt zu
In welchem Stadtteil ein Kind aufwächst, ist ein
entscheidender Faktor für seine Entwicklung. Welche Vorbilder
hat ein Kind in seiner Nachbarschaft, welche Freundschaften
knüpft es im Kindergarten oder in der Schule? Wissenschaftler
beobachten eine alarmierende Tendenz: Sozial benachteiligte
Bevölkerungsgruppen konzentrieren sich zunehmend auf bestimmte
Stadtteile, während in anderen Vierteln wohlhabende Menschen
unter sich bleiben. [mehr]
Soziale Herkunft entscheidet oft die Karriere
Vom Tellerwäscher zum Millionär – schön
wär’s! Denn dann könnte man behaupten: Wer etwas
lernt und fleißig ist, aus dem wird auch was! Doch meistens
sieht es in Deutschland ganz anders aus. Nichts entscheidet so sehr
über unsere Karriere wie die soziale Herkunft. [mehr]
Die Schule verstärkt soziale Unterschiede
Die soziale Herkunft hat einen entscheidenden Einfluss auf den
Schulerfolg. Bereits bei der Einschulung weisen arme Kinder
häufiger Defizite auf und am Ende stehen sie mit den
schlechteren Abschlüssen da. Verfolgt man die Schulkarrieren
von Kindern aus verschiedenen sozialen Schichten wird klar: Arme
Kinder haben weniger Chancen in unserem Bildungssystem als reiche. [mehr]
In NRW starten 14 Gemeinschaftsschulen
Haupt-, Real- und Gymnasialschüler lernen erfolgreich zusammen
bis Klasse 10? Kaum vorstellbar für viele, die nur das
klassische dreigliedrige Schulsystem kennen. Die
Gemeinschaftsschule will Hauptschülern mehr Chancen bieten und
gleichzeitig Schülern mit Empfehlung fürs Gymnasium einen
spannenden und individuell zugeschnittenen Unterricht. Gelingt das
auch in NRW? [mehr]
Faktencheck: Vorurteile gegenüber Arm und Reich
„Hartz IV-Empfänger tun den ganzen Tag lang
nichts!“ „Reichtum macht glücklich!“
Über Arme und Reiche wird viel spekuliert. Quarks & Co hat
die gängigen Vorurteile unter die Lupe genommen – mit
verblüffenden Ergebnissen. [mehr]