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Quarks & Co
Sendung vom 19. Juli 2011
"Fingerknacken schadet den Gelenken"
Die einen machen es leidenschaftlich und mehrfach täglich – andere versuchen es zwar – können es aber nicht: mit den Fingern knacken. Diese Behauptung landete bei Was ist dran? auf Platz 3. Die Zuschauer, die vorher im Internet darüber angestimmt haben, sind eher unentschieden: 41 Prozent meinen, dass das Knacken schadet, 59 Prozent glauben das nicht.
Quarks-Reporterin Steffi Terhörst machte sich zusammen mit dem Fragesteller und passionierten Fingerknacker Sergej Medvedev auf Spurensuche. Zusammen mit zehn weiteren "Knackfreunden", die Quarks über einen Aufruf im Internet gefunden hat, werden sie bei einem Orthopäden mit Winkelmesser, Handkraftmessgerät, Röntgen und Magnetresonanztomographie bis in die Fingerspitzen untersucht. Die Vermutung: Wenn Fingerknacken schädlich ist, könnte sich der Knorpel abnutzen – also eine Arthrose entstehen.
Neben der konkreten medizinischen Untersuchung fördert Steffi aber auch einige wissenschaftliche Untersuchungen zutage. Eine davon hat sogar eine Theorie entwickelt, wie das laute Knackgeräusch zustande kommen soll. Eine Forschergruppe aus England hat 1971 dazu experimentiert – deren Theorie: Beim Knacken werden die Fingerknochen jäh auseinandergezogen und mit ihnen die zähe Gelenkschmiere in der Gelenkkapsel. In der abgeschlossenen Gelenkkapsel entsteht durch das Auseinanderbewegen ein Unterdruck. Dadurch bilden sich kleine Gasbläschen, die vorher unsichtbar in der Flüssigkeit gelöst waren. Wenn die Bläschen dann zerplatzen, soll es nach dieser Theorie zu dem Knackgeräusch kommen.
Könnten diese explodierenden Bläschen der Grund für mögliche Schäden sein? Der Quarks-Film: Ist das Fingerknacken wirklich gefährlich? Jetzt angucken.
Anke Rau
Stand: 19.07.2011
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