Gefahr im Meer – wie Plastikmüll das Leben in den Ozeanen bedroht
- Dienstag, 29. November 2011, 21.00 - 21.45 Uhr
- Samstag, 03. Dezember 2011, 12.00 - 12.45 Uhr (Wdh.)
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Die Meere unseres blauen Planeten fassen 1,3 Milliarden Kubikkilometer Wasser. Die Ozeane wirken endlos – und bislang schienen sie jedes Müllproblem mehr oder weniger schlucken zu können. Doch seit einiger Zeit interessieren sich Wissenschaftler für unbewohnte Inseln fernab der Zivilisation. Denn an ihren Stränden finden sie angeschwemmten Plastikmüll. Wie ist er dorthingekommen und was haben diese Funde zu bedeuten?
Charles Moore gehört zu den Experten, die in den 1990er-Jahren mit ihren Berichten die Weltöffentlichkeit aufschreckten: Er fand an den Stränden im Pazifik Plastik, er fand in der Nähe von Inseln Plastik und auch auf hoher See fand er Plastik. Vom Deck aus sah er immer wieder größere Stücke Plastiktreibgut vorbeischwimmen. Das beunruhigte ihn– er stellte Untersuchungen an und warf bei zahlreichen Expeditionen Netze aus, die auch Treibgut einfangen, das mit dem bloßen Auge nicht sichtbar ist. Langsam wird Forschern immer klarer: Größere Plastikteile lösen sich im Meer nicht auf, sondern zerfallen in viele kleinere Teile. Sehr viele Millionen Tonnen Plastikmüll treiben inzwischen weltweit in den Ozeanen. Und Forscher entdecken: Viele Meerestiere verwechseln die Plastikteilchen mit Nahrung. Immer wieder werden weltweit Seevögel-Kadaver gefunden, deren Mägen mit Plastik gefüllt sind. Sie verhungern mit vollem Magen, da der Plastikinhalt ein ständiges Völlegefühl erzeugt.
Eins ist klar: Der Plastik-Müll in den Meeren ist nicht nur ein optisches Problem. Welche Gefahren dem weltweiten Ökosystem durch Plastik droht, sehen Sie im Film. Jetzt angucken.
Filmautor: Mike Schaefer
Stand: 22.11.2011
- Plastikmüll in Nord- und Ostsee Seite des Umweltbundesamtes, die das Problem des Plastikmülls im Meer besonders für die Nord- und Ostsee beschreibt. Auf der Seite gibt es einen Link zu einem sehr detaillierten und informativen PDF-Dokument zum Thema.
- Müllkippe Meer Webseite des Naturschutzbundes Deutschland zum Thema Plastikmüll im Meer. Auf der Seite gibt es einen Link zu einem PDF-Dokument mit vertiefenden Informationen.
- World Ocean Review Englischer Titel, aber alles in deutscher Sprache: Sehr informative und sehr ausführliche Zusammenstellung der Umweltprobleme, die mit dem Meer zusammenhängen. Natürlich auch mit einem Kapitel zum Thema Plastikmüll im Meer. Der „World Ocean Review“ ist eine nichtkommerzielle Initiative des „mareverlags“, über die Wissenschaftler verschiedener Disziplinen in regelmäßigen Abständen Erkenntnisse über den Zustand der Meere zusammenfassen.
- Plastic Ocean Report Sehr ausführliche Zusammenstellung von bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Thema Plastikmüll im Meer. Erstellt von Greenpeace. Veröffentlicht von Umweltprogramm der Vereinten Nationen. Leider nur in Englisch erhältlich. (PDF, 44 Seiten, 928 kB)
- Meeresorganisation Algalita Die Algalita Research Foundation wurde mitbegründet vom Ozeanographen Charles Moore, der als einer der ersten das Phänomen großer Plastikstrudel im Pazifik mitentdeckte. Seitdem trägt Algalita zur weiteren Erforschung des Phänomens bei. (englisch)
- Meeresorganisation Kaisei Non-Profit-Organisation zur Erforschung des Problems von Plastikmüll im Meer. Schwerpunkt ist der Pazifik. (englisch)
- Meeresorganisation Sea Education Association Non-Profit-Organisation zur Erforschung des Problems von Plastikmüll im Meer. Schwerpunkt ist hier der Atlantik. (englisch)
- Wie Strömungsforscher havarierten Plastikmüll nutzen Webseite des renommierten US Strömungsforschers Curtis Ebbesmeyer. Er verfolgt havarierte Ladungen, wenn bei Unglücken massenhaft Plastikprodukte ins Meer gelangen. Da einige Produkte sehr gut identifizierbar sind, können Funde dieser Plastikprodukte an Stränden über viele Jahre Auskunft über die Wege von Plastiktreibgut geben. Bei der Suche kann sich potenziell jeder beteiligen und seine Funde über die Webseite melden. (englisch)
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