Ranga Yogeshwar auf den Spuren der Wilderei

  • Dienstag, 04. September 2012, 21.00 - 21.45 Uhr
  • Samstag, 08. September 2012, 12.05 - 12.50 Uhr (Wdh.)

Ranga Yogeshwar vor Stoßzähnen

Ganze Sendung

(42:00)

Dienstag, 04. September 2012, 21.00 - 21.45 Uhr

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Die Elefanten sterben aus! Davon gehen mittlerweile viele Experten aus. Jedes Jahr töten Wilderer in Afrika rund 38.000 Elefanten und sägen ihnen die Stoßzähne ab. Ein lukratives Geschäft – obwohl der Handel mit Elfenbein seit 1989 weltweit verboten ist. Die Opfer dieser tragischen Entwicklung sind die Elefantenjungen, deren Eltern getötet wurden. Ranga Yogeshwar besucht ein Elefanten-Waisenhaus am Stadtrand von Nairobi, in dem die traumatisierten Tiere aufgepäppelt und nach jahrelanger Betreuung wieder in den Tsavo-East-Nationalpark entlassen werden. Und er ist live dabei, als ein verwaistes Jungtier entdeckt und gerettet wird.

„Es reicht nicht aus, zu sagen: ’Schützt die Elefanten‘“, erklärt Ranga Yogeshwar. „Es ist wichtig, auch die Menschen vor Ort zu verstehen.“ Und die Menschen in Kenia haben Todesangst vor den grauen Riesen mit den gewaltigsten Waffen des Tierreichs. Auf der Suche nach Nahrung verwüsten die Elefanten ganze Dörfer und zertrampeln die Ernten. Die Bauern im Grenzbereich des Tsavo Nationalpark versuchen, ihre Felder zu schützen. Gleichzeitig sind die Elefanten eines der Hauptziele für den Tourismus in Kenia – und als Einnahmequelle unverzichtbar. „Es ist alles eine Frage der Perspektive. Der Elefant hat nur dann eine Chance zu überleben, wenn auch der arme Mann in Kenia daran beteiligt ist.“

Mehrere Tage arbeitet Ranga Yogeshwar in der weltweit erfolgreichsten Rettungs- und Auswilderungsstation für Elefantenwaisen, der Stiftung David Sheldrick Wildlife Trust. Er hilft den Pflegern, die sich wie Mütter um „ihre“ Babys kümmern und den traurigen und oft aggressiven Tieren beibringen, dass der Mensch nicht nur Feind, sondern auch Freund sein kann. Er zeigt, dass das Fußballspielen kein Privileg für Zweibeiner ist, und besichtigt die Asservatenkammer des Nationalparks – voll mit Elfenbein. Sein Fazit: „Die Armut und die Not der Menschen sind der Nährboden für Wilderei. Wer hier mit dem Tod des Feindes auch noch Geld verdienen kann, zögert bestimmt nicht lange. Deshalb muss das Geld aus dem Tourismus dringend mehr bei den Menschen ankommen.“




Stand: 31.08.2012




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Die Natur im Waisenhaus - Ranga Yogeshwar auf den Spuren der Wilderei

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