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Rockpalast
Sendung vom 03. Oktober 2005
Crossroads mit Washington, Das Pop
WASHINGTON sind ein junges Trio aus dem norwegischen Tromso. Ihr charismatischer Sänger und Komponist Rune Simonsen wird bereits in einem Atemzug mit Tim Buckley, Thom Yorke oder Tom McRae genannt. Dementsprechend gelten WASHINGTON in ihrer Heimat schon nach nur einem Album („A New Order Rising“) als große Pop-Hoffnung jenseits des Mainstreams. Ihre weit ausholenden, in Melancholie schwelgenden Melodien erinnern zuweilen an britische Vorbilder (Coldplay, Starsailor, Radiohead), bedürfen allerdings keiner Vergleiche: Hier wächst etwas heran, von dem man noch hören wird.
Besetzung
Rune Simonsen - vocals, guitar
Håvard Stangnes - guitar, lapsteel, backing
vocals
Andreas Høyer - bass
Esko Pedersen - drums
Diese Band IST Pop. Und deshalb heißt sie auch so. Bereits im Jahre 2000, als das Trio aus dem belgischen Gent mit seinem Debüt „I Love“ aufhorchen ließ, waren sie musikalisch auf der Suche nach der großen Liebe, verpackt in Wohlklang. Immer mitreißend, immer mit ironischem Unterton präsentiert und immer dezent britisch gefärbt. Sie produzierten anschließend andere Künstler, nahmen 2002 die Filmmusik zu „Les Enfants de lAmour“ auf, schrieben Songs im Dutzend und kamen im vergangenen Jahr endlich mit ihrem zweiten Album um die Ecke. „The Human Thing“ zitiert und prahlt, schmachtet großvolumig und ist so vielseitig, wie Pop nur sein kann. Immer ohrwurmig, immer dick aufgetragen - doch nie in substanzlosen Kitsch abdriftend, sondern handfest emotional. So fröhlich und watteweich sich das lesen mag: Live geben die Herren Gas, treten diabolisch grinsend Genre-Zäune nieder. Sie rocken das Pop, sozusagen ....und mit ihm die Liebe.
Stand: 08.09.2009
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