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Kultur
Rockpalast
Sendung vom 07. November 2005
Rock am Ring 2005 mit Marilyn Manson, Phantom Planet,The Prodigy,
The Chemical Brothers, Tocotronic
Im Juni 2005 beglückte der Hohepriester der Schockrocker höchstselbst das Rock am Ring Festival. Im Gepäck vor allem Klassiker wie „Beautiful People“, „ACSS“ sowie seine genialen Coverversionen „Sweet Dreams“ und „Tainted Love“. Bei einem Manson-Auftritt bleibt alles anders: wildes Gebaren, interessante Lack- und Lederkombinationen und tonnenweise Schminke sind die schillernde Deko einer Rockshow, die dem Festivalbesucher ein solides Brett aus Metalriffs und Powerballaden liefert. In den prüderen Teilen der USA stets eine Provokation höchsten Grades, ist ein Manson-Gig bei uns jedoch schon lange ein wohlwollend betrachtetes Spektakel à la Augsburger Puppenkiste für Heranwachsende und Junggebliebene.
Bei dem Quartett aus L.A., das 2002 den Überhit „California“ ablieferte, denken viele an „One Hit Wonder“, besonders wenn man in Betracht zieht, dass Sänger und Gitarrist Alex Greenwald nebenberuflich Schauspieler und (Oh Gott!) Model ist. doch tatsächlich hat sich die Band seit ihrer Gründung 1994 stetig hochgearbeitet und die Jungs konnten auch bei Rock am Ring beweisen, was sie drauf haben. Für viele war ihr Auftritt auf der Alternastage einer der absoluten Höhepunkte des Festivals.
Besetzung
Alex Greenwald - vocals, guitar
Darren Robinson - guitar, keyboards, backing
vocals
Sam Farrar - bass, backing vocals
Jeff Conrad - drums
Nach langer Pause feierte das englische Quintett um Mastermind Liam Howlett mit dem Album „Always Outnumbered, Never Outgunned“ im Jahre 2004 ihr heiß ersehntes Comeback. The Prodigy, um das Jahr 90 gegründet, machten Mitte der Neunziger vor allem durch die wilden Tanz- und Gesangseinlagen von Keith Flint und Maxim Reality von sich reden, nachdem sich Howlett schon über ein Jahrzehnt in der Londoner Clubszene als DJ einen seine Sporen verdient hatte. Auch bei Rock am Ring wurden die Alternastage und ihr Vorplatz zum Hexenkessel, als die Jungs Big-Beat-Raketen wie „Breathe“, „Smack My Bitch Up“ und „Firestarter“ zündeten.
Besetzung
Maxim (Keith Palmer) - vocals (with
dreads)
Keith Flint - vocals
Rob Holliday - guitar
Liam Howlett - keyboards
Kieron Pepper - drums
Mit dem legendären DJ-Duo konnte Rock am Ring dieses Jahr einen Tag nach The Prodigy gleich zum zweiten Mal mit britischen Big-Beat-Pionieren als Headliner auf der Alternastage auftrumpfen. Tom Rowlands und Ed Simons ließen, abgebrüht wie immer, dermaßen tiefe Bassfrequenzen auf die Zuschauer los, dass jedes Molekül in den Körpern der Anwesenden in heftigste Vibrationen versetzt wurde.
Eine der wichtigsten deutschen Rockbands gab sich mit dem Hamburger Quartett bei Rock am Ring die Ehre: Dirk von Lotzow (Gesang, Gitarre), Rick McPhail (Gitarre), Jan Müller (Bass) und Arne Zank (Schlagzeug) spielten ein wunderbar stimmiges Set aus neuen Hits („Pure Vernunft darf niemals siegen“, „Aber hier leben, nein danke“) und alten Hymnen („Ich bin viel zu lange mit Euch mitgegangen“).
Besetzung
Dirk von Lowtzow - vocals, guitar
Rick McPhail - guitar
Jan Müller - bass
Arne Zank - drums
Stand: 09.09.2009, 15.44 Uhr
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