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Kultur
Rockpalast
Sendung vom 03. April 2006
Crossroads
Von Terence Trent d`Arby animiert und unterstützt, gründete Andrew Roachford 1986 in London die nach seinem Nachnamen benannte Band. Die Mischung aus Funk, Soul und Rock begeistert spätestens seit Titeln wie „Cuddly Toy“ oder „Family Man“ ein europaweites Publikum - als exzellenter Songwriter und als einer von Großbritanniens ausdrucksstärksten und einfühlsamsten Soul-Sängern machte er sich einen Namen. In den späten Neunzigern wurde es ruhiger um ihn, obwohl seine zeitlosen und warmen Love-Songs prominente Fans fanden. So zählen sich Michael Jackson, Chaka Khan, die Rolling Stones, U2 oder Oasis zu letzteren – für den ganz großen Durchbruch allerdings ist Roachfords Handwerk vielleicht zu filigran, zu ungenormt für die nach Glamour lechzende Popwelt. Dabei zeigt er live, in schnörkellosem Sound, der sich aus vielen Quellen speist, dass es im Soul-Rock-Bereich seinesgleichen nicht viele gibt. In stilvollem Outfit erinnert er nicht nur optisch an die Soul-Größen der Vergangenheit - wie einst Al Green oder Marvin Gaye versteht er es, die Menge zum Grooven und Träumen zu bringen. Mittlerweile, nicht zuletzt durch seine letztjährige Zusammenarbeit mit Mousse T., steht sein technisch versierter, hochmelodischer und eleganter Mix aus gitarrenlastigem Soul, Pop, Rock und Funk nicht nur bei R’n’B-Freunden wieder hoch im Kurs.
Besetzung:
Roachford: vocals, keyboards
Gabriell Gordon: guitar, backing vocals
Maik Schott: keyboards
Raoul Walton: bass
David Haynes: drums
Dafür, dass er seine Stimme, seine Qualitäten als Keyboarder wie auch seine Live-Präsenz in den Dienst vieler Weltstars stellte, hat der Blue-Eyed-Soul-Doyen aus Sheffield unter eigenem Namen speziell in Deutschland bemerkenswert selten im Licht der großen Öffentlichkeit gestanden. Fast zehn Jahre tourte Carrack mit Mike Rutherfords Mike & The Mechanics durch die Welt, steuerte einige der schönsten Melodien und Hits bei („Over My Shoulder“, „Another Cup Of Coffe“, „The Living Years“), war Teil von Squeeze, und wirkte oft im Hintergrund: Bei Elton John, Eric Clapton, B.B. King, Simply Red, Mark Knopfler, Roger Waters, Roxy Music, John Hiatt oder Nick Lowe. Also Solokünstler setzt sich Carrack seit jeher über Konventionen hinweg, lässt in temporeichen Nummern die besten Zeiten von Stax und Motown wie auch rauen Blues oder Merseybeat wieder aufleben. Teils entspannt, teils druckvoll, immer aber stimmungsvoll. Die vielleicht beste weiße Soulstimme, die Großbritannien je hervorgebracht hat. Wie schreibt der Musikexpress: „(Carrack) liefert seit seligen Squeeze-Tagen mit bestechender Beständigkeit Qualität, vereinzelt auch abseits des Mainstreams, und schließt mit `It Ain’t Over...´ nun endgültig zum großen Van Morrison auf. Eine der besten Produktionen diese Jahres in Sachen Adult-Pop.“
Stand: 08.09.2009
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