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Rockpalast
Sendung vom 02. Februar 2009
Crossroads-Festival mit Pure Reason Revolution und Rose Kemp
Rose Kemp tourte schon in jungen Jahren und verfasste sogar einige Lieder mit ihren Eltern Maddy Prior und Rick Kemp, beide Mitglieder der britischen Folk-Rock-Legende Steeleye Span. Kemps Entwicklung vom Folk der Frühtage zu einer ganz neuen, eigenständigen Form des Doom-Folks vollzog sich in wenigen Jahren und auf nur drei Alben. Live begeistern Kemp und ihren beiden Mitstreiter mit einer Atem nehmenden Vielfältigkeit und überraschend wuchtigen Gitarren. Ihr an Kate Bush gemahnender Gesang wird dabei von klassischen Rockriffs a la Black Sabbath und Led Zeppelin in ungekannte Ecken geschleudert.
Das englische Q-Magazin bezeichnete Pure Reason Revolution als „das fehlende Glied zwischen Pink Floyd und dem 21. Jahrhundert“. Richtig - und falsch. Sinnvoller ist es, auf das wunderbare Zusammenspiel zwischen Gitarre und weiblichem Gesang hinzuweisen, auf herrliche Gitarren-Arpeggios, verwoben mit Elektrobleeps, vor allem aber auf den wunderbaren polyphonen Gesang, der jubilierend wie der der Beach Boys daherkommt. Jeder Song schäumend vor Harmonien und Melodien, eine brodelnde Mixtur aus Prog-, Space- und Rave-Rock. Man darf gespannt sein, wie die nach Kants „Kritik der reinen Vernunft“ benannte, kunstinteressierte Band die Live-Umsetzung ihrer Songs gelingt.
Stand: 05.03.2009
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