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Sendung vom 01. Februar 2010
Rolling Stone Weekender: Brendan Benson, Billy Bragg, I Am Kloot,
Akron/Family
BRENDAN BENSON
BILLY BRAGG
I AM KLOOT
AKRON/FAMILY
Brendan Benson ist ein Singer/Songwriter, wie er im Buche steht: Sein aktuelles Album „My Old, Familiar Friend“ besticht durch kraftvolle, poppige Melodien, die gerne auch mal beatlesk ausfallen und mit klassischen Soul-Elementen angereichert werden. Einflüsse, an denen die Zusammenarbeit mit Jack White bei der gemeinsamen Band The Raconteurs bestimmt nicht unschuldig ist.
Billy Bragg, der von der britischen Tageszeitung The Times als „national treasure“ bezeichnet wurde, trat bereits in den Siebzigern mit der Punkband Riff Raff in Erscheinung, wurde aber erst Mitte der Achtziger als politisch engagierter Solokünstler bekannt. Bragg setzt sich mit seiner Folk-orientierten Songwriter-Musik gegen Rassismus, die Monarchie und Faschismus ein. Auf seinen zahlreichen Studioalben haben unter anderem Johnny Marr von den Smiths, Peter Buck und Michael Stipe von R.E.M. mitgewirkt. Sein aktuelles Album „Mr. Love & Justice“ beweist, dass Bragg nichts von seinem Biss verloren hat.
I Am Kloot kommen aus Manchester und arbeiten seit mittlerweile zehn Jahren an ihrem ganz eigenen Rock-Sound, der sehr ruhig und gefühlvoll klingt und oft auf Klaviermelodien oder akustischer Gitarre basiert. Dabei verzichtet die Band fast völlig auf große Effekte und starke Dynamik. Stattdessen evoziert Sänger John Bramwell mit soulig-rauer Stimme die ganz großen Gefühle.
Das US-Trio Akron/Family hat mittlerweile fünf Alben veröffentlicht, ist aber hierzulande noch weitgehend unbekannt. Das sollte sich ändern, denn die drei Herren nehmen Independent wirklich beim Wort und experimentieren fernab von Trends fröhlich und unbeschwert zwischen Neo-Folk, Avantgarde-Rock, World Music und Noise-Rock hin und her. Ein Klanglabor, das sie auch live auf der Bühne gekonnt umsetzen.
Stand: 17.01.2010
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