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Rockpalast
Sendung vom 06. März 2010
Rockpalast mobil
Wären die Eltern von Hennes Bender in den 60er Jahren nicht von Rüsselsheim nach Bochum gezogen, dann wäre Hennes sein Leben lang wohl nicht aus Rüsselsheim rausgekommen – so ist es jetzt Bochum geworden. 1968 wurde er in dieser Stadt geboren, verbrachte dort die gesamte Schulzeit, hat an der Ruhr Universität studiert und lebt noch heute „fußläufig“ (ein Wort, über das sich der Comedian gerne aufregt) in der Nähe der Zeche Bochum. In diesem legendären Club hat er viele Konzerte gesehen, denn er sieht gerne Bands live spielen.
Neben der Gabe andere Menschen zum Lachen zu bringen, ist seine Leidenschaft die Musik. Vor allem „Queen“ und „David Bowie“ haben es ihm angetan. Hier sprüht der Mann vor Insiderwissen und warnt auch jeden, dass man ihn besser nicht auf diese Ausnahmeband oder diesen Künstler ansprechen soll, wenn er bereits drei, vier Pils getrunken hat, denn dann ist er nicht mehr zu halten. Kein Wunder also, dass einer seiner drei Musikwünsche aus dem Rockpalast Archiv David Bowie mit „Under Pressure“ ist. Ein Stück, das Bowie zusammen mit Queen eingespielt hat. Außerdem hat er sich für Ben Folds und für Muse entschieden. Nicht nur die Songs sind hörenswert, sondern auch die Hintergrundinfos und Kommentare von Hennes: „Matt Bellamy von Muse ist die Veronika Ferres der Popmusik, der kann einfach alles spielen…“.
Selbstverständlich zeigt er uns auch die schönsten Ecken seiner Heimatstadt. Wir erfahren, dass aufgrund der „Singspielverordnung“ im Bochumer Bermuda Dreieck keine Live-Musik in Bars und Kneipen erlaubt ist, dass er auf das Bochumer Schauspielhaus stolz ist, er zeigt uns sein favorisiertes indisches Restaurant und er stellt unter Beweis, dass er in jedem Auto als Einparkhilfe eingebaut werden könnte.
Eine Fahrt durch das Ruhrgebiet muss aber auch über die A40 führen und so geht es von Bochum nach Essen. Dort in der Grugahalle fand 1977 die erste legendäre Rocknacht statt, die damals live im Fernsehprogramm der ARD gezeigt wurde. Hennes war zu diesem Zeitpunkt elf Jahre alt und hatte für Musik noch nicht so viel übrig. Das änderte sich ab den 80´er Jahren, danach hat er kaum noch eine Übertragung des Rockpalast verpasst. Nicht nur das macht diesen Menschen äußerst sympathisch...
Manuel Unger
Stand: 10.02.2010
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