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Rockpalast
Sendung vom 15. März 2010
Crossroads 2009: Jesse Dee, The Sweet Vandals
JESSE DEE
THE SWEET VANDALS
Jesse Dee lässt in seiner Musik die Anfänge von Soul und R'n'B wieder aufleben: Hier wird flehend geschluchzt, selbstbewusst gekreischt und wütend getobt - derart lebensprall, wie man es von Sam Cooke, Al Green, Etta James oder Otis Redding kannte. Diesem schmalen, weißen, aus Boston kommenden 29-Jährigen mag man die Explosivität und Urwüchsigkeit, die scheppernde Energie, die seine Musik transportiert, kaum zutrauen. Doch er ist ein Künstler, der die kleinen und die großen, die privaten und universellen Tragödien im einen Moment in Lieder wie aus Bronze zu gießen vermag, um sie im nächsten in Songs aus Samt zu betten.
Klassischer Funk, authentischer Soul. Aus Spanien. Auf der Bühne ein nie versiegender Quell organischen Grooves, nennen The Sweet Vandals ihren Stil selbst "Dirty Club Sound": Warm, energiegeladen, uneben, dabei zielstrebig bis ins Mark. Mit Mayka Edjole steht bei The Sweet Vandals eine Persönlichkeit im Mittelpunkt, deren stimmliche Fähigkeiten an Dusty Springfield und deren Entertainer-Qualitäten an James Brown erinnern. Ein Energiebündel par excellence, getragen von knarzigen Hammond-Sounds, dezent verschwitzten Gitarren und einem monsterhaften Deep-Funk, der noch jeden, der ihren Konzerten beiwohnte, zum überzeugten Fan und schweißgebadeten Tanzbündel hat werden lassen.
Stand: 17.01.2010
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