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Rockpalast
Sendung vom 27. März 2010
Rockpalast mobil
Clueso heißt eigentlich Thomas Hübner, aber so nennt ihn vielleicht noch seine Mutter, ansonsten geht er als „Cluesn“ durch. Er kommt aus Erfurt und feiert dieses Jahr seinen 30. Geburtstag. So viel zu den Fakten. Wichtiger ist seine Musik und dass er ein äußerst sympathischer und netter Mensch ist. Mit seiner unvergleichlichen, rauen Stimme singt er seine Texte, die mittlerweile aus fast jedem Radio zu hören sind. Clueso ist im Mainstream angekommen. Seine Platten verkaufen sich, seine Konzerte sind bestens besucht und im Dezember 2009 wurde er als einziger Künstler mit zwei 1Live Kronen ausgezeichnet. Bei diesem Publikumspreis stimmen die Hörer des Radiosenders 1Live darüber ab, wer die Auszeichnung mit nach Hause nehmen darf.
Mit dem Ruhrgebiet hat er eigentlich nicht so viel zu tun, außer dass er bei seinen Revier Konzerten meistens vor vollem Haus spielt. Die Leute hier mögen ihn und seine Musik und er mag die Menschen aus dem Pott. Für ihn gibt es da Parallelen zu Erfurt, seiner Heimatstadt. Wir holen Clueso in Bochum in der Jahrhunderthalle ab und fahren mit ihm zum Tetraeder nach Bottrop. Auf einer 90 Meter hohen Halde befindet sich eine Aussichtsplattform, die nur etwas für schwindelfreie Menschen ist. Von hier hat man einen grandiosen Ausblick über das Ruhrgebiet. Logisch, dass Cluesn nach ganz oben will.
Unten wieder angekommen beschert er uns einen magischen Moment: zusammen mit seinem Cellisten Matze spielt er bei uns im Rockpalast Mobil (als erster Gast überhaupt) einen Song live – ein Erlebnis! Danach müssen wir aber auch schon wieder aufbrechen, denn seine Band und die Stüba Philharmonie warten bereits in der Zeche Zollverein. Hier, im Weltkulturerbe und Aushängeschild des Ruhrgebiets, spielt er zusammen mit über 80 Leuten eines der letzten Konzerte des Jahres 2009.
Auf der Fahrt unterhalten wir uns über das Älterwerden, darüber ein Sexsymbol zu sein und natürlich sehen und hören wir auch Musik aus dem Rockpalast Archiv. Als Clueso aussteigt, hat man das Gefühl einem guten Freund „Tschüss“ zu sagen, in der Gewissheit, ihn bald wieder zu sehen.
Manuel Unger
Stand: 19.03.2010
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