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Grugahallen-Special

  • SendeterminSamstag, 10. April 2010, 22.55 - 05.55 Uhr .
Grugahalle Essen

Rockpalast ehrt eine Konzerthalle, die über 50 Jahre Rock-Geschichte geschrieben hat: die Grugahalle in Essen. Hier fanden nicht nur die legendären Rockpalast Rocknächte statt. Von Bill Haley über die Beatles und Frank Zappa haben hier internationale Rockstars einige ihrer besten Konzerte geliefert.

22.55 Uhr:
Beatles, Bibel, Rockpalast – Die Grugahalle Essen

In ihrer 60-minütigen Dokumentation „Beatles, Bibel, Rockpalast“ zeichnen Claus Bredenbrock und Pagonis Pagonakis die bewegte Geschichte der Grugahalle nach. Bereits im Jahre 1958 werden hier acht „Ruhestörer“ von der Polizei verhaftet, als beim Konzert von „Bill Haley& The Comets“ das Publikum außer Rand und Band gerät. 1966 geben die Beatles in der Grugahalle eines ihrer letzten Live-Konzerte überhaupt. Im Juli 1977 findet hier die erste Rockpalast-Rocknacht mit Rory Gallagher, Little Feat und Roger McGuinn’s Thunderbird statt. Insgesamt 17 Rocknächte sendet der WDR in den folgenden Jahren aus der Grugahalle, der Rockpalast etabliert sich als Kultsendung des deutschen Fernsehens und macht die Halle auch international berühmt. Am 22. November 2008 feiert der Rockpalast das 50-jährige Jubiläum der Grugahalle – natürlich mit einer Rocknacht. Mit dabei: Travis, Ben Folds, Donavon Frankenreiter, Fleet Foxes, Glasvegas und The Rascals.
Anhand von Archivmaterialien der ARD-Sender, Kommentaren von Zeitzeugen und ausgewählten Musikbeispielen entsteht das Porträt einer Halle, die in der Popkultur der „Kulturhaupstatdt 2010“ eine herausragende Rolle einnimmt.

23.55 Uhr:
ZZ Top

Die bärtige Blues-Rock-Gruppe aus Texas schloss die 6. Rocknacht am 19./20. April 1980 ab. Es war der erste Auftritt der Band außerhalb der USA und das erste Fernsehkonzert der Gruppe überhaupt. Die Band wurde 1970 von Gitarrist und Sänger Billy Gibbons gegründet. Musikalische Vorbilder für ZZ Top waren Rock-Bands wie Jimi Hendrix und Cream, aber auch Bluesmusiker wie Muddy Waters und John Lee Hooker. Das Rockpalast-Konzert war ein voller Erfolg, und die bis dato nur in USA bekannte Band wurde kurz darauf in ganz Europa berühmt.

01.30 Uhr:
Mitch Ryder

Der Rock'n'Roll-Sänger aus Detroit schrieb mit seiner Band "Mitch Ryder And The Detroit Wheels" Rock-Geschichte. Ryder ist einer der wenigen weißen Sänger, die R'n'B bis ins Letzte beherrschen. Sein Auftritt in der 5. Rockpalast-Nacht 1979 stand unter keinem guten Stern: Trotz guter Vorstimmung und geplanter Jam-Session kam es kurz vor dem Auftritt in der Garderobe zum Tumult, und eine Gitarre verfehlte Mitch nur knapp. Schon das (Nicht-)Interview mit Alan Bangs war ein Desaster. Am Ende wurde es ein fantastischer Gig, die Band und Ryder schienen einen Krieg auf der Bühne auszutragen, was den Songs aber keinen Abbruch tat. Rock'n'Roll vom Feinsten.

03.00 Uhr:
Mother’s Finest

Die Band, die 1975 in Chicago vom Gesangsduo Joyce Kennedy und Glenn Murdock gegründet wurde, eröffnete die Live-Übertragung der 2. Rocknacht 1978 mit einer explosiven Mischung aus Rock, Funk und Soul. Mother’s Finest waren eine der ersten Gruppen überhaupt, die einen Crossover aus schwarzem Funk und weißem Rock’n’Roll spielten. Die Studioalben der hervorragenden Live-Formation kamen leider nur sehr schlecht an. 1984 trennte sich die Band, Joyce Kennedy wurde Solistin und Bassist Wizzard wurde zum Papst des funkigen Slap-Bass-Spiels. Seit dem Jahr 2000 ist die Band wieder aktiv. Höhepunkte ihrer ersten Rockpalast-Show waren natürlich die charismatische Sängerin Joyce Kennedy und Wizzards grandioses Bass-Solo.

03.55 Uhr:
Travis / Donavon Frankenreiter

Travis werden immer wieder mit radiotauglichem Britpop assoziiert, mit dem sich so ziemlich jeder identifizieren kann. Doch im Herzen haben die Exilschotten den Rock. Die Väter von Hitsingles wie "Why Does It Always Rain On Me?" und "Sing" meldeten sich nach einer längeren Ruhephase 2007 lautstark mit "The Boy With No Name" und einem fulminanten Auftritt bei Rock am Ring zurück, der auch ewige Nörgler überzeugte. 2008 folgte der in nur sechs Wochen produzierte Nachfolger "Ode To J. Smith".

Donavon Frankenreiter, der Mann, der auf der Bühne mit Cowboyhut, Schlaghosen und Walrossbart aussieht wie ein zauseliger Südstaatenrocker, ist in Wirklichkeit Profi-Surfer, der ähnlich wie sein Kollege Jack Johnson die Musik gekonnt mit dem Warten auf die nächste Welle vereinigt hat. Klassischer Rock wechselt sich bei ihm ab mit souligen und neuerdings auch funkigen Passagen. An seinem dritten Album mit dem Titel "Pass It Around", das Frankenreiter beim Rockpalast-Festival „50 Jahre Grugahalle“ vorstellte, haben die ähnlich entspannten Herren Ben Harper und G. Love mitgewirkt.

Stand: 12.03.2010


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