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Area4 Festival 2012: Me First & The Gimme Gimmes / Boysetsfire / Sick Of It All / Agnostic Front

17.-19. August 2012 - Lüdinghausen

  • SendeterminMontag, 03. September 2012, 00.15 - 02.45 Uhr.
Logo Area4 Festival

00.14  ME FIRST & THE GIMME GIMMES
 
01.05  BOYSETSFIRE
 
01.40  SICK OF IT ALL
 
02.10  AGNOSTIC FRONT

Me First & The Gimme Gimmes

Die Punkrock-Supergruppe Me First & The Gimme Gimmes, bestehend aus Sänger Spike Slawson (Swingin' Utters/Re-Volts), Bassist „Fat" Mike Burkett (NOFX), Gitarrist Chris Shiflett (Foo Fighters/No Use For A Name), Gitarrist Joey Cape (Lagwagon) und Schlagzeuger Dave Raun (Lagwagon). Als wäre die Zusammensetzung nicht schon außergewöhnlich genug: Die Allstar-Rocker beschränken sich in ihrer Musik auch noch auf das Covern bekannter Songs. Bei jedem Album der Gruppe steht ein anderer Abschnitt der Musikgeschichte im Fokus. So beschränkt sich das erste Werk „Have A Ball“ (1997) auf die 1960er, 1970er und 1980er mit Songs von Größen wie Elton John, Neil Diamond oder John Denver. Die weiteren Alben arbeiten an Richtungen wie R&B, Country oder Pop-Musik. Neben dem Faible für verschiedene Musikrichtungen hegen Me First & The Gimme Gimmes auch eine Leidenschaft für verrückte Kostümierungen auf der Bühne. Genauso verrückt: Auf ihrem 2011 erschienenen Album „Sing In Japanese“ orientierten sich die Musiker - wie der Name schon sagt - an Musik aus Fernost.

Boysetsfire

Das Leben einer Rockband ist nicht immer einfach. Gerade zu Beginn vieler Karrieren fehlt es den ambitionierten, motivierten Musikern an Geld, ordentlichen Aufnahmestudios und einer überregionalen Fanbasis. Ganz ähnlich gestalteten sich auch die Anfangsjahre der 1994 gegründeten Post-Hardcore-Gruppe Boysetsfire. So musste das erste Album der Band „The Day The Sun Went Out“ (1997) mit weniger Geld produziert werden, als manch anderer bei einem kurzen Shoppingausflug in seinem Portemonnaie mit sich herumträgt. Nach einer ersten Europatour und mit dem zweiten Album „After The Eulogy“ (2000) kam dann langsam auch der verdiente Erfolg für Boysetsfire. Aller guten Dinge sind drei: Der kommerzielle Durchbruch kam für die Powerrocker Nathan Gray, Chad Istvan, Josh Latshaw, Matt Krupanski und Rob Avery mit dem nächsten Werk „Tomorrow Come Today“ (Avery wurde kurz nach der Veröffentlichung durch Robert Ehrenbrand ersetzt). Nach einem Zerwürfnis mit ihrer ursprünglichen Plattenfirma platzierte die Gruppe erst 2006 „The Misery Index: Notes From The Plague Years“ in den Plattenregalen weltweit. Bereits ein Jahr später endete die Historie der Formation fürs Erste: Boysetsfire gaben ihre Trennung bekannt. Doch wie so viele Trennungen im Musikgeschäft hielt auch diese nicht für lange Zeit. Im Jahr 2010 schloss sich die Gruppe wieder zusammen und startete gleich eine Tour durch „Good Old Europe“. Nach dem Ausstieg von Bassist Ehrenhard (wurde durch Marc Krupanski ersetzt) dürfen sich die Fans von Boysetsfire im Jahr 2012 wohl auch wieder über neues Material freuen, denn die Band ließ verlauten, dass eifrig an neuen Songs gearbeitet werde.

Sick Of It All

Bis heute ist diese Band ein fester Bestandteil der New Yorker Hardcore-Szene. Die Rede ist natürlich von niemand Geringeren als der 1986 gegründeten, unverwüstlichen Formation Sick Of It All (SOIA). So richtig international durchgestartet sind die Rocker allerdings erst mit ihren Alben „Just Look Around“ (1992) und „Scratch The Surface“ (1994). Es folgten große Touren der Gruppe um die Gebrüder Koller durch Japan, Europa und Südamerika. Die international erfolgreichste Platte der Gruppe erscheint mit „Based On A True Story“ im Jahr 2010 – sie schafft es sogar unter die Top-50 der amerikanischen Albumcharts. In der Folgezeit bringen Sick Of It All ihren New Yorker Punkrock gepaart mit durchaus gesellschaftskritischen Texten auf Touren mit Bands wie Rise Against oder AFI. In Deutschland waren SOIA 2012 unter anderem beim Area4-Festival im nordrhein-westfälischen Lüdinghausen zu sehen.

Agnostic Front

Recht chaotisch startete die Band Agnostic Front in ihren frühen Jahren: Wüste Schlägereien und wechselndes Personal markierten die Anfangsjahre der Hardcore-Punk-Formation. Nach der Gründung 1982 in New York etablierten sich Gitarrist Vinnie Stigma und Sänger Roger Miret als ständige Mitglieder. Ihr erstes Album „Victim In Pain“ aus dem Jahr 1984 gilt als Vorzeigeplatte des New York Hardcore. Nach einem kleinen Abstecher in die Metal-Szene mit der Platte „Cause For Alarm“ (1986) folgte die Rückbesinnung auf den Hardcore-Punk mit „Liberty & Justice For…“ sowie Auftritte mit Größen wie Slayer oder Motörhead. Aufgrund einer Gefängnisstrafe des Sängers Miret wurde es die nächsten Jahre ruhig um Agnostic Front. Erst 1992 veröffentlichten die Amerikaner ihr nächstes Album und verkündeten kurz danach ihre Auflösung. Doch die Reunion ließ nicht allzu lange auf sich warten: Es folgten die Alben „Something’s Gotta Give“ (1998), „Riot, Riot, Upstart“ (1999), „Dead Yuppies“ (2001), „Another Voice“ (2004), „Warriors“ (2007) und „My Life, My Way“ (2011). Im Jahr 2012 spielen Agnostic Front unter anderem beim Area4 und beim Highfield Festival in Deutschland.

Stand: 31.08.2012, 03.01 Uhr


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