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Rockpalast
Sendung vom 21. Januar 2013
Crossroads 2012: Golden Kanine, Nive Nielsen & The Deer
Children
00.15 GOLDEN KANINE
01.15 NIVE NIELSEN & THE DEER CHILDREN
Ein schwedisches Quintett, das Melancholie und Lebensfreude kollidieren lässt, das liedgesteuerten, opulenten Indie-Pop zwischen Mumford & Sons, Wolf Parade und Kristofer Åström anrührt, der aber stets nach vorne drängt, immer nervös aus der Spur zu springen bereit ist. Viele Instrumente, feine Songs - sich darin suhlend zwei angenehm brüchige Stimmen. Mitreißend und taumelnd, tief und betörend. Mit Bläsern und Banjo, mit Mandoline, Tasten und Percussion verfeinert, ist ihr ehemals purer Indie-Folk-Rock nun derart umfassend, dass die Programmankündigungen ihrer Auftritte beim Hurricane- und Southside-Festival ihre Musik gar als „Post-Rock“ bezeichneten. Unzählige Clubs und viele kleine bis mittelgroße Festivals haben sie beehrt, einem größeren Publikum wurde die Band aus Malmö im Vorprogramm der letzten Tour ihrer Landsleute Mando Diao bekannt. „Golden Kanine scheinen die Seele an ihrer Wurzel zu berühren und einen Jeden für sich einzunehmen“, schreibt das JMC Magazin und Visions warnt: „Darf man keinesfalls verpassen!“
Nive Nielsen kommt aus Grönland. Sie ist Inuit, besser: Inuk, gewann den amerikanischen IMA (Independent Music Award) und arbeitete für ihr erstes Album „Nive Sings!“ u.a. mit Howe Gelb, John Parish und Leuten von den Black Keys und Wolf Parade zusammen. Interessanter noch als ihre Hintergrundgeschichte aber ist ihre begeisternde Fähigkeit, mit ihrer warmen, unaufgeregten Stimme dem nie spröden Songmaterial Leichtigkeit und Tiefe zugleich mitzugeben. Ihre Geschichten sind jedweder zeitlichen und örtlichen Zuordnung entzogen, ihre Melodien animieren mal zum Mitsummen, dann wieder erinnern sie an von Elfen gesungenen Cowboy-Balladen. Und sie finden einen ganz eigenen, charmanten Weg, sich in Herz und Hirn zu verankern. Nive Nielsens international besetzte, fünfköpfige Band „The Deer Children“ färbt ihren mal verspielten, mal dunklen Folk-Pop in den abwechslungsreichsten Schattierungen. Wundervoller Indie-Folk, mit sehr originellem Touch.
Stand: 20.11.2012, 22.12 Uhr
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