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Servicezeit
:Gesundheit
Sendung vom 12. Oktober 2009
Migräne: heraus aus der Qual
In Deutschland leiden circa acht Millionen Menschen an einer Migräne – Frauen häufiger als Männer. Im Durchschnitt haben Betroffene sieben Attacken pro Monat. Obwohl die Krankheit seit über 4.000 Jahren bekannt ist, gibt es bis heute noch keine hinreichende Erklärung für die oft unerträglichen Schmerzen. „Ein Gefühl, als ob der Kopf platzt“, sagen viele Migränepatienten, wenn sie ihre Schmerzen beschreiben sollen. Dazu können quälende Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Lärm- und Lichtscheue kommen. Trotzdem: Auch bei schweren Anfällen schleppen sich – laut einer jüngsten Umfrage der DAK – mehr als 53 Prozent der Betroffenen zur Arbeit. Viele können den Tag nur mit starken Schmerzmitteln bewältigen. So wird die Einnahme von schmerzlindernden Medikamenten schnell zum täglichen Ritual. Ein Teufelskreis, der leicht in die Abhängigkeit führt.
Migräne ist eine chronische Erkrankung. Die Betroffenen müssen lernen, mir ihr zu leben. Es gibt eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten, um Häufigkeit, Dauer und Stärke der Migräne zu vermindern. Wichtig für die Wahl der richtigen Behandlung ist die gezielte Diagnose. Ein Schmerztagebuch zum Beispiel hilft dem behandelnden Arzt, Auslöser und verschlimmernde Faktoren für die anfallartigen Kopfschmerzen zu erkennen. Die darauf aufbauende Behandlung soll den Patienten helfen, ihre Migräne im Alltag in den Griff zu bekommen und die Angst vor der nächsten Schmerzattacke zu verlieren. Ziel ist, die Schmerzintensität und die Häufigkeit von Anfällen zu senken und damit auch den Gebrauch von Arzneimitteln in vertretbaren Grenzen zu halten.
Servicezeit: Gesundheit zeigt, wie eine erfolgreiche Schmerztherapie aussehen kann. Außerdem geht sie der Frage nach: Kann eine Operation die Lösung sein?
Stand: 05.10.2009