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Servicezeit
Sendung vom 25. März 2011
Gemüsereiben im Praxistest
Für die Zubereitung von Rohkostsalat sind sie quasi unerlässlich: Gemüsehobel und -reiben. Egal, ob Gurken, Möhren, Ingwer, Kohlrabi oder Zucchini – mit den flotten Küchenhelfern soll alles in Sekundenschnelle in Scheiben, Streifen oder Würfel geschnitten sein. Funktioniert das tatsächlich? Welche Modelle sind wirklich praktisch? Hilft ein Elektromotor oder eher ein neues Reibenpatent? Unsere Tester haben tüchtig gerieben, geraspelt und gehobelt, um die Antwort zu finden.
Westmark, Gemüseschnitzler „Vegeta“
Beine auseinanderklappen, Schneidscheibe einschieben, Hebel einstecken – zusammengebaut ist dieses Modell von Westmark recht flott, doch anschließend offenbart es seine Tücken: So muss beispielsweise die Gurke vorher recht klein geschnitten werden, damit sie überhaupt in den Einfüllstutzen passt und der Hebel sich noch drehen lässt. Auch mit dem Schnittergebnis sind unsere Tester nicht zufrieden: „Es sieht sehr zerfleddert aus“, so Ina. Die Messerscheiben sind nicht scharf genug, es tritt viel Saft aus, das Ergebnis sieht „matschig“ aus, ergänzt ihr Mann Dieter. Auch bei dem Versuch, Möhren zu schneiden, erzielt Björn Freitag kein besseres Resultat. Zudem, kritisiert er, „hängt der ganze Schmodder noch im Gerät.“
One Touch, Elektrischer Gemüsehobel
Für den Aufbau dieses Gerätes braucht man schon eine gehörige Portion technischen Verstand. Beide Testgruppen mühen sich sehr lange, bis sie dieses Gerät endlich einsatzbereit haben. Und mit „One Touch“, also mit der Berührung einer Hand, kommt man auch nicht weit. Denn zuerst muss die Gurke der Länge nach halbiert werden, damit sie in den Einfüllstutzen passt. Anschließend schneidet der batteriebetriebene Hobel die Gurke zwar, aber nur unter beträchtlicher Geräuschentwicklung. „Das hört sich an, als wenn der Motor gleich streikt“, beschreibt Björn Freitag die Aktion. Aber: Das Ergebnis ist gut, die Scheiben sind gleichmäßig geschnitten. Kleiner Nachteil: Man kann keine unterschiedlichen Größen einstellen.
Microplane, Vierkantreibe
Ein Klassiker, aber nach einem patentierten Verfahren werden die Reiben nicht gestanzt, sondern aufgebracht. Das Ergebnis sollen sehr scharfe Ränder an den Löchern sein. Insgesamt wartet die Reibe mit vier Reibflächen auf: mittelgroße Schneide, sehr grob, Hobel und fein.
Das Messer zum Gurkenschneiden ist diagonal angebracht. Auf der relativ schmalen Schnittfläche kann keine ganze Gurke geschnitten werden – auch hier muss die Gurke der Länge nach halbiert werden.
Beim Test erweisen sich die Reiben tatsächlich als sehr scharf. „Das geht leicht von der Hand“, zeigt sich Sternekoch Björn Freitag zufrieden. Auch die Ergebnisse überzeugen ihn. Familie Könnes freut sich, dass mit dieser Reibe auch ein perfekter Abrieb von Zitronen gelingt. Allerdings: Aufgrund der wirklich extrem scharfen Reiben muss man schon gut auf seine Finger aufpassen.
Vorteil für die Reinigung: eine Seite ist zum Herausnehmen, sodass man auch einfach in das Innere der Reibe gelangt.
Börner, V5 Powerhobel
Erster Vorteil dieses Gerätes: Der Scheibeneinschub ist höhenverstellbar und ermöglicht so vier Schnittstärken (circa 1, 3, 4 und 5 Millimeter dicke Scheiben). Durch zwei weitere Einsätze können zudem Würfel oder Streifen produziert werden. Auch den zweiten Vorteil bemerken unsere Tester schnell: Die Messer sind sehr scharf, was das Reiben einfach macht. Zudem enthält dieser Hobel einen Restehalter, sodass bis zum Schluss gefahrlos für die Finger geraspelt werden kann. Von den Ergebnissen sind unsere Tester begeistert: „Wow, das nenne ich mal richtig schöne Gurkenscheiben – schön rund und gleiche Dicke“, so Sternekoch Freitag. Auch die Ingwerstifte werden perfekt gleichmäßig geschnitten, zeigen sich unsere Tester zufrieden.
Eindeutiger Testsieger in unserem Praxistest ist der V5 Powerhobel von Börner. „Er ist sehr funktional, man kann verschiedene Scheiben einsetzen, das Ergebnis war toll, und er ist absolut gut sauber zu machen“, erklärt Björn Freitag. Zusätzlich loben Dieter und Ina Könnes den Restehalter: „Daumen hoch statt Daumen ab“, so unser Servicezeit-Moderator.
Stephan Creydt
Stand: 25.03.2011
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