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Sendung vom 08. Juni 2011
Sonnenschirme im Test
(Dieser Beitrag kann aus rechtlichen Gründen nicht als Video im Internet gezeigt werden)
Muss ein guter Sonnenschirm teuer sein? Was macht einen guten Sonnenschirm aus? Ist der preiswerte genauso stabil und standfest wie der teure? Wie sieht es mit der Verarbeitung aus? Wir haben drei Schirme aus drei Preisklassen getestet. Nicht alle sind stabil und langlebig.
Zusammen mit der Hamburger Schirmmacherin Carola Vertein und den Betreibern des Naturbads in Hasbergen testen wir drei Schirme und ihre zugehörigen Ständer:
Zunächst geht es um den Aufbau. Innerhalb kürzester Zeit steht der günstigste Schirm. Er lässt sich im Gegensatz zu den beiden anderen ganz ohne Werkzeug aufbauen. Aber auch bei den beiden teureren Schirmen läuft der Aufbau problemlos.
Carola Vertein hat noch einen wichtigen Tipp zum Aufbau: „Damit ein Sonnenschirm möglichst lange hält, nie den Schirm vor den Bauch halten und dann versuchen, ihn zu öffnen.“ Besser sei es, den Schirm aufzuspannen, wenn seine Spitze nach oben zeigt.
Beim Schirmkauf sollte man unbedingt darauf achten, dass der Bezug des Schirms eng auf seinem Gestell aufliegt. „Wenn zu viel Spiel dazwischen ist, zerrt der Wind immer wieder am Bezug, sodass der irgendwann einreißen kann“, erklärt Carola Vertein.
Damit die Angriffsfläche für den Wind möglichst klein ist, sollte der Schirm übrigens mindestens zehn Stangen haben, die den Bezug halten. Außerdem sollte sich das Gestell nicht leicht verbiegen lassen und nach einer Belastung von selbst wieder in seine ursprüngliche Form zurückgehen. Nur dem teuersten Schirm bescheinigt die Schirmmacherin eine gute Verarbeitung.
Nicht alle Schirme haben ein Scharnier, mit dem sie sich an verschiedene Sonnenstände anpassen lassen. In unserem Test lässt sich nur der 100-Euro-Schirm nicht beliebig knicken, die anderen schon. Bei dem Billigschirm ist die Knickstelle allerdings so schlecht verarbeitet und scharfkantig, dass sich Nutzer sehr schnell die Finger daran klemmen könnten.
Für die Windbeständigkeit ist vor allem entscheidend, wie gut der Schirm im Ständer befestigt ist. Am besten hält sich bei unserem Vergleich der Schirm, der in einer Art Schraubstock fest am Ständer fixiert ist.
Auch die Stabilität des Gestells spielt hier eine große Rolle. So ist der Billigschirm nach wenigen Windböen komplett verbogen, wohingegen sich unser teuerster Testschirm problemlos in seine alte Form zurückbringen lässt.
Aber auch gute Schirme sind bei heftigen Windstößen machtlos: „Schirme sollten bei aufkommendem Wind am besten sofort geschlossen werden“, empfiehlt die Schirmmacherin.
Wer länger als einen Sommer etwas von seinem Schirm haben möchte, sollte davon ausgehen, dass er für Schirm und Ständer mehr als 100 Euro ausgeben muss. Aber auch dann lohnt es sich, vor dem Kauf noch einen Blick auf die Verarbeitung zu werfen.
Übrigens sollte man sich auch unter einem Sonnenschirm mit Sonnenschutz eincremen, da von den Seiten Licht einfällt und die Umgebung die UV-Strahlen reflektiert.
Melanie Stinn
Stand: 08.06.2011
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