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Sendung vom 20. Juni 2011
Zelt: der Klassiker
Zelte sind praktische und preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten, die sich fast überall aufbauen lassen. Man unterscheidet zwischen Kuppel- und Tunnelzelten.
Tunnelzelte bestehen aus mindestens zwei Gestängebögen, die parallel verlaufen, ohne sich zu kreuzen. Zelte dieser Bauweise lassen sich schnell aufbauen und verfügen über eine sehr gute Raumausnutzung bei geringem Gewicht. Innen- und Außenzelt sind meist miteinander verbunden.
Kuppelzelte sind einfache Zeltaufbauten, bei denen sich mindestens zwei Gestängebögen (meist in der Mitte) kreuzen und somit die Form einer Kuppel bilden. Kuppelzelte sind bei Wind standfester, Tunnelzelte bieten dagegen mehr Innenraum.
Haltbare Zelte sind doppelt genäht, reißfest und mit Stangen verbaut, die sich nicht so leicht verbiegen.
Die maximale Personenanzahl eines Zeltes wird durch die Zeltbreite bestimmt, wobei eine Trekking-Isomatte mit einer Breite von etwa 55 Zentimetern für eine Person als Standard gilt. Es ist ratsam, einen zusätzlichen Schlafplatz für Gepäck einzuplanen.
Beim Kauf eines Zeltes ist vor allem auf die Wasserdichtigkeit zu achten. Die Maßeinheit dafür ist die Wassersäule. Je höher diese ist, desto dichter ist das Gewebe. Die Wassersäule gibt an, welchen Wasserdruck das Außenmaterial des Zeltes aushält, bevor es nass wird und Regen eindringen kann. Insbesondere der Zeltboden benötigt hohe Wassersäulenwerte, da der Druck der Personen Wasser, das sich eventuell unter dem Zelt angesammelt hat, durch den Boden hoch drückt. Für absolute Wasserdichtigkeit in regenreichen Gebieten sollte eine Wassersäule von 8.000 bis 10.000 Millimetern erreicht werden. Gelegentliche Regenschauer hält auch ein Zeltboden mit 5.000 Millimetern aus. Allerdings beeinträchtigt eine sehr hohe Wassersäule die Atmungsaktivität des Zeltes.
Sehr preiswerte Modelle sind aber meist aus minderwertigen Stoffen, die allzu leicht reißen und damit nur kurzzeitig Freude bereiten.
Bärbel Maiwurm
Stand: 20.06.2011
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