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Sendung vom 20. Juni 2011
Wohnwagen und Wohnmobile
Ein Wohnwagen (auch: Caravan) ist ein Anhänger für Kraftfahrzeuge, in dem sich eine Wohnungseinrichtung befindet. Der wesentliche Unterschied zu Wohnmobilen ist das Fehlen eines eigenen Antriebs.
Ein Wohnwagen hat den Vorteil, dass das Auto nach dem Abstellen des Caravans für Ausflüge zur Verfügung steht, ohne den ganzen Hausstand mitnehmen zu müssen. Zudem kostet ein Wohnwagen meist deutlich weniger als die Hälfte eines Wohnmobils in vergleichbarer Größe.
In der Regel haben Wohnmobile in Europa eine Länge von knapp unter 6 Metern bis zu 9 Metern. Die Mietkosten für ein Wohnmobil liegen zwischen 40 bis zu mehreren Hundert Euro pro Tag. Außerhalb der Hauptsaison zahlt man meist 50 bis 60 Prozent weniger. Wer ein Wohnmobil mieten möchte, sollte sich Angebote verschiedener Ausleiher einholen. Dabei muss man auch auf Zusatzkosten achten: etwa für Kaution, Versicherung, Gas und die Endreinigung.
Viele Wohnmobile sind regelrechte Spritschlucker. Der Verbrauch kann je nach Größe und Fahrstil zwischen 10 und 35 Litern auf 100 Kilometern liegen.
Die Einrichtung von Wohnmobilen ist meist in Leichtbauweise gebaut und oft nicht so stabil, wie sie scheint, denn das Gewicht des Fahrzeugs soll 7,49 Tonnen nicht überschreiten. Andernfalls dürfte es von den meisten Führerscheinbesitzern nicht gefahren werden.
Mit der Fahrerlaubnis der Klasse B beziehungsweise BE können Reisemobile bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht gefahren werden. Wer über den alten Führerschein der Klasse 3 verfügt, darf Fahrzeuge bis zu 7,5 Tonnen fahren.
Das Mindestalter für das Anmieten von Wohnmobilen beträgt in der Regel 21 Jahre. Der ADAC bietet Fahrtrainings für Wohnmobile und Wohnwagen an.
Wohnmobile und Wohnwagen müssen für den Verkehr auf öffentlichen Straßen zugelassen sein, auch wenn sie auf Campingplätzen stehen und nicht bewegt werden.
Bärbel Maiwurm
Stand: 20.06.2011
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