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Mobbing am Arbeitsplatz

  • SendeterminMontag, 10. Oktober 2011, 18.20 - 18.50 Uhr.
  • WiederholungsterminDienstag, 11. Oktober 2011, 13.00 - 13.30 Uhr (Wdh.).

Bei der telefonischen Anlaufstelle des Landes Nordrhein-Westfalen „MobbingLine“ zählt man monatlich etwa 250 Anrufer. Häufig sind überdurchschnittlich qualifizierte, leistungsstarke Mitarbeiter von Mobbing betroffen.

Gestresste Frau mit Telefonhörer in der Hand hält sich
den Kopf
Viele Menschen werden am Arbeitsplatz Opfer von Mobbing

Entstehung von Mobbing

Die häufigsten Ursachen von Mobbing sind intransparente Betriebsabläufe, starke Hierarchien und Mängel im Informationssystem. Auch unzureichendes Führungsverhalten oder mangelnde Abgrenzung von Kompetenz- und Aufgabenbereichen sowie eine unzureichende Konfliktkultur im Unternehmen oder der einzelnen Abteilung können Ursache sein.

Grafik: Positive Beurteilung des Sozialverhaltens in einem
Arbeitszeugnis
Eine unzureichende Konfliktkultur kann eine Ursache für Mobbing sein

Folgen von Mobbing

Mobbing führt häufig zu Arbeitsausfall oder sogar zu dauerhafter Arbeitsunfähigkeit, daher ist Mobbing schlecht für unsere Wirtschaft und unerträglich für den Einzelnen. Die gesundheitlichen Folgen sind vielfältig. Häufig werden Magenprobleme, Schlaf- und Konzentrationsstörungen bis hin zu Depressionen genannt. Im schlimmsten Fall kann sogar Selbstmord die Folge sein.

Maßnahmen gegen Mobbing

Prävention ist wichtig, damit Mobbing gar nicht erst aufkommt oder rechtzeitig eingedämmt werden kann. Sehr hilfreich ist etwa, wenn es eine Beschwerdestelle im Betrieb gibt. Wichtig ist auch, dass Mitarbeiter Schulungen zu den Themen „Gesprächsführung“ sowie „Umgang mit Konflikten“ besuchen. Eine aktive Informationspolitik kann für vertrauensvolle Teamarbeit und gute Unternehmenskultur sorgen.

Zwei Männer im Beratungsgespräch
Sehr hilfreich ist eine Beschwerdestelle im Betrieb

Kollegen gegen Mobbing

Handeln ist in jedem Fall gefragt. Kollegen sollten Zivilcourage zeigen – je früher, desto besser. Sie sollten sich einmischen, ohne vorschnell Partei zu ergreifen. Allein die offene Missbilligung von Mobbing oder das Ansprechen eines unbefriedigenden Umgangs mit einem Kollegen kann Wunder wirken. Im Einzelfall kann der Betriebs- oder Personalrat eingeschaltet werden.

Autorin:

Caterina Priesner

Stand: 10.10.2011


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