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Sendung vom 10. November 2011
Ein Helm für Dieter Könnes
Es ist wohl unbestritten: Fahrradhelme können Leben retten – wenn man sie nur immer tragen würde. Denn noch immer erweisen sich viele Radfahrer als ausgesprochene Helmmuffel, sogar diejenigen, die zu Hause einen Helm liegen haben. Jedes Jahr verunglücken mehr als 70.000 Fahrradfahrer. Die Kritiker sagen: Aber nicht jeder Unfall ist ein Sturz auf den Kopf. Das stimmt, aber in fast allen tödlich verlaufenden Fällen hätte der Radfahrer mit Helm überlebt.
Das Problem: Die klassischen, aerodynamischen Radhelme sehen zwar bei Rennradfahrern gut aus, nicht aber auf den Köpfen von City- oder Mountainbikern. Umfragen zeigen: Otto-Normal-Radler will nicht aussehen wie „Captain Helmchen“ aus einem Science-Fiction-Streifen. Dabei ist die Auswahl riesig. Um einen ersten Überblick zu bekommen, empfiehlt sich ein Blick ins Internet. Vor allem skandinavische Anbieter haben für ihre Kreationen schon viele Designpreise eingeheimst. Ein Blick auf deren Homepages lohnt also.
Besser noch ist der Kauf in einem Geschäft. Dort kann man nach Herzenslust ausprobieren und bekommt einen guten haptischen Eindruck von dem neuen Helm. Beim Anprobieren sollte man sich Zeit lassen. Denn ein Helm sitzt nur dann richtig, wenn er, bei nach unten gebeugtem Kopf und ohne Verschluss, nicht sofort herabfällt – eben wie ein guter Zylinder. Zu eng darf der Helm aber nicht sein, sonst drohen Kopfschmerzen.
Helme gibt es je nach Hersteller in unterschiedlichen Größen. Manche bieten die Größen S, M und L an. Mit Kinnriemen und Drehrädchen im Nacken kann man die Weite noch besser anpassen.
Wichtig auch: Kaufen Sie keine gebrauchten Helme, deren Lebensgeschichte Sie nicht kennen. Schon feinste Haarrisse durch vorangegangene Stürze werden im Ernstfall zu Sollbruchstellen. Das gilt übrigens für Helme aller Art – wie Reitsport-, Skater- oder Motorradhelme. Auch nach einem Sturz sollte man den Helm austauschen. Zu guter Letzt aber ist es erwünscht, dass der Helm auch optisch überzeugt und Spaß macht. Nur so wird er auch dauerhaft getragen.
Ob Nussschale, Sportskanone oder Huthelm – viele Helme sind heute multifunktional. Wer geschickt auswählt, kann sie gleich für mehrere Sportarten einsetzen, zum Beispiel fürs BMXfahren, Radfahren, Skaten, Reiten und Snowboarden. Bitte beachten Sie: Helme mit Löchern sind fürs Skifahren nicht zugelassen, weil die Skistöcke im Unglücksfall theoretisch durch die Löcher pieksen könnten.
Der höhere Anschaffungspreis spart dann am anderen Ende wieder Geld. Wer im Winter kalte Ohren vermeiden möchte, kann sogar zusätzliche Inlets oder Innenmützen kaufen. Manche Helme haben an den Seiten Löcher für Ohrstöpsel oder gar einen integrierten Kopfhörer. Grundsätzlich gilt: Alle Helme in deutschen Geschäften sind zertifiziert. Wer skeptisch ist, sollte sich das TÜV-Prüfsiegel zeigen lassen. Die Kosten für die neuen, bunten Helme liegen je nach Hersteller und Extrawünschen zwischen 30 Euro und etwa 200 Euro.
Informationen zu unterschiedlichen Herstellern erhalten Sie bei der Hotline WDR Fernsehen: 0221 56789 999.
Jana Tosic
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Stand: 09.11.2011
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