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Sendung vom 13. Dezember 2011
Weihnachtsmarkt-Ranking
Der Duft nach Mandeln und Punsch, ein Karussell, ein Blasorchester in der Adventszeit – Weihnachtsmärkte sind für die einen eine romantische Erinnerung an die Kindheit, für die anderen bedeuten sie, sich mit Freunden an einem Glas Glühwein zu wärmen und ein letztes Weihnachtsgeschenk aufzustöbern. Aber welche waren in diesem Jahr die schönsten Weihnachtsmärkte in Nordrhein-Westfalen und Umgebung?
In Köln gibt es mehrere Weihnachtsmärkte. Unsere Tester beeindruckt besonders der Weihnachtsmarkt auf dem Schiff am Rhein, ganz in der Nähe der Hohenzollernbrücke.
Angebot:
Auf der MS Wappen gibt es ein vielfältiges Angebot von Weihnachtsbaumschmuck und -ware – auch aus vergangenen Jahrzehnten. Da glänzt die lilafarbene Christbaumspitze aus den Siebzigern neben einem gebrauchten Nussknacker oder singenden Aufziehweihnachtsmann. Die Preise sind je nach Liebhaberstück auch etwas höher. Dazu gibt es Glühwein, Bratwurst, Mandeln, aber auch köstlichen Apfelstrudel und andere kulinarische Genüsse im warmen Bordrestaurant – zu Schiffspreisen. Der Eintritt auf den Weihnachtsmarkt beträgt zwei Euro.
Atmosphäre:
Auf dem Schiffsdeck kann man bei einer Tasse Glühwein im Freien das einzigartige Panorama der Domstadt auf die Brücken des Rheins genießen. Unsere Tester sind begeistert.
In Hattingen nahe Bochum mitten im Ruhgebiet befindet sich in der Innenstadt der Weihnachtsmarkt. Zwischen romantischen, idyllisch beleuchteten Fachwerkhäusern stehen die Stände der Kunsthandwerker, und es gibt ausgewählte kulinarische Kost.
Angebot:
Vor allem Kunsthandwerk und liebevoll in Handarbeit gebastelte Kleinigkeiten bestechen auf diesem Weihnachtsmarkt. Die Preise liegen im Durchschnitt. Das kulinarische Angebot ist vielfältig: Vom frisch vor Ort gebackenen Brot über Senfgurken, Bratwurst, Reibekuchen oder Mandeln, Crêpes oder auch Glühwein gibt es dort alles. Hervorzuheben ist der Feuerzangenbowlenstand, an dem am Wochenende Livemusik gespielt wird.
Atmosphäre:
Bis zum 24. Dezember öffnet in Hattingen Frau Holle jeden Tag ein Adventskalenderfenster im alten Rathaus und singt Weihnachtslieder mit den Kindern. Eine Märchenerzählerin liest Geschichten. Wer dann noch an den heimeligen, romantisch beleuchteten Fachwerkhäusern vorbeiflaniert und die Kirchturmglocke hört, der spürt den Geist der Weihnacht.
Auf Schloss Broich in Mülheim an der Ruhr gibt es einen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Er findet an den letzten beiden Adventswochenenden statt und kostet fünf Euro Eintritt.
Angebot:
Es besteht ein vielfältiges Angebot an alter Handwerkskunst mit vielen ausgefallenen Waren wie Trinkhörnern, Knochenhaarspangen und Ritterhelmen. Die Handwerker arbeiten vor Ort, und man kann sie dabei beobachten. Die Preise sind angemessen. Wer will, kann Honigwein, Glühbier und eine Wildschweinbratwurst genießen.
Atmosphäre:
Die Atmosphäre besticht durch Fackeln, Feuer und die illuminierte Burg. Es treten Gaukler und Musiker auf. Besonders überzeugend: das mittelalterliche Krippenspiel in der Burgruine. Mit ihm kommen alle Zuschauer fernab vom Weihnachtstrubel zur Ruhe. Eine gelungene Einstimmung auf das Fest der Liebe.
In Bad Neuenahr und dem benachbarten Ahrweiler gibt es gleich zwei Weihnachtsmärkte. Beide haben an den Adventswochenenden geöffnet. Der Kurpark in Bad Neuenahr empfängt die Besucher mit Lichtinstallationen. Diese illuminieren Parkgelände sowie Ahrufer und verzaubern den Besucher. Die Uferlichter in Bad Neuenahr sind auch zwischen den Jahren zu bestaunen.
Ahrweiler lädt zwischen Stadtmauern und Fachwerkhäusern an den Adventswochenenden auf seinen idyllischen Marktplatz ein, auf dem es viele Spezialitäten aus der Region gibt.
Angebot:
In Bad Neuenahr gibt es nur eine geringe Anzahl von Ständen, die im Park aufgebaut wurden. So ist das Angebot an Geschenken klein. Es gibt zum Beispiel Schmuck, Krippen und Bilder. Allerdings bietet der Markt kulinarische Köstlichkeiten – zum Beispiel Raclette, Ahrwein oder die Gourmetküche eines Spitzenkochs. Das hat allerdings seinen Preis.
In Ahrweiler dagegen ist das Angebot breiter. Der Markt besticht durch Kunsthandwerk. Da gibt es Krippen aus der Eifel, Laubsägearbeiten und Keramik – ebenfalls nicht preiswert, aber dem Handwerk angemessen.
Besonders köstlich sind auch die kulinarischen Spezialitäten aus der Region. Unsere Tester schwärmen für den Bratapfel und Apfelpunsch vom Apfelbauern und Glühwein vom Winzer. Alles ist lecker und preiswert.
Atmosphäre:
Der Lichtermarkt im Kurpark verzaubert den Besucher und ist eine besondere Einstimmung auf den Weihnachtsmarkt in Ahrweiler. Man kann durch das Parkgelände schlendern und auf der Ahr die Lichtreflexionen beobachten. „Der ideale Platz für einen romantischen Spaziergang mit der Freundin“, findet Tester Robert.
Der Weihnachtsmarkt zwischen den Fachwerkhäusern und Stadtmauern Ahrweilers strahlt die gemütliche Herzlichkeit des Winzerstädtchens aus. Ein großer, reich geschmückter Tannenbaum, Blaskapellen, kleine Feuer, liebvoll mit Tannengrün bestückte Stände und der Duft kulinarischer Köstlichkeiten bestechen. Fazit unserer Testerin Kathrin: „Für mich der ideale Platz, um mit meiner Familie den Advent zu genießen.“
Barbara Ostermann und Birgit Bonk
Stand: 13.12.2011
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