
Sie befinden sich hier:
WDR.de
WDR Fernsehen
Ratgeber
Servicezeit
Sendung vom 18. Januar 2012
Fit mit Dieter und Björn (Teil 2)
An den vergangenen Festtagen ging es kulinarisch fast überall richtig zur Sache. Das Ergebnis der „fetten Tage“ ist anschließend auf der Waage abzulesen: jede Menge Hüftgold! Höchste Zeit also, mit Sport und der passenden Ernährung den Kilos den Kampf anzusagen.Servicezeit-Moderator und Diplom-Sportwissenschaftler Dieter Könnes kennt sich mit dem Zusammenhang zwischen Training und Fettverbrennung bestens aus. Der Spitzenkoch Björn Freitag weiß um die Zusammenhänge zwischen Sport und Essen. Beide bilden also das ideale Duo, um fit ins neue Jahr durchzustarten.
Servicezeit-Moderator und Diplom-Sportwissenschaftler Dieter Könnes kennt sich mit dem Zusammenhang zwischen Training und Fettverbrennung bestens aus. Der Spitzenkoch Björn Freitag weiß um die Zusammenhänge zwischen Sport und Essen. Beide bilden also das ideale Duo, um fit ins neue Jahr durchzustarten.
Diese Trainingsvariante hat in puncto Fettverbrennung den positivsten Effekt auf den Körper. Der Grund: Muskeln sind die größten Fettverbrenner. Wer durch gezielte Übungen seine Muskulatur aufbaut, erhöht den kalorischen Grundumsatz seines Körpers, denn mehr Muskulatur verbraucht durch den erhöhten Stoffwechsel auch im Ruhezustand mehr Energie und baut damit gleichzeitig Fett ab.
Eine starke Muskulatur gilt aber auch als guter Schutz vor diversen körperlichen Beschwerden. So stabilisiert sie beispielsweise den Rücken. Sie gleicht Fehlhaltungen aus und kann so den weit verbreiteten Kreuzverspannungen und damit verbundenen Schmerzen vorbeugen. Eine kräftige Muskulatur bewirkt zudem, dass Knochen, Bänder und Sehnen weniger belastet werden.
Gezieltes, ausgewogenes Krafttraining verhindert außerdem, dass sich die Muskeln durch Bewegungsmangel und eine dadurch bedingte Körperfehlhaltung ungleichmäßig ausbilden, was in der Folge wiederum körperliche Beschwerden auslösen kann. Muskelstärkende Übungen helfen auch dabei, Bewegungen besser zu koordinieren und eine gute Körperbalance zu halten.
Beim Stichwort „Krafttraining“ denken viele sofort an Fitnessstudios und deren aufwendige, technische Geräteausstattung. Wer sie nutzen will, muss zahlen. Dieter Könnes meint: „Das Geld kann man sich sparen. Die Natur bietet alles, um Kraftübungen umsetzen zu können.“
Bevor man startet, sollte man sich einige Minuten lang aufwärmen. Hüpfen, Armkreisen und leichtes Joggen auf der Stelle stellen den Körper auf „Arbeit“ um. Die Gefäße erweitern sich, und Herz, Kreislauf und Muskeln können sich auf die kommende Belastung einstellen. Und dann geht es los:
1. Oberschenkel/Gesäß/Wade
Vor einen Baum stellen und den Körper langsam absenken, bis
die Knie eine 90-Grad-Position bilden. Dann mit dem Rücken
gegen den Baum lehnen und die Arme verschränken. Das ist eine
Übung, deren Wirkung bei Anfängern schon nach wenigen
Sekunden in den Oberschenkeln spürbar ist. Fortgeschrittene
halten ihren Körper im Gleichgewicht, indem sie sich nur ganz
leicht gegen den Baum lehnen und ihr Gewicht möglichst frei
halten. Nicht direkt beim ersten Brennen der Muskulatur abbrechen,
sondern versuchen, den inneren Schweinehund für weitere
Sekunden zu überwinden und durchzuhalten.
2. Sprinten
Ebenfalls eine ganz einfache Übung: einen kurzen, aber steilen
Anstieg suchen und diesen nach oben sprinten. Eine Übung,
deren Effekt auf die Muskulatur von Wiederholungen lebt. Zum
Trainingsbeginn daher fünf bis sechs Mal wiederholen und die
Frequenz später langsam steigern.
3. Kniebeuge
Ein Klassiker. Suchen Sie sich dafür einen langen Ast, halten
Sie diesen mit den Händen hinter dem Kopf und beginnen Sie
dann mit den Kniebeugen. Der Ast hinter dem Kopf fördert eine
optimale Körperhaltung während der Übung.
4. Liegestütze
Und noch ein Klassiker: Liegestütze stärken die Brust-,
Arm- und Rumpfmuskulatur. Diese Übung kann nun wirklich jeder
überall machen. Dabei ist auf einen gleichmäßigen
Rhythmus zu achten, ebenso auf einen geraden Rücken durch
angespannte Rumpfmuskulatur und darauf, dass der Kopf nach vorne
und unten gerichtet bleibt. Wer dann noch zur Ergänzung
Klimmzüge an einem Ast schafft, hat die gesamte
Oberkörpermuskulatur trainiert.
5. Hüpfen
Auch nach Treppen muss keiner lange suchen. Sie eignen sich gut
für Hüpfübungen: Anfangs mit beiden Beinen
gleichzeitig Stufe für Stufe nach oben springen. Wenn man
fitter wird, kann man die Aufgabe steigern: Nur noch auf einem
Fuß nach oben springen, dann die Belastung wechseln und es
mit dem anderen Fuß versuchen. Wie so viele Übungen beim
Krafttraining lebt auch diese von der Frequenz. Für sportliche
Neu- beziehungsweise Wiedereinsteiger gilt jedoch: Nicht
übertreiben, sonst droht heftiger Muskelkater. Dieser
erfordert in den Folgetagen zwingend Auskurieren und entsprechendes
Pausieren.
Fetthaltiges Essen wäre nach dem Krafttraining genau das Falsche. „Fettarm“ lautet stattdessen die Devise. Entsprechend ist Björn Freitags Rezeptvorschlag zusammengestellt.
(Das hier nicht mehr veröffentlichte Rezept erhalten Sie gegen Einsendung eines mit 0,55 Euro frankierten und an Sie adressierten Rückumschlags – Thema der Sendung bitte angeben. Weitere Informationen erhalten Sie über unsere Hotline: 0221 56789 999.)
Franz Hansel
Stand: 18.01.2012, 09.09 Uhr
Seite teilen