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Servicezeit
Sendung vom 01. Februar 2012
Heimwerkertipp: Wärmedämmung
Wer möchte nicht in einer schönen Altbauwohnung wohnen – mit hohen Decken, viel Stuck, großen Flügeltüren und alten Holzdielen? Aber woran die meisten dabei nicht denken: Diese Altbauwohnungen haben meist auch noch alte Türen und Fenster, ja manchmal sogar Einfachverglasung. Damit im Winter nicht zu viel Energie verloren geht, hat die Servicezeit ein paar Tipps zusammengestellt. Damit können Sie jede Menge Heizkosten sparen – nicht nur in Altbauwohnungen.
Bei alten Türen und Fenstern fehlen zwischen Rahmen und Zarge oft jegliche Dichtungen. Dieses Problem lässt sich schnell mit Selbstklebedichtungen lösen. Die Auswahl in den Baumärkten ist riesig: Es gibt die Dichtungen in verschiedenen Breiten, Längen und Profilen, für Metall-, Kunststoff- oder Holzfenster aus Schaumstoff oder Gummi. Sie lassen die Kälte nicht hinein, die Wärme nicht hinaus, sparen Energie und Geld. Laut Experten kann man so bis zu 35 Prozent Heizkosten sparen. Langlebiges Dichtungsband aus Gummi gibt es im Baumarkt. Aber aufgepasst: Die Preise variieren stark. So kosten zehn Meter ein und derselben Qualität je nach Angebot im Laden oder online zwischen 7 und 20 Euro.
Gerade bei einfach verglasten Fenstern kann man mithilfe von Fensterfolie den Wärmeverlust verringern. Durch die Folie entsteht eine Luftschicht zwischen Außen- und Innenscheibe, die zusätzlich isoliert. Das Ankleben der Folie ist kinderleicht. Das durchsichtige, doppelseitige Klebeband liegt der Packung bei. Also braucht man für die Montage nur noch eine Schere, um die Folie zuzuschneiden, einen heißen Föhn, damit die Folie sich nach dem Aufkleben zusammenzieht, und ein Cutterknife (Teppichmesser) für die Feinarbeit. 2,5 Quadratmeter Fensterfolie kosten im Baumarkt rund acht Euro.
Ist das Mauerwerk nicht isoliert, ist der Wärmeverlust im Bereich der Heizkörper besonders groß. Eine alubeschichtete Heizungsisolierfolie kann da helfen. Sie reflektiert die Heizungswärme und ermöglicht ein effizienteres und sparsameres Heizen. Im Baumarkt ist die Heizungsisolierfolie für etwa zwölf Euro erhältlich.
Zieht es unter der Haustür wie „Hechtsuppe“? Dann gibt es eine große Auswahl an Kälte-, Zugluft-, Borsten- und Gummidichtungen. Die einfachste Variante ist eine Borstentürdichtung für rund 18 Euro. Diese schützt vor Zugluft, Kälte, Staub sowie Lärm und ist besonders gut geeignet für Mietwohnungen. Denn die Borstentürdichtung ist selbstklebend und lässt sich leicht ohne Schrauben und Nägel fixieren. Wer mit der Oberfräse umgehen kann, dem empfehlen wir eine Scharnierklappdichtung zum Einbauen in der Türunterseite. Diese fährt beim Schließen der Tür über eine Mechanik automatisch nach unten und dichtet den Türspalt hermetisch ab. Für alle, die nicht fräsen möchten, gibt es auch Ausführungen zum Anschrauben auf der Türinnenseite.
Wenn es dann in der Wohnung unter den Zimmertüren immer noch durchzieht, empfehlen wir bei glatten Böden Türboden-Doppeldichtungen für rund elf Euro. Diese PU-Schaumrollen werden einfach unter die Tür geschoben – und schon gibt es keine kalten Füße mehr durch Zugluft. Außerdem sind Türschlange, -dackel oder -wurst immer noch eine preiswerte und energiesparende Alternative – in Fachkreisen auch als Zugluft- oder Energiespartier bekannt. Die Rolle gibt es in verschiedenen Farben, Designs und Dekorstoffen ab rund sechs Euro.
Nadine Hidding
Stand: 01.02.2012
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