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Best of Test: Ökostrom, Heizgeräte, Multivitaminpräparate

  • SendeterminMittwoch, 01. Februar 2012, 18.20 - 18.50 Uhr.
  • WiederholungsterminDonnerstag, 02. Februar 2012, 13.00 - 13.30 Uhr (Wdh.).

Ökostrom ohne Nutzen für die Umwelt?

Wer seinen Haushalt auf Ökostrom umstellt, möchte etwas für die Umwelt tun. Aber tut man das auch? Nicht immer, meint die Stiftung Warentest. Sieben von 19 getesteten Ökostrom-Anbietern sind „schwach“, wenn es um das Engagement für die Umwelt geht. Auf den ersten Blick erstaunlich, denn auch die schlecht bewerteten Anbieter liefern schließlich Ökostrom. Ein Nutzen für die Umwelt entsteht jedoch erst dann, so die Tester, wenn durch die Ökoenergie Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken verdrängt wird und neue Ökokraftwerke entstehen. Genau diesen Ausbau garantieren die mit „schwach“ bewerteten Anbieter aber nicht. Sie liefern Ökostrom vor allem aus Wasserkraftwerken, die schon seit Jahren bestehen.

Ökostrom, der die Energiewende vorantreibt, erhalten Sie zum Beispiel dann, wenn Sie einen Anbieter mit dem „ok-Power“-Label oder dem „Grüner-Strom“-Label wählen.

Ökostromlabel: ok-Power-Label und Grüner-Strom-Label
Wer die Energiewende vorantreiben möchte, sollte einen Ökostromanbieter mit dem „ok-Power“- oder dem „Grüner-Strom“-Label wählen.

Alle Ergebnisse finden Sie in der Februar-Ausgabe der Zeitschrift „test“.

Heizgeräte: Schnell eine warme Wohnung

Fällt im Winter die Heizung aus, braucht man schnell Ersatz. Womit bekommt man die Wohnung am schnellsten warm? Der rbb hat vier Geräte getestet: einen Ölradiator der Firma Betron, einen Heizlüfter von Rowenta, einen Standkonvektor von Stiebel Eltron und eine Wärmewellenheizung von ROWI.

Verschiedene Heizgeräte, die auf ihre Wärmewirkung hin
gestestet wurden
Der rbb hat vier Heizgeräte gestetet: einen Ölradiator, einen Heizlüfter, einen Standkonvektor und eine Wärmewellenheizung.
  • Der Ölradiator wurde zwar heiß, aber die warme Luft verteilte sich nicht im Raum, sondern sammelte sich an der Decke. Nach drei Stunden war es gerade einmal anderthalb Grad Celsius wärmer.
  • Der Heizlüfter entpuppte sich dagegen als wahrer Turbo und erwärmte den Raum in drei Stunden um sechs Grad Celsius. Damit wurde das Gerät Testsieger. Nachteil allerdings: Heizlüfter sind oft ziemlich laut.
  • Angenehm ruhig war dagegen der getestete Standkonvektor. Er heizte aber auch nur halb so schnell: drei Grad Celsius in drei Stunden.
  • Das Wärmewellengerät erwärmte den Raum um null Grad Celsius. Warum? Wärmewellengeräte erwärmen nicht die Luft, sondern Gegenstände, also zum Beispiel einen Tisch oder einen Stuhl. Wer in einem solchen Stuhl sitzt, wird natürlich auch erwärmt.

Egal, für welches Gerät man sich entscheidet: Mobile Heizungen sollten nur in Ausnahmefällen laufen, denn sie verbrauchen Strom für mehrere Euro pro Abend.

Schlechte Noten für Multivitaminpräparate

Winterzeit ist Erkältungszeit. Zur Vorbeugung greifen viele Menschen zu Vitaminpräparaten. Aber diese vermeintlichen Gesundmacher stehen neuerdings in Verdacht, selbst Krankheiten auszulösen. ÖKO-TEST hat 49 Multivitaminpräparate getestet. Das Ergebnis: nutzlos, teilweise sogar schädlich, über die Hälfte „ungenügend“.

Verschiedene Multivitaminpräparate
Im Winter greifen viele Menschen zu Vitaminpräparaten. Ökotest hat 49 Präparate genauer unter die Lupe genommen.

Besonders ärgerlich fanden die Tester, dass sich viele Hersteller nicht an die Dosierungsempfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) halten. Ein Mittel lag gleich bei 13 Inhaltsstoffen über den empfohlenen Werten. Das ist möglich, weil die Höchstmengen von Vitaminen und Mineralstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln nicht gesetzlich geregelt sind.

Um gesund zu bleiben, reicht bei den meisten Menschen in der Regel eine abwechslungsreiche Ernährung. Und leckerer ist diese allemal.

Autor:

Dieter Schug

Weitere Folgen von „Best of Test“:

Stand: 01.02.2012


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