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Babyfone im Praxistest

  • SendeterminDonnerstag, 02. Februar 2012, 18.20 - 18.50 Uhr.
  • WiederholungsterminFreitag, 03. Februar 2012, 13.00 - 13.30 Uhr (Wdh.).

Für viele Eltern sind sie eine große Hilfe: Babyfone. Lädt der Nachbar abends zum Glas Wein ein, werden sie gerne in Anspruch genommen – wiegt man sich doch in Sicherheit, dass man die Kontrolle über das Kinderzimmer hat und zur Not schnell eingreifen kann. Doch funktionieren Babyfone tatsächlich so tadellos, dass man sich keine Sorgen machen muss? Wie weit reicht der Empfang – auch in dicht bebauten Gebieten? Wie einfach ist die Handhabung? Welche Funktionen bieten Babyfone? Die Servicezeit untersuchte vier Geräte in einem Praxistest, zwei davon mit einer Kamera ausgestattet.

Babyfon auf dessen Display ein Mann zu sehen ist
Babyfone sind für viele Eltern eine große Hilfe. Manche Modelle sind sogar mit einer Kamera ausgestattet.

Die getesteten Babyfone

  • Audioline Baby Care V 100 (circa 129 Euro)
  • Angelcare Babyphone AC 420D (circa 95 Euro)
  • Reer Babyphone Wega (circa 199 Euro)
  • Philips Avent Eco DECT-Babyphone SCD525/00 (circa 119 Euro)

Die Tester

  • Katharina Hadem, dreifache Mutter, möchte, während ihre jüngste Tochter schläft, die Nachbarn im Reihenhaus nebenan besuchen können.
  • Für Gisela Müller, dreifache Großmutter, ist entscheidend, dass der Babyfonempfang bis in ihren Garten reicht.
  • Ingenieur René van der Ende möchte seinen kleinen Sohn nur eine Etage tiefer im Wohnzimmer hören. Allerdings sind die Decken und Wände in seinem Einfamilienhaus aus Stahlbeton.

Der Testaufbau

Natürlich lassen wir kein Baby schreien. Das Geplärre kommt von einem CD-Player, der im Kinderbett platziert wird. In circa einem Meter Entfernung bauen wir den Sender auf.

Die Testergebnisse

Audioline Baby Care V 100
Schnell und einfach lässt sich dieses Gerät mit Kamera in Betrieb nehmen. Ohne Probleme empfangen unsere Tester sofort ein Bild. Weitere Vorteile: Das Audioline Baby Care spielt dem Kind Schlaflieder vor, zudem können die Eltern mithilfe des Babyfons beruhigend mit dem Kind reden. Beim Praxistest zeigt das Gerät jedoch Schwächen: Einwandfrei funktioniert es nur im Garten, im Haus der Familie van der Ende setzt ab und zu der Ton aus, im Reihenhaus gibt es die größten Schwierigkeiten mit Bild und Ton.

Babyfon Audioline Baby Care V 100 (circa 129 Euro)
Konnte nicht überzeugen: Das Babyfon aus dem Hause Audioline funktionierte nicht überall einwandfrei.

Angelcare Babyphone AC 420D
„Einfach süß“ – unsere Testerin Katharina Hadem ist vom Babyfon in Form eines Engels angetan. Allerdings stellen unsere Tester schnell fest, dass dieses Babyfon in der Ausstattung sehr einfach ist: keine Kamera, aber auch keine Funktionen wie Sprech- oder Liedfunktion. „Mit diesem Babyfon kann man einfach nur das Kinderzimmer abhören“, meint René van der Ende, aber das sei ja auch das Wichtigste. Zudem sei das optische Signal (bei Babygeschrei) gut zu erkennen. Weiterer Vorteil: Laut Verpackung und Bedienungsanleitung ist die Funkintensität auf ein Minimum reduziert. Das Angelcare hat keine Dauerübertragung und verfügt über eine abschaltbare Reichweitenkontrolle. Somit gehöre es laut Hersteller zu den „elektrosmogärmsten Geräten auf dem Markt“. Im Praxistest überzeugt das Babyfon: Es ist überall gut zu hören.

Angelcare Babyphone AC 420D (circa 95 Euro)
Hübsches Design, einfache Ausstattung, aber elektrosmogarm und einfach funktional: das Angelcare Babyphone AC 420D

Reer Babyphone Wega
Auch hier kommen unsere Tester fix mit der Bedienungsanleitung klar: Die Kamera ist schnell ausgerichtet, und sofort ist auf dem Empfängergerät ein Bild zu sehen. „Das funktioniert prima“, freut sich Katharina Hadem. Kleiner Haken: Das eher große Gerät verfügt zwar über einen Aufsteller, nicht jedoch über einen Gürtelclip. Dafür verfügt dieses Babyfon wieder über eine Gegensprechfunktion, zudem können Lieder abgespielt werden. Im Praxistest bewährt sich das Gerät in Abhängigkeit vom Testaufbau unterschiedlich. Im Einfamilienhaus klappt alles bestens, im Garten und im Reihenhaus ist zwar das Bild gut, dafür hat der Ton Aussetzer oder ist verzerrt.

Reer Babyphone ¿Wega¿ (circa 199 Euro)
Das Reer Babyphone Wega verfügt über einen Gegensprechfunktion und kann Lieder abspielen. Allerdings überträgt es nicht zuverlässig.

Philips Avent Eco DECT-Babyphone SCD525/00
Der erste Vorteil für Testerin Katharina: Das Babyfon sei „schön klein und handlich“. Dieses Gerät verfügt über keine Kamera, die unsere Tester aber auch nicht vermissen. Dafür hat dieses Babyfon eine Gegensprechfunktion, spielt Schlaflieder, und die optische Anzeige im Falle von Kindergeschrei ist sehr gut zu erkennen. Es funktioniert auf Anhieb, ohne dass unsere Tester erst lange Bedienungsanleitungen lesen müssen. Überall ist der Ton gut. „Ich höre alles laut und deutlich, und mehr will ich eigentlich nicht“, erklärt Testerin Katharina Hadem.

Babyfon Philips Avent Eco Dect-Babyphone SCD525/00 (circa 119 Euro)
Eindeutiger Favorit unserer Tester: das Philips Avent Eco DECT-Babyphone SCD525.

Der Testsieger

Klarer Favorit unserer Tester ist das Gerät von Philips: Es sei „klein und handlich“ (Katharina Hadem), „leicht in der Bedienung“ (Gisela Müller), und die „Klangqualität ist ausgezeichnet“ (René van der Ende). „Zudem kann ich ins Geschehen eingreifen, mit dem Baby über die Talktaste sprechen oder Musik anmachen“, ergänzt Katharina Hadem.

Autor:

Stephan Creydt

Stand: 02.02.2012


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