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WDR Fernsehen
Ratgeber
Servicezeit
Sendung vom 02. Februar 2012
Babyfone im Praxistest
Für viele Eltern sind sie eine große Hilfe: Babyfone. Lädt der Nachbar abends zum Glas Wein ein, werden sie gerne in Anspruch genommen – wiegt man sich doch in Sicherheit, dass man die Kontrolle über das Kinderzimmer hat und zur Not schnell eingreifen kann. Doch funktionieren Babyfone tatsächlich so tadellos, dass man sich keine Sorgen machen muss? Wie weit reicht der Empfang – auch in dicht bebauten Gebieten? Wie einfach ist die Handhabung? Welche Funktionen bieten Babyfone? Die Servicezeit untersuchte vier Geräte in einem Praxistest, zwei davon mit einer Kamera ausgestattet.
Natürlich lassen wir kein Baby schreien. Das Geplärre kommt von einem CD-Player, der im Kinderbett platziert wird. In circa einem Meter Entfernung bauen wir den Sender auf.
Audioline Baby Care V 100
Schnell und einfach lässt sich dieses Gerät mit Kamera in
Betrieb nehmen. Ohne Probleme empfangen unsere Tester sofort ein
Bild. Weitere Vorteile: Das Audioline Baby Care spielt dem Kind
Schlaflieder vor, zudem können die Eltern mithilfe des
Babyfons beruhigend mit dem Kind reden. Beim Praxistest zeigt das
Gerät jedoch Schwächen: Einwandfrei funktioniert es nur
im Garten, im Haus der Familie van der Ende setzt ab und zu der Ton
aus, im Reihenhaus gibt es die größten Schwierigkeiten
mit Bild und Ton.
Angelcare Babyphone AC 420D
„Einfach süß“ – unsere Testerin
Katharina Hadem ist vom Babyfon in Form eines Engels angetan.
Allerdings stellen unsere Tester schnell fest, dass dieses Babyfon
in der Ausstattung sehr einfach ist: keine Kamera, aber auch keine
Funktionen wie Sprech- oder Liedfunktion. „Mit diesem Babyfon
kann man einfach nur das Kinderzimmer abhören“, meint
René van der Ende, aber das sei ja auch das Wichtigste.
Zudem sei das optische Signal (bei Babygeschrei) gut zu erkennen.
Weiterer Vorteil: Laut Verpackung und Bedienungsanleitung ist die
Funkintensität auf ein Minimum reduziert. Das Angelcare hat
keine Dauerübertragung und verfügt über eine
abschaltbare Reichweitenkontrolle. Somit gehöre es laut
Hersteller zu den „elektrosmogärmsten Geräten auf
dem Markt“. Im Praxistest überzeugt das Babyfon: Es ist
überall gut zu hören.
Reer Babyphone Wega
Auch hier kommen unsere Tester fix mit der Bedienungsanleitung
klar: Die Kamera ist schnell ausgerichtet, und sofort ist auf dem
Empfängergerät ein Bild zu sehen. „Das funktioniert
prima“, freut sich Katharina Hadem. Kleiner Haken: Das eher
große Gerät verfügt zwar über einen
Aufsteller, nicht jedoch über einen Gürtelclip.
Dafür verfügt dieses Babyfon wieder über eine
Gegensprechfunktion, zudem können Lieder abgespielt werden. Im
Praxistest bewährt sich das Gerät in Abhängigkeit
vom Testaufbau unterschiedlich. Im Einfamilienhaus klappt alles
bestens, im Garten und im Reihenhaus ist zwar das Bild gut,
dafür hat der Ton Aussetzer oder ist verzerrt.
Philips Avent Eco DECT-Babyphone
SCD525/00
Der erste Vorteil für Testerin Katharina: Das Babyfon sei
„schön klein und handlich“. Dieses Gerät
verfügt über keine Kamera, die unsere Tester aber auch
nicht vermissen. Dafür hat dieses Babyfon eine
Gegensprechfunktion, spielt Schlaflieder, und die optische Anzeige
im Falle von Kindergeschrei ist sehr gut zu erkennen. Es
funktioniert auf Anhieb, ohne dass unsere Tester erst lange
Bedienungsanleitungen lesen müssen. Überall ist der Ton
gut. „Ich höre alles laut und deutlich, und mehr will
ich eigentlich nicht“, erklärt Testerin Katharina
Hadem.
Klarer Favorit unserer Tester ist das Gerät von Philips: Es sei „klein und handlich“ (Katharina Hadem), „leicht in der Bedienung“ (Gisela Müller), und die „Klangqualität ist ausgezeichnet“ (René van der Ende). „Zudem kann ich ins Geschehen eingreifen, mit dem Baby über die Talktaste sprechen oder Musik anmachen“, ergänzt Katharina Hadem.
Stephan Creydt
Stand: 02.02.2012
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